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Stralsund Beim Moderations-Workshop auf Politik-Debatte vorbereitet
Vorpommern Stralsund Beim Moderations-Workshop auf Politik-Debatte vorbereitet
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03:37 02.09.2013
Durch die zweistündige Veranstaltung führten (v.l.): Franz-Robert Liskow (CDU), die Moderatorinnen Nicole Walleck und Maria Bischoff sowie Sebastian Roloff (SPD), Lasse Roth (FDP), Ronja Thiede (Grüne) und Frank-Michael John. Quelle: Fotos: Wenke Büssow-Krämer
Stralsund

Statt sich nur die Plakate zur Bundestagswahl am Straßenrand anzusehen, wurden angehende Sozialassistenten der Stralsunder Ecolea-Schule angeregt, sich eingehend mit Politik zu befassen. „Gerade die jungen Leute wollen wir auf der Schultour zum Wahlgang motivieren und organisieren Podiumsdiskussionen vor bis zu 600 Schülern“, erklärt Frederike Zirden, die sich ehrenamtlich in der Politikfabrik Berlin engagiert. Die 28-jährige Politikstudentin hatte gemeinsam mit ihrem Kollegen Tim Kübel Mitglieder von Jugendorganisationen der Parteien nach Stralsund gelotst, um sich am Freitag den Fragen zu stellen.

Hemmungen waren schnell abgebaut. Besonders übers Bildungspaket und die Gehaltsunterschiede prallten die Meinungen aufeinander. Auch über die Frage, ob nicht nur eine Krankenkasse ausreicht. „Viele junge Leute, die sich noch nie für Politik interessiert haben, wurden motiviert. Eine gute Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen“, meint Dozentin Antje Zühr, die sich für ihre Klasse bei der Politikfabrik um den „Wahl Gang 13“ beworben hatte.

Wochenlang bereiteten sich die Schüler vor, stellten ihre Fragen zu allen wichtigen Themen zusammen. Ähnlich wie beim Kanzlerduell im Fernsehen sorgten im Heinrich-Heine-Ring zwei Schülerinnen als Moderatorinnen dafür, dass die Diskussionsrunde anständig über die Bühne ging. „Wir wurden extra zu Moderations-Workshops nach Berlin eingeladen, um uns vorzubereiten. Obwohl wir im Vorfeld einige Bedenken hatten, sind wir froh über den glücklichen Verlauf“, erzählt Nicole Walleck.

„Ich hätte mir die Veranstaltung gut in einem größeren Rahmen vorstellen können, damit eine breitere Masse angesprochen wird. Mir selbst hat es aber geholfen, meine Meinung zu festigen“, meint Carsten Heine. Zimperlich gingen die Azubis mit den Parteienvertretern nicht um, wenn sie um Stellungnahme zu Frauenquote oder Kitaplätzen baten.

Erstwähler Jerry Buchholz will sich noch eingehender mit den Wahlprogrammen beschäftigen. „Ich fand die Kommentare gut. Aber nur weil man jetzt einen Vertreter gehört hat, kennt man nicht das ganze Konzept“, meint der 18-Jährige, der auf jeden Fall sein Kreuz auf einem Wahlzettel machen will. „Man kann ja schließlich nicht immer erzählen wie schlecht alles ist, wenn man selbst nicht wählen geht“, sagt Anne Gisa.

Wenke Büssow-Krämer

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