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Aus der Schlangengurke wird ein Schwan

Grimmen Aus der Schlangengurke wird ein Schwan

Von Raritäten, Kuriositäten und Riesigem aus den Gärten in Grimmen und Umland berichten wir heute

Grimmen. So leicht lassen sich die die kleinen roten Tomätchen nicht beikommen. Harte Stacheln sowohl an den Stengeln und Blättern als auch an den Fruchtkapseln hindern Naschkatzen zunächst daran. „Das sind Litschi-Tomaten klärt Anja Wehmeier (37) aus Neuendorf auf.

Die Samen habe ihr Mann mitgebracht. Diese Köstlichkeit wächst das erste Mal in ihrem Garten. Sehr zur Freude auch von Sohn Robert (8), der sich nicht von den Stacheln abhalten lässt, immer wieder von der üppig wachsenden Rarität im eigenen Garten ein Früchtchen zu klauen. Begeisterung ruft schon die Blüte bei Anja Wehmeier aus. „Die haben viel Ähnlichkeit mit denen der Kartoffeln“, sagt sie und zeigt ein – ebenfalls stachliges – Exemplar.

Beim Thema Kartoffeln holen sie und Sohn Robert auch schon die nächste Erntefrucht aus ihrer Raritätenbox, die sie mit in die OZ-Redaktion brachten. Eine Kartoffel der Sorte „Rosara“. Wie der Name schon sagt, sollten diese Knollen eigentlich rot sein. Wehmeiers tolle Knolle wollte wohl aber unbedingt bei der diesjährigen Gartenolympiade der Grimmener OSTSEE- ZEITUNG mitmachen und und blieb auf einer Seite einfach hell. Damit aber immer noch nicht genug. Auch eine Aubergine tanzt bei der Neuendorfer Familie aus der Reihe und sorgt mit ihrer Nase und der grünen Zipfelmütze für ein niedliches Aussehen.

Wenn die Schlangengurke zum Schwan wird, hat das Kuriositäten-Kabinett der diesjährigen Gartenolympiade wieder geöffnet. Der Grimmener Leon Pfister konnte sich erst gar nicht erklären, was die ganz spezielle Gurke in seinem Garten denn vor hat. „Doch von Tag zu Tag bekam sie immer mehr die Form eines Schwans“, erklärt der junge Trebelstädter. Wie Leon Pfister sich die Gurke zubereiten will, weiß er noch nicht genau. „Wenn es dieser Tage jetzt so warm werden soll, mache ich mir einen schönen Gurkensalat. Ansonsten gibt es den „Schwan“ mit Gehacktem“, plant er.

„So eine Sonnenblume hatte ich noch nie“, staunt Klaus Krüger aus dem Kleingartenverein „Am Vorland“. Und tatsächlich muss der leidenschaftliche Laubenpieper weit nach oben schauen. „Wahnsinn – sie wollte einfach nicht mehr aufhören zu wachsen“, staunt er und legt das Zentimetermaß an. Stolz 410 Zentimeter ragt der Blumen-Gigant in den Himmel. „Ich habe sie einfach ausgesät und nicht sonderlich gepflegt“, erklärt Klaus Krüger, der bereits seit zwölf Jahren einen Garten in der Grimmener Anlage hat. „Die Kerne überlasse ich gerne den Vögeln. Ein paar nehme ich mir ab und säe sie nächstes Jahr wieder aus“, sagt der 63-Jährige.

Hans-Jürgen Korn hat zwar nicht die schwersten Kartoffeln der diesjährigen Gartenolympiade, dafür aber eine tolle Geschichte zu erzählen: „Ich habe im Keller noch eine Kiste mit Pflanzkartoffeln aus dem Jahr 2014 gefunden“, berichtet der Rentner und sagt: „Eigentlich wollte ich sie wegwerfen, habe mich dann aber doch dafür entschieden sie einfach in die Erde zu legen.“ Nachträglich gesehen eine sehr gute Entscheidung, denn das Ergebnis sind richtig dicke Dinger. „Solch dicke und große Kartoffeln hatte ich selten. Da kann man nicht mal Pellkartoffeln von machen“, sagt er schmunzelnd.

Für ihren Arbeitskollegen kam Gerlinde Lange mit Riesen-Zuccini in die Redaktion. „Er hat sich wohl nicht getraut“, vermutet sie und staunt dann nicht schlecht als die größte Frucht auf der waage 3,9 Kilogramm anzeigt. Die beiden anedren Expemplare aus der Grimmener Gartenanlage Hoikenrade sind zwar mit knapp zwei und 2,75 Kilogramm nicht ganz so schwer, dafür aber rund. Und die kleinere nennt Gerlinde Lange schmunzelnd Arschgesicht, was eindeutig auf die Form schließen lässt. Die grünen Dinger würden übrigens nicht nicht in der Küche des Kollegen landen, sondern die Hühner können sich über den Leckerbissen freuen.

Sechs Kohlrabi-Pflanzen der Sorte „Giganten“ hatte Rolf-Bodo Meyer im Fachhandel in der Grimmener Bahnhofstraße gekauft. Und nun meldete sich der Grimmener, der in der Kirschenallee wohnt, mit zwei wirklichen Giganten zur Gartenolympiade an. 10,7 Kilogramm wiegt der schwerste Kohlrabi. Und auch der scheint zum essen zu Groß und Rolf-Bodo Meyer suchte tierische Abnehmer im Heimattierpark.

Anja Krüger, Raik Mielke und Almut Jaekel

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