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Ausstellung über die Meeresfibel geht zu Ende

Stralsund Ausstellung über die Meeresfibel geht zu Ende

Noch bis zum 29. Mai ist im Meeresmuseum in Stralsund die beeindruckende Sonderausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen – Die Meeresfibel“ zu sehen.

Stralsund. Noch bis zum 29. Mai ist im Meeresmuseum in Stralsund die beeindruckende Sonderausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen – Die Meeresfibel“ zu sehen. Die Exposition des Hamburger Vereins Deepwave wird gefördert mit Mitteln des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums und zeigt sowohl die Faszination der Meere als auch wirksame Projekte als Antwort auf die derzeitige Bedrohung der Ozeane.

Die 36-seitige Begleitbroschüre lebt besonders von den detaillierten und wissenschaftlich fundierten Grafiken der Hamburger Künstlerin Anna Mandel. Als Illustratorin der Meeresfibel für Schüler vermittelt sie die dargestellten Probleme und wirksame Wege zu ihrer Behebung anschaulich und einfühlsam.

Dabei geht es ihr vor allem um die Botschaft, den Blick auf die Meere zu ändern, unseren Planeten als Blauen Planeten zu begreifen, um aus neu erworbenem Wissen heraus handeln zu können. In der Ausstellung im Stralsunder Meeresmuseum sind die 13 großformatigen, in langer Handarbeit entstandenen Original-Zeichnungen und die Meeresfibel-Texte zu finden.

Am Beispiel einiger Ökosysteme wie Nordsee, Hochsee, Tiefsee, Tropen- und Eismeere wird die Lebenswelt gestern, heute und morgen akribisch dargestellt. So lebten vor den Dünenküsten der Nordsee vor 150 Jahren noch reiche Fischschwärme und zahlreiche Schweinswale, während heute die zunehmende Nutzung durch Kiesabbau, Schifffahrt, Tourismus und Fischerei den Artenreichtum stark gefährdet.

Eine Lösung wären mehr Schutzgebiete für den Fischnachwuchs und für seltene Tiere. In Tropenmeeren, die noch vielfältiger von Verschmutzungen bedroht sind, steht dagegen der Schutz der Mangroven und Korallen im Vordergrund. Für die Tiefsee mit ihren faszinierenden Lebewesen gilt es, zukünftig weltweite Regeln und große Schutzgebiete zu etablieren.

Die verständlich geschriebenen Texte der Broschüre sollen vor allem Kindern die vielfältige Welt des Lebensraumes Meer näher bringen und ein Umdenken für die folgenden Generationen bewirken. Die Meeresfibel für Schüler ist über den Verein Deepwave gegen eine Spende für Portokosten zu beziehen.

Der gemeinnützige Verein Deepwave setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. Weitere Infos gibt es unter deepwave.org. Das Meeresmuseum in Stralsund im Katharinenkloster ist bis Ende Mai dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet: In diesem Zeitraum kann auch die Sonderausstellung besucht werden. Von Juni bis einschließlich Oktober erweitert sich die Öffnungszeit des Museums auf den Montag.

OZ

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