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Stralsund Auszeichnung für Schulzentrum am Sund
Vorpommern Stralsund Auszeichnung für Schulzentrum am Sund
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00:01 03.06.2016
Schüler der 8. Klasse zeigen die Bewerbungsmappe für den bundesweiten Wettbewerb. Quelle: Claudia Lukas (2)/miriam Weber

Auszeichnung für das Schulzentrum am Sund: In der kommenden Woche wird die Schule einen Preis aus den Händen des Bundespräsidenten Joachim Gauck in Berlin erhalten. Die Stralsunder haben sich an dem bundesweiten Schulwettbewerb für Entwicklungspolitik, „alle für EINE WELT für alle“, beteiligt. Bei dessen siebenter Auflage drehte sich alles um das Thema „Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – gemeinsam einzigartig!“

Bei einem bundesweiten Wettbewerb setzen sich die Stralsunder als einzige Schule aus MV gegen 627 Konkurrenten durch.

Insgesamt 627 Beiträge gingen in Berlin ein, die Preise werden in fünf Kategorien vergeben, darunter der Schulpreis, der nun in die Hansestadt geht. „Natürlich sind wir stolz, das ist schon etwas Besonderes“, sagt Schulleiterin Regina Landt. „Zumal wir die einzige Schule aus Mecklenburg-Vorpommern sind, die zu den Preisträgern gehört.“ Noch wichtiger sei jedoch, dass dieser Preis eine Würdigung der jahrelangen kontinuierlichen Arbeit von Schülern, Lehrern und Kooperationspartnern ist.

Das Ziel des Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche für die Vielfalt in der Welt zu sensibilisieren. Also unter welchen Lebensbedingungen wachsen junge Menschen in anderen Teilen der Welt auf?

Das ist genau das Thema, mit dem sich die Mädchen und Jungen des Schulzentrums seit Jahren beschäftigen. „Wir haben eine Kooperation mit dem Kinderhilfswerk Plan International“, sagt Regina Landt.

Mit der Ansprechpartnerin Ines Dähnert wurde in den vergangenen Jahren viel auf die Beine gestellt. Unter anderem unterstützt die Schule in Nepal das Patenkind Sonia Sarbariya. Aus Nepal kommt auch Bishnu Chaudhary. Die junge Frau war im vergangenen Jahr zu Gast am Sund und berichtete von ihren Erlebnissen, die sie als Kindersklavin machen musste.

„Wenn die Geschichten ein Gesicht bekommen, haben die Kinder eine emotionale Bindung dazu, und das macht das Ganze noch viel nachhaltiger“, ist Regina Landt überzeugt. „Ganz einfach weil die Schüler dann dichter dran sind und eher darüber nachdenken, dass es viele Kinder auf der Welt gibt, die unsere Unterstützung brauchen.“ Nicht zuletzt sorgen diese Begegnungen auch für Transparenz. „Die Schüler sehen, wofür sie sich konkret engagieren, und dass unsere Hilfe auch wirklich vor Ort bei den Menschen ankommt.“

Es gibt noch viele weitere Projekte, die in der Präsentationsmappe, mit der sich das Schulzentrum beworben hatte, aufgezählt werden. Etwa die Aktionen gegen die Diskriminierung von Mädchen, das gemeinsame Arbeiten mit Flüchtlingskindern oder das „älteste“ Projekt, die Unterstützung für den Verein Tschernobylhilfe.

„Es sind auch keine Eintagsfliegen, sondern die Projekte gehören zum Schul- und Unterrichtsalltag dazu.“ Regina Landt betont, dass man mit dem Preis nun auch eine Verantwortung übernehme, das Begonnene weiterzuführen.

Ein bisschen aufgeregt sei sie schon, sagt die Schulleiterin, wenn sie daran denkt, dass sie am 14. Juni dem Bundespräsidenten gegenübersteht. „Man kommt ja auch nicht jeden Tag ins Schloss Bellevue“, sagt sie mit einem Lachen. Begleiten werden Regina Landt ihr Kollege Tobias Zimmer, Ines Dähnert vom Kinderhilfswerk und Schülersprecherin Isabel Brunk. Die 17-Jährige empfindet das als eine Ehre. „Ich bin gespannt, wie es ist, wenn der Bundespräsident, den man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt, dann tatsächlich vor einem steht und redet“, sagt Isabel. „Der Preis ist auch für uns Schüler eine Bestätigung, weiter engagiert zu arbeiten und neue Projekte zu realisieren.“

Miriam Weber

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Malteser Hilfsdienst rufen zu einem Wettbewerb auf, bei dem Stralsunds schönster Hund gekürt werden soll. Stattfinden wird er bereits am kommenden Wochenende.

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