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Stralsund Badrow relativiert Haltung zu Theater-Plänen
Vorpommern Stralsund Badrow relativiert Haltung zu Theater-Plänen
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06:42 30.06.2014
Mit Open-Air-Produktionen wie den Abrafaxen will das Theater jetzt im Sommer mehr Publikum anlocken. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Stralsund

Nach dem Bekanntwerden der umstrittenen Theater-Sparpläne von Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hat Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) seine Haltung etwas relativiert. „Die Entscheidungen werden am Ende hier gefällt“, machte Badrow vor der Bürgerschaft deutlich.

Stralsunds Oberbürgermeister, sein Greifswalder Amtskollege Arthur König und Landrat Ralf Drescher (beide CDU) hatten Brodkorbs Pläne zuvor in einer gemeinsamen Presseerklärung als „geeignete Grundlage für die weitere Diskussion“ bezeichnet, mit der „Einsparungen vom Grundsatz her möglich sind“.

Die Stralsunder Bürgerschafts-Abgeordnete Anett Kindler (Grüne) hatte zu dem Thema von der Stadtverwaltung mehr Informationen gefordert und Badrow vorgeworfen, dass die Mitglieder der Bürgerschaft dazu mehr aus der Zeitung erfahren würden als aus dem Rathaus. Daraufhin kritisierte Badrow Brodkorb für dessen Informationspolitik. Er sei zu einer Runde in Schwerin, in der der Minister die Pläne vorgestellt habe, gar nicht eingeladen gewesen, sagte der OB.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass den Theatern in Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und Neustrelitz ein Kahlschlag droht. Von 485 Stellen am Theater Vorpommern sowie der Theater und Orchester GmbH in Neubrandenburg und Neustrelitz (TOG) soll bis 2020 ein Fünftel gestrichen werden, um 5,8 Millionen Euro einzusparen (die OZ berichtete). Die beiden bislang eigenständigen Theater sollen zu einem Staatstheater mit vier Standorten fusionieren, auf die die einzelnen Sparten verteilt werden. Dies geht aus einem Gutachten der Münchener Beratungsgesellschaft Metrum hervor, das die Landesregierung in Auftrag gegeben hat.

Als nächstes sollen diese Ergebnisse nun in den Kommunen und Kreisen diskutiert werden. Brodkorb hat aber bereits betont, dass die Städte und Landkreise als Träger der Theater steigende Kosten selbst ausgleichen müssten, sollten sie sich weigern, Reformen umzusetzen. Das Land werde seinen Jahreszuschuss von 35,8 Millionen Euro für alle Theater in MV nicht erhöhen. Passiert nichts, stecken die Bühnen im Osten des Landes im Jahr 2020 mit knapp sechs Millionen Euro in den roten Zahlen.



Benjamin Fischer

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