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Stralsund Bei Schülern und Unternehmern Neugier auf China wecken
Vorpommern Stralsund Bei Schülern und Unternehmern Neugier auf China wecken
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00:05 10.02.2017
Das Konfuzius-Institut hat seinen Sitz im ehrwürdigen Wulflam-Haus am Alten Markt. Mit dem roten chinesischen Glücksknoten haben Andrea Döteberg, Leiterin der Geschäftsstelle und Prof. Falk Höhn, Vorsitzender des Trägervereins, ihr Büro geschmückt. Quelle: Foto: Jörg Mattern

Mit einer Reihe von Lehrgängen ist das Konfuzius-Institut (KI) am Alten Markt im Januar in das chinesische neue Jahr des Hahnes gestartet. Mit dem Interesse der Stralsunder an den Chinesisch-Sprachkursen ist Professor Falk Höhn durchaus zufrieden. „Bislang interessieren sich 15 Leuten für unsere Sprachlernangebote“, berichtet der Vorsitzende des KI-Trägervereins. Die Stralsunder befinden sich da in guter Gesellschaft. Immerhin wird die Anzahl der Chinesischlernenden deutschlandweit auf etwa 30000 Interessenten geschätzt. Und in Stralsund haben die Kursbesucher mit der 41-jährigen Muttersprachlerin Tang Yao seit vergangenem Herbst eine versierte Lehrerin.

„Jetzt wollen wir auf die Schulen zugehen“, sagt Höhn. Ziel ist es, in der Hansestadt eine Einrichtung zu finden, die Chinesisch als 3. Fremdsprache anbieten möchte. Möglich sei auch, eine Art Arbeitsgemeinschaft für sprachinteressierte Schüler ins Leben zu rufen. Die Chance ist groß, dabei nicht nur fremde Vokabeln und Schriftzeichen zu büffeln, sondern auch in direkten Kontakt mit der chinesischen Kultur zu kommen.

„Wir haben die Möglichkeit, als Stralsunder Konfuzius-Institut bis zu 20 Jugendliche zur Sommerakademie des Hanban-Instituts nach China zu schicken“, sagt der Vereinschef. Wichtige Voraussetzung:

Kenntnisse der chinesischen Sprache. Die Kosten der Sprachreise übernimmt Hanban, die Hauptverwaltung der weltweit über 470 Konfuzius-Institute.

Neben der Vermittlung chinesischer Sprache und Kultur hat sich das Institut am Sund auch die Förderung von Wirtschaftskontakten zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Nach einer ersten Begegnung im November vergangenen Jahres steht nun für April bereits das nächste Treffen auf der Agenda.

„Von der chinesischen Seite aus werden die ersten Schritte dieser Wirtschaftsplattform aufmerksam beobachtet, weil das Stralsunder KI hier gewissermaßen als Vorreiter Neuland betritt“, sagt Professor Höhn.

So kam zur Eröffnung der ersten Kontaktanbahnung im November vergangenen Jahres eine 15-köpfige Delegation aus Hefei nach Stralsund. Duan Wei, Geschäftsführer der Chinesischen Handelskammer in Deutschland, hielt den Einführungsvortrag. Auf deutscher Seite zählte Dr. Wolfgang Blank, Präsident der Industrie und Handelskammer Neubrandenburg, ebenso zu den Gästen wie Wirtschaftsförderer der Hansestadt ,Vertreter der Stralsunder Mittelstandvereinigung sowie der Fachhochschule und von der Universität Greifswald.

„Derzeit laufen die Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung der Wirtschaftsplattform im April“, sagt Falk Höhn. Das Thema wird dann sein: Bio-Medizin, Bio-Technologie und Gesundheitswirtschaft.

Ziel ist es, dazu Vertreter von klein- und mittelständischen Unternehmen aus dem Reich der Mitte sowie aus Mecklenburg-Vorpommern zu einem fachlichen Austausch zusammenzubringen.

Damit ist die Themenwahl gar nicht so weit weg von Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM, einer der tragenden Säulen des Konfuzius-Instituts am Sund. In Stralsund hat eins von weltweit nur drei Konfuzius-Instituten seinen Sitz, die einen Schwerpunkt auf TCM haben. Diese 2000 Jahre alte Heilkunde wird hier nicht nur in Vorträgen und praktischen Anwendungen vorgestellt. An sie knüpfen sich auch wissenschaftliche und wirtschaftliche Hoffnungen.

So ließ Prof. Horst Klinkmann, Berater der Landesregierung MV in Sachen Gesundheitswirtschaft, im August letzten Jahres zur Eröffnung des Konfuzius-Instituts durchblicken, dass er Stralsund als Standort eines künftigen Instituts für synergistische Medizin für geeignet halte. Diese Einrichtung könnte die Heilkunden verschiedenster Kulturräume auf wissenschaftlicher Basis zusammenführen uns so zu einer Synthese östlicher und westlicher Medizin führen.

Chinesisch-Sprachkurs für Kinder startet im März

Das Konfuzius-Institut Stralsund ist ein eingetragener Verein, der am 12. März 2016 gegründet wurde.

Ziele der Arbeit sind neben der Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur, die Förderung des wirtschaftlicher Austauschs durch Kontaktanbahnung von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus MV und China sowie die Vermittlung von Kenntnissen über die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

Eröffnet wurde das Konfuzius-Institut Stralsund am 30. August 2016 in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Botschafter Chinas in Deutschland, Exzellenz Shi Mingde.

Aktuell laufen am Institut drei Anfängerkurse in chinesischer Sprache. Am 7. März startet ein Kurs Chinesisch für Kinder ab acht Jahren.

Die TCM steht am 15. Februar im Mittelpunkt eines Vortrages am KI.

Info: www.konfuzius-stralsund.de,

☎ 03831/3095823

Jörg Mattern

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