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Stralsund Claudia Otto zeigt in Stralsund „Still.Leben“
Vorpommern Stralsund Claudia Otto zeigt in Stralsund „Still.Leben“
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12:23 28.11.2018
Auch dieses Foto wird in der Ausstellung „Still.Leben“ zu sehen sein Quelle: Claudia Otto
Stralsund

„Still.Leben“ ist der Titel einer Ausstellung mit Fotografien von Claudia Otto, die am 29. November um 16.30 Uhr in der psychiatrischen Tagesklinik des Helios Hanseklinikums in Stralsund, Knieperdamm 4, eröffnet wird. Sie ist Teil der Reihe „Kunst, Kultur, Krankenhaus“ und widmet sich den Stillleben. Allerdings nicht in ihrer klassischen, arrangierten Form regloser Objekte. Die Künstlerin tritt einen Schritt zurück und weitet den Begriff. „Mir geht es bei der Auswahl meiner Bilder in dieser Ausstellung um kleine Momente, in denen die Zeit stillsteht. In einem Keller zum Beispiel entdecke ich alte halbgefüllte Gläser mit Spinnweben und ich weiß nicht, ist es ein vor vielen Jahren gepresster Saft, sind es alte Farbreste oder ist es eine geheimnisvolle Flüssigkeit“, sagt sie.

Claudia Otto taucht mit ihren Bildern in eine gelebte Geschichte ein und schafft einen Moment des Innehaltens. „Unser Leben gestaltet sich oft rasant und laut. Wir hetzen hier- und dorthin. Doch ganz tief in uns wissen wir leise um den Kern unseres Seins, der gelebt und gefühlt werden will. Doch wir schrammen oft am Wesentlichen vorbei. Und so bemerken wir manchmal diese leise Stimme erst sehr spät. Sie ruft zum Innehalten auf. Es wird Zeit, auf sie zu hören.“ In ihren Bildern greift Otto auch eine surrealistische Idee auf. Da sind Bananen, die einmal aufgeschnitten, doch wieder vernäht werden, Blumen, die längst welk geworden, von einer geisterhaften Hand aus der Vase genommen oder Gurkenscheiben, die zum Trocknen auf einer Wäscheleine hängen.

Claudia Otto ist in Berlin aufgewachsen und lebt seit über 30 Jahren in Greifswald. Sie ist Soloflötistin am Theater Vorpommern und interessiert sich seit ihrer Kindheit für die Fotografie. Mit der Streetfotografie begann ihr Schaffensprozess. Beigebracht hat sie sich alles autodidaktisch. Mit der Zeit habe sie gelernt, Spannungsbögen zu erzeugen. Diese finden sich nicht nur in ihrer Musik, sondern auch in ihren Fotografien wieder.

Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2019 montags bis freitags von 8.30 bis 14.30 Uhr geöffnet.

Jens-Peter Woldt

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