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Baustellen-Flut: Autofahrer verzweifeln

Stralsund Baustellen-Flut: Autofahrer verzweifeln

Staus auf Umleitungsstrecken: In der Wasserstraße wird es immer enger und lauter.

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Gedränge auf der Wasserstraße: Durch die neue Sperrung des Frankenwalls weichen viele Autofahrer über diese Strecke aus.

Stralsund. Nichts geht mehr in der Karl-Marx-Straße, am Frankendamm, in der Wasserstraße... Die neue Sperrung des Frankenwalls seit Montag hat erhebliche Auswirkungen auf den Stadtverkehr. Und dann noch Bauarbeiten auf der Ortsumgehung. Langsam verzweifeln die Autofahrer. Ulla Trösch hat an all das gar nicht gedacht. „Ich kam zum Probearbeiten glatt fünf Minuten zu spät“, ärgert sich die 19-Jährige. „Jetzt weiß ich, dass man mehr Zeit einplanen muss.

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Wenn es nötig ist, muss gebaut werden. Allerdings müssten dann auch Park+Ride-Plätze ausgebaut und besser ausgeschildert sein.“Stephan Nagel (45), Tourist aus Suhl

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Gab es Anfang der Woche schon kein Durchkommen in der City, bildete sich gestern eine Blechkarawane auf der Ortsumgehung zwischen den Anschlussstellen Feldstraße und Altstadt. Dort wird der Asphalt erneuert. Viele fragen sich, warum das schon nötig ist. Der Straßenabschnitt war im Jahr 2007 übergeben worden. Dass die Verschleißschicht einer Straße erneuert werde, sei abhängig von der Belastung und dem Zustand und im Durchschnitt alle fünf Jahre nötig, sagt Hans-Jürgen Höcker vom Straßenbauamt.

Zu den Stralsunder Baustellen-Geplagten gehört Eckhard Kellermann. Der Mann aus Bergen wollte seinen Urlaubstag in der Altstadt verbringen. „Die Situation ist schon katastrophal, es sind einfach zu viele Baustellen. Zum Glück hatten wir Zeit und die sollten auch alle anderen Touristen haben und Verständnis mitbringen. Sie haben schließlich Urlaub“, meint der Rüganer, der den Tag zum Einkaufsbummel mit seiner Frau nutzte.

„Wenn es nötig ist, muss nun mal gebaut werden, da können wir mit leben“, zeigt sich Stephan Nagel tolerant. „Allerdings müssten dann auch Park+Ride-Plätze mehr ausgebaut und besser ausgeschildert sein“, schlägt der 45-Jährige vor. Der Tourist aus Suhl nutzt solche Gelegenheiten auch in anderen Städten gerne.

Andreas Kanehl vom Angelladen in der Wasserstraße, die zu den Hauptverlieren gehört und eine starke Mehrbelastung verkraften muss, sagt: „Ich glaube schon, dass viele Touristen bereit sind, außerhalb zu parken. Denn auch die sind sauer und genervt, dass sie nicht vernünftig in die Stadt geführt werden“, wünscht sich der 41-Jährige ebenfalls ein besseres Leitsystem zum Park+Ride-Platz auf der Mahnkeschen Wiese. Dieser wird jedoch, genau wie die Buslinie von dort in die Stadt, kaum genutzt.

Die aktuelle Verkehrslage sieht er kritisch. „Der übliche Berufsverkehr am Morgen und Nachmittag ist gar kein Problem. Aber wenn die Touristen und Reisebusse dazu kommen, wird es katastrophal“, so Kanehl. Mittlerweile fahren viele seiner Kunden einfach weiter, da sie keine Möglichkeit sehen, für einen kurzen Einkauf zu halten. Und wer fährt schon für fünf Minuten ins Parkhaus?

„Bei geöffneter Ladentür ist es bei uns nicht mehr auszuhalten. Da bekommen wir die Umleitung deutlich zu spüren“, bestätigt Martina Geng, die in der benachbarten Bio-Insel Bäckerei die Tür geschlossen hält, damit die Kunden in Ruhe ihr Frühstück genießen können.

„Wir haben Verständnis dafür, dass gerade das Zentrum nicht befahren werden soll, wenn rundherum genügend Parkmöglichkeiten sind. Aber die Umleitung war teilweise nicht gut angekündigt“, meint Ernst Heinzelmann aus Winnenden.

In der Gentzkowstraße herrscht inzwischen generelles Halteverbot, da hier der Verkehr vom Tribseer Damm durchgeleitet wird. Ein Ende der Verkehrsplage ist nicht in Sicht, weil die Sperrung in Höhe Deutscher Bank ein Jahr dauert.

„So ist das bei Baumaßnahmen, die sind immer mit Beeinträchtigungen verbunden“, sagt Stephan Bogusch, Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün. „Wir schauen uns die Situation natürlich genau an, aber unsere Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt. Die jetzt über die Wasserstraße ausweichen, sind meistens Leute mit Ortskenntnis. Wir können da wenig an der Beschilderung ändern.“

 

Wenke Büssow-Krämer und Andreas Lindenberg

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