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Auto abgefackelt: Brandserie in Stralsund geht weiter

Stralsund Auto abgefackelt: Brandserie in Stralsund geht weiter

Zum zweiten Mal in Folge musste die Feuerwehr in der Nacht ausrücken / Opel wurde komplett zerstört / Polizei geht von Brandstiftung aus

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Der ausgebrannte Pkw gestern morgen am Weidendamm. Der Saab davor ist am Heck stark beschädigt. FOTO: JENS-PETER WOLDT

Stralsund. . In der zweiten Nacht in Folge haben offenbar Brandstifter in Stralsund ihr Unwesen getrieben. In der Nacht zu Mittwoch stand am Weidendamm in der Nähe des Busbahnhofes ein Auto in Flammen. Es ist komplett ausgebrannt. Ein weiterer Wagen, der direkt davor geparkt war, ist am Heck beschädigt worden. Der Gesamtschaden wird nach Polizeiangaben auf rund 11000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

 

OZ-Bild

„Wir überprüfen, ob es eine Verbindung zwischen den Bränden gibt. Ilka Pflüger, Polizeisprecherin

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Gestern morgen flatterten Absperrbänder rund um das Autowrack. Der Brandursachenermittler kletterte durch den Wagen und nahm jedes Detail unter die Lupe. Der Opel war zu diesem Zeitpunkt fast nicht mehr wiederzuerkennen, selbst die Farbe ließ sich kaum noch bestimmen. Die Scheiben waren zerbrochen, die Reifen platt, die Motorhaube stand weit offen. Bei dem zweiten Wagen, einem Saab, klafften große Löcher, wo vorher die Scheiben im Heck waren.

Wie genau es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch unklar. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei aber von Brandstiftung aus.

Das ist bisher bekannt: Am Mittwochmorgen um 3.30 Uhr ging beim Polizeihauptrevier in Stralsund der Hinweis ein, dass am Busbahnhof ein Fahrzeug brennen würde. Als die Beamten am Tatort eintrafen, stand der Opel bereits komplett in Flammen. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte das Feuer dann löschen.

Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Stralsund sicherten anschließend Spuren am Tatort. Dabei wurde auch ein Fährtenhund eingesetzt. Nach Angaben von Polizeisprecherin Ilka Pflüger erhoffte man sich von dem Tier Hinweise darauf, in welche Richtung die Täter geflohen sind.

Es war bereits die zweite Brandnacht in Folge. Schon am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr drei Brände innerhalb von 20 Minuten in der Frankenvorstadt löschen. In der Smiterlowstraße stand eine Ladung Sperrmüll in Flammen. Bei dem Feuer wurde ebenfalls ein Auto beschädigt. Außerdem brannten am Frankendamm an zwei verschiedenen Stellen Papiercontainer, die dadurch zerstört wurden. Ein Hubschrauber suchte aus der Luft nach den Tätern. Der Schaden wurde auf 10 000 Euro geschätzt. „Wir überprüfen, ob es eine Verbindung zwischen den Bränden am Dienstag und am Mittwoch gibt“, sagte Sprecherin Ilka Pflüger.

Die Nachbarstadt Greifswald wird bereits seit einiger Zeit von einer Brandserie erschüttert. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag der Vorwoche waren insgesamt vier Feuer gelegt worden. Drei Wochen zuvor brannte es innerhalb von drei Stunden an fünf verschiedenen Stellen in der Nacht. Bereits zum zweiten Mal bestand akute Gefahr für Anwohner. Bis zu 20 seit März gelegte Brände könnten auf das Konto des Feuerteufels gehen. Nach Polizeiangaben gibt es derzeit aber keine Anhaltspunkte für eine Verbindung zu den Feuern in Stralsund.

Die Polizei bittet um Unterstützung. Wer in den beiden vergangenen Nächten etwas beobachtet hat, möge sich im Revier Stralsund unter der Nummer ☎ 03831/28900 melden.

Alexander Müller und Jens-Peter Woldt

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