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Stralsund Bauverzögerungen an Ostmole verderben die Saison
Vorpommern Stralsund Bauverzögerungen an Ostmole verderben die Saison
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00:33 05.03.2018
Stralsund

In den Häfen wird’s eng. Die Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten an der Ostmole haben für die Wassersportler der Hansestadt weitreichende Folgen.

Ursprünglich war im Juli dieses Jahres mit dem Ende der Bauarbeiten gerechnet worden, nun ist der Dezember anvisiert (OZ berichtete). Das heißt im Klartext, dass die Steganlagen, die immerhin Platz für 250 Lieger bieten, in dieser Saison nicht nutzbar sind.

„Wir sind derzeit sowohl mit der Stadt als auch den Betreibern der Marina an der Nordmole wegen alternativer Liegeplätze im Gespräch“, erklärt Michael Lüdtke, Vorsitzender des Wassersportzentrums auf dem Dänholm (WSZ). Auch die Stadt suche nach weiteren Möglichkeiten, denn „im Langenkanal können nur einige Liegeplätze in geringem Umfang angeboten werden“, wie Pressesprecher Peter Koslik erklärt.

Die Frage, ob die Boote auf dem Dänholm überhaupt ins Wasser gekrant werden können, treibt die Eigner um. Viele von ihnen haben ihre Schiffe auf der Insel im Sund im Winterlager stehen, nutzen den Kran, der dort an der Ostmole steht. „Wir gehen davon aus, dass wir an den Wochenende im April und vielleicht bis Mitte Mai kranen können“, schaut Michael Lüdtke voraus. Das bedeute allerdings einen hohen Organisationsaufwand. Denn ein Ponton muss freitags zum Kran und sonntags wieder weggebracht werden, abgesehen davon, dass die Boote am besten optimal vorbereitet immer nacheinander ins Wasser gehoben werden. „Das wird Arbeit im Akkord“, so Lüdtke, fügt aber hinzu: „Sowohl die Baufirmen als auch die Stadt und wir als Wassersportzentrum versuchen immer, Lösungen im Konsens zu finden.“ Im Moment würde damit begonnen werden, zu erfassen, wie viele Eigner überhaupt ihre Boote zu Wasser lassen wollen.

Auch für einige Segel-Veranstaltungen im Sommer werden die Bauverzögerungen zu einem Problem. „Bei Regatten konnten Gastlieger sonst kostenlos im Hafen liegen. Das geht nun nicht“, sagt Michael Lüdtke.

Erleichtert sind die Wassersportvereine der Stadt darüber, dass die Mehrkosten in Höhe von einer halben Million Euro, die bei der Sanierung der Mole bereits jetzt zu Buche stehen, nicht auf die Vereine umgelegt werden. Das sieht bei einem weiteren Vorhaben etwas anders aus. „In Abstimmung mit dem Wassersportzentrum soll die Erneuerung des Landanschlusses, das ist das Zwischenstück zwischen Ostmole und Ufer, in das Bauvorhaben zusätzlich mit aufgenommen werden“, erklärt Stadtsprecher Peter Koslik. „Für die hierfür erforderlichen Kosten in Höhe von 500000 Euro wurde beim Landesförderinstitut (LFI) eine Förderung beantragt.“ Das Wassersportzentrum würde dann den Eigenanteil von 10 Prozent finanzieren, wie Michael Lüdtke hinzufügt. „Allerdings“, betont Peter Koslik, „sofern keine Förderung erfolgen sollte, wird der Landanschluss nicht erneuert.“

Derzeit werden auf der viel diskutierten Baustelle die Sinkstücke geborgen. Bis zum Ende der kommenden Woche sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann geht es an die Bohrlochsondierungen für die Rammtrassen und Einzelpfähle – wenn denn alles nach Plan läuft.

Miriam Weber

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