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Backsteinbau unterm Hammer

Stralsund Backsteinbau unterm Hammer

Ein Gebäudekomplex aus dem Jahr 1855 wird im Dezember versteigert. Derzeit befinden sich in den beiden Häusern Wohnungen.

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Der Gebäudekomplex Zur Sternschanze 27/29 auf dem Dänholm wird versteigert. Fotos (3): Maik Bleidorn

Stralsund. Immobilie unterm Hammer: Der Gebäudekomplex Zur Sternschanze 27/29, der auf dem Dänholm steht, wird versteigert. Die Auktionshaus Karhausen AG wird das Objekt im Katalog der Herbst-Auktion präsentieren, im Dezember dieses Jahres ist die Versteigerung dann vorgesehen. Der Einstiegspreis liegt bei 495000 Euro.

OZ-Bild

Ein Gebäudekomplex aus dem Jahr 1855 wird im Dezember versteigert. Derzeit befinden sich in den beiden Häusern Wohnungen.

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Der denkmalgeschützte Backsteinbau aus dem Jahr 1855, ein einstiges Beamtenwohngebäude in L-Form, besteht aus zwei Baukörpern. Das bereits sanierte Mehrfamilienhaus Nummer 29, mit einer Nutzfläche von etwa 355 Quadratmetern, besteht aus drei Wohnungen und zwei Appartements, die bereits bezugsfertig sind.

Für das Haus Nummer 27 mit einer Nutzfläche von 1300 Quadratmetern sind ebenfalls Wohneinheiten vorgesehen. Vier Wohnungen sollen jeweils in den beiden Aufgängen des Hauses entstehen. Allerdings haben an diesem Gebäude die Sanierungsarbeiten erst begonnen.

„Das Objekt verfügt über ein vielfältiges Entwicklungspotenzial“, sagt Auktionatorin Katrin Fleischer. Vor allem, weil die Insel Dänholm in den vergangenen Jahren wieder in den Fokus der Hansestadt gerückt ist. Denn der Dänholm hat einiges zu bieten. Als Wiege der preußischen Marine seit dem 19. Jahrhundert auch militärisch genutzt, erinnern heute Denkmäler wie Sternschanze und der Kanonenbootschuppen an bewegte Zeiten. In diesem Schuppen hat Holzkünstler Raik Vicent seine Arbeits- und Ausstellungsräume gefunden. Außerdem zieht das Nautineum, eine Außenstelle des Meeresmuseums, Besucher an.

Größtes Pfund, mit dem die Insel vor Stralsund wuchern kann, ist die Natur. Die großzügigen Naturräume sollen bei der künftigen Entwicklung des Dänholms eine wichtige Rolle spielen.

Bereits im Jahr 2011 gab es einen Workshop mit reger Bürgerbeteiligung, bei dem es darum ging, was mit dem Areal passieren könnte. Mit diesen Ergebnissen entstand schließlich ein Rahmenplanentwurf, in dem unter anderem ein vier Kilometer langer Radrundweg vorgesehen ist.

„Wir können uns auch vorstellen, dass nach Absprache auch andere Nutzungen für den Gebäudekomplex möglich sind“, sagt Katrin Fleischer. „Etwa im Bereich Freizeit, Beherbergung oder für einen Gewerbebetrieb.“

Das Auktionshaus ist für die Versteigerung außergewöhnlicher Immobilien bekannt. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Bahnhöfe, Eisenbahnbrücken, Schlösser und Wälder vermarktet.

Weitere Informationen gibt es unter ☎ 03831/288381 oder auf der Seite www.karhausen-ag.de.

Aus der Geschichte des Dänholms

Der Dänholm ist eine Insel zwischen Stralsund und Rügen. Die Ziegelgrabenbrücke verbindet den Dänholm mit dem Festland.

1288 wird die Insel im ersten Stadtbuch Stralsunds urkundlich erwähnt, damals noch unter dem Namen „Strale“.

1849 entschied das preußische Kriegsministerium, auf dem Dänholm ein Marinedepot einzurichten.

1850 wurde mit dem Bau eines Hafens begonnen, der aber zunächst nur eine Einfahrt von Osten erhielt. Zu dieser Zeit entstanden auch Kanonenbootschuppen, Wachgebäude und Wohnhäuser.

1860 bekam der Hafen eine zusätzliche Einfahrt von Westen, wodurch die Insel geteilt wurde. Eine hölzerne Klappbrücke verband die beiden unterschiedlich großen Teile.

Bis 1991 wurde das Gelände phasenweise immer wieder militärisch genutzt, bis die Bundesmarine die Anlagen 1991 schließlich ganz räumte.

Miriam Weber

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