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Stralsund Beeindruckende Mariengruppe ziert die Leplower Kirche
Vorpommern Stralsund Beeindruckende Mariengruppe ziert die Leplower Kirche
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00:05 01.08.2016
Vernissage: Sie haben die Skulpturengruppe gestaltet. Quelle: Peter Schlag

Künstler gehen in Kirchgemeinden, arbeiten dort gemeinsam mit Interessierten an einem Projekt. Das ist das Motto bei „Artist in Parish“. In Vorbereitung des Jubiläums 500 Jahre Reformation, das 2017 gefeiert wird, ist dieses Projekt in neun Kirchgemeinden der Nordkirche umgesetzt worden.

Nächstes Jahr Jubiläum

500 Jahre Reformation werden im kommenden Jahr gefeiert. Das Kunstprojekt „Artist in Parish“ findet in Vorbereitung auf das Jubiläum in mehreren Kirchgemeinden der Nordkirche statt. Innerhalb des Sprengels Mecklenburg und Vorpommern hatte sich die Kirchgemeinde Semlow-Eixen darum beworben und wurde ausgewählt.

Für Ursula Dietze war die Leplower Kirche in den vergangenen Monaten wiederholt Werkstatt. Die Künstlerin aus Friedrichstadt hat hier gemeinsam mit Interessierten eine Skulpturengruppe geschaffen.

„Mit Maria“ ist deren Titel. Was schon eine Menge aussagt über das, worum es geht. Christen verehren Maria als Mutter Jesu. Sie wiederum lobt mit dem Magnifikat die Gnade. Doch wie stellt man dies dar? In der Leplower Kirche stehen nun, auf einem hölzernen Podest, Eisenunterteile, auf ihnen wiederum sind tönerne Köpfe. Sie umrahmen Maria, die gen Himmel blickt. Bekleidet ist sie mit einem metallenen Mantel, auf dem Schoß liegt eine Dornenkrone.

Im Juni hatte Ursula Dietze begonnen, an dieser Gruppe zu arbeiten. Da gab es 17 Eisenunterteile. Und sonst nichts. Aber Ideen. Und Helfer. Zahlreiche Interessierte haben jeweils einen Kopf gestaltet. Haben sich auf das Experiment eingelassen, dies mit geschlossenen Augen zu tun. Nur fühlen und empfinden. Und dann schauen. Für Ursula Dietze eine durchweg spannende Gemeinschaftsarbeit.

„Bis zum Schluss weiß man nicht, ob es so wird, wie man sich das vorstellt.“ Acht Kinder, fünf Jugendliche sowie 13 Erwachsene haben mitgestaltet. 17 Köpfe umrahmen Maria. Zwölf sind an den Lehnen der Sitzbänke befestigt. Blickfänge in der Kirche. Skulpturen, die die Kirche lebendig machen.

Das hat sich am Sonntagnachmittag bei einem festlichen Gottesdienst gezeigt. „Ein wunderschönes Projekt. Die Tonköpfe in den Reihen, das sieht toll aus“, lobt Arnd Schomerus. Der Kirchentagspastor aus Fulda hielt gestern die Predigt. Ingrid Gräßer gehörte zu den Teilnehmerinnen des Projektes. Durch Zufall. Sie kommt aus der Region, lebt jetzt in Berlin. Im Urlaub wurde sie auf das Projekt in der Leplower Kirche aufmerksam, hat einen der Köpfe gestaltet. „Es hat großen Spaß gemacht. Die Skulpturengruppe ist beeindruckend“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen.

Peter Schlag

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