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Ausschuss: Land soll stärker in Verantwortung

Süderholz/Stralsund Ausschuss: Land soll stärker in Verantwortung

Landkreis hat im nächsten Jahr nur wenig Geld für Investitionen im Brand- und Katastrophenschutz

Süderholz/Stralsund. Für den Haushaltsentwurf 2017 des Landkreises Vorpommern-Rügen stimmten elf von 13 anwesenden Mitglieder des Ausschusses für Prävention, Brand- und Katastrophenschutz, der in der Autobahnmeisterei Süderholz bei Griebenow tagte.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liege kein ausgeglichener Entwurf für den Haushalt 2017 vor, informierte der zuständige Fachdienstleiter Markus Zimmermann. Aber die Deckung solle durch Einsparungen noch erreicht werden, damit die Handlungsfähigkeit des Kreises gewährleistet werde, fügte er an.

Schon die jetzige geplante finanzielle Ausstattung im Bereich Brand- und Katastrophenschutz mache das Arbeiten im nächsten Jahr nicht leicht. „Wir haben jede kleinste Position hinterfragt und keine Reserven eingebaut“, sagte Zimmermann. Deshalb werde es vor allem im investiven Bereich schwierig. Denn der Landkreis ist für Ersatzbeschaffungen beispielsweise für Feuerwehrfahrzeuge allein zuständig. Und weil es viele Fahrzeuge gebe, die 25 Jahre und älter sind, müsse etwas getan werden.

„Wir schleppen alles mit und müssen Investitionen verschieben“, sagte Ausschussmitglied und Süderholz’ Bürgermeister Alexander Benkert (CDU). „Das Ende der Fahnenstange ist bei einigen Kommunen längst erreicht.“ Deshalb forderte er den Kreistag auf, sich mit der technischen Ausstattung des Brand- und Katastrophenschutzes auseinanderzusetzen und das Land in die Verantwortung zu holen. Auch Velgasts Bürgermeister Christian Griwahn bekräftigte diese Forderung: „Das Ehrenamt muss mit Geld ausgestattet werden.“

Rolf Zaspel, als sachkundiger Einwohner im Ausschuss tätig, regte an, eine Übersicht darüber aufzustellen, wie groß der Investitionsstau ist, und nicht nur das Allernotwendigste dabei zu beachten.

„Das ist sinnvoll. Wir können in die Zukunft blicken, den Bedarf feststellen und so die Verantwortung des Landes einfordern“, bekräftigte Benkert.

Almut Jaekel

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