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Bad Sülzer ist der klügste Knirps im Norden

Bad Sülze Bad Sülzer ist der klügste Knirps im Norden

Der zwölfjährige Julian Eska gewinnt die NDR-Quizshow „Leuchte des Nordens“

Bad Sülze. Stolz hält Julian Daniel Eska den Pokal „Die Leuchte des Nordens“ in die Kamera. Gestern Abend konnten Zuschauer verfolgen, wie der Bad Sülzer die NDR-Quizshow gewinnt. Der Zwölfjährige trat für Mecklenburg-Vorpommern an und musste sich gegen starke Konkurrenten durchsetzen. Für Niedersachsen ging Maya Lutz an den Start, für Schleswig-Holstein Fabian Baer, für Bremen Fabio Windt und für Hamburg Leni Fee Gört.

 

OZ-Bild

Julian Daniel Eska (12) aus Bad Sülze hat die NDR-Quizshow gewonnen. Moderator Jörg Pilawa überreichte ihm dem Pokal „Die Leuchte des Nordens“.

Quelle: Foto: Familie Eska

Dass Julian gerne in Mecklenburg-Vorpommern lebt, zeigte der Junge den Fernsehzuschauern. Bei der Show trug er ein Shirt mit der Aufschrift „M-V tut gut“. Bevor es Julian Eska allerdings in die Quizsendung schaffte, musste er zunächst zu einem Casting nach Schwerin fahren. „Dort waren drei andere Kinder aus unserem Bundesland. Wir mussten alle Fragen beantworten und es wurde von uns ein kurzes Video gedreht, um zu schauen, wie wir vor der Kamera sind“, berichtet der Sechstklässler, der die Regionale Schule in Tribsees besucht. Kurze Zeit später habe er dann eine Zusage bekommen, dass er bei der Quizshow dabei sei.

Aufgezeichnet wurde die Sendung bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern fuhr der damals Elfjährige ins Studio nach Hamburg. „Wir wurden sehr freundlich empfangen. In der Maske haben sich alle über mein Shirt schlapp gelacht“, berichtet Julian. Vor der Sendung lernten die jungen Teilnehmer auch Moderator Jörg Pilawa kennen. „Er war sehr nett und meinte, dass wir nicht aufgeregt sein müssen“, erklärt der Sechstklässler.

In der Show schaffte es der Bad Sülzer dann bis ins Finale und beantwortete souverän die Fragen rund um Norddeutschland. „Am Anfang war ich schon nervös, aber hinterher wurde es besser“, sagt der Bad Sülzer. Am meisten Respekt habe Julian vor Fragen rund ums Fernsehen gehabt. Seine Stärke: Mathe. „Jörg Pilawa hat mich ja auch als Mathe-Genie bezeichnet“, sagt Julian, der auch noch Geschwister hat – zwei Schwestern und einen Bruder.

Im Finale musste der Mecklenburg-Vorpommer gegen Leni Fee Gört antreten. „Ich habe Kopfhörer aufbekommen, während sie fünf Fragen beantworten musste. Sie hatte zwei richtig. Danach wurden mir die gleichen Fragen gestellt“, berichtet der Zwölfjährige. Nach der dritten richtigen Antwort von Julian stand der Sieger fest.

Doch für den Sieg hat der Sechstklässler auch einiges getan. „Meine Eltern und meine Geschwister haben mir dabei geholfen. Ohne meine Familie hätte ich es nicht geschafft. Wir sind vorher alle möglichen Fragen rund um Norddeutschland durchgegangen und haben sehr viel geübt“, sagt Julian. Die Frage, welches die kleinste Stadt des Bundeslandes Bremen ist, hätte er sonst auch nicht richtig – mit Bremerhaven – beantworten können.

Den Pokal „Die Leuchte des Nordens“ will Julian zu seinen anderen Pokalen in sein Kinderzimmer stellen. In seiner Freizeit spielt er Handball beim Ribnitzer HV, Fußball bei der SG Wöpkendorf und Posaune. Eine große Herausforderung sei es gewesen, bis zur Ausstrahlung der Sendung keinem zu verraten, dass er die Show gewonnen habe. Doch nun darf Julian es heute endlich allen sagen. Er selbst durfte sich die Sendung gestern Abend natürlich im Fernsehen anschauen, auch wenn sie erst um 22.05 Uhr gezeigt wurde.

Noch eine „Leuchte“

Der Ribnitz-Damgartener Jens Stadtaus gewann im April vergangenen Jahres ebenfalls die NDR-Quizshow und holte den Pokal „Die Leuchte des Nordens“ in die Region. Bei dem Rechtsanwalt war es ein knapper Sieg: Sechs Fragen hatte Jens Stadtaus in der Finalrunde richtig beantwortet, fünf sein Gegner, der übrigens aus Buxtehude, der Partnerstadt Ribnitz-Damgartens kam.

Anika Wenning

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