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Stralsund Beim Thema Jugendarbeit trennen sich die Wege
Vorpommern Stralsund Beim Thema Jugendarbeit trennen sich die Wege
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05:31 12.06.2018
Das Kinderdorf in Steinhagen ist Aushängeschild der Jugendarbeit im Amtsbereich Niepars. Quelle: Ines Sommer
Niepars

Sie war immer das Vorzeigeprojekt und der ganze Stolz der zehn Gemeinden des Amtsbereiches Niepars – die Jugendarbeit. Auch durch schwierige Zeiten rettete man die Personalstellen. Doch in den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass die Kommunen unterschiedliche Wege gehen wollen. So wird es das Amtsmodell ab 2019 nicht mehr geben.

„Die Gemeinden wollen die Jugendarbeit selbst bestimmen, selbst in die Hand nehmen. Vielleicht gehen noch mal zwei Kommunen zusammen, das war’s dann aber“, fasst Peter Forchhammer, Verwaltungschef des Amtes Niepars, auf der letzten Amtsausschuss-Sitzung zusammen und ergänzt: „Jede Gemeinde muss nun entscheiden, mit welchem Träger sie einen Vertrag macht. Ich würde vorschlagen, dass man die Zeit einer Wahlperiode, also fünf Jahre, dafür auswählt.“ Bisher kristallisieren sich zwei Gruppen heraus: Jene, die mit dem bisherigen Träger Kreisdiakonisches Werk (KDW) in irgendeiner Form weitermachen will. Und die zweite, die die Jugendarbeit neu ausschreiben möchte.

„Für mich ist Fakt, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher“, so der Lüssower Bürgermeister Thomas Kamphues (CDU) und sagt weiter: „Das Wichtigste für uns ist, dass der anteilige Beitrag für die Jugendarbeit nicht nach Amtsumlage, sondern nach Einwohnerzahl berechnet wird. Die inhaltliche Arbeit soll eigentlich in den Händen des KDW bleiben.“ Für den bisherigen Träger sprach sich auch Jörg Zimmermann für die Gemeinde Groß Kordshagen aus. Gleiches gilt für Steinhagen und. Die Zarrendorfer Bürgermeisterin Ulrike Graap (parteilos) erklärt: „Wir sind bei uns sehr zufrieden mit der Arbeit des KDW, deshalb bleiben wir dabei. Wir zahlen allerdings jetzt 15 000 Euro und würden uns freuen, wenn das etwas weniger wird. Das ist jedenfalls die Aussage der Gemeindevertretung.“ Dass es billiger werde, sei gerade in Bezug auf Tariferhöhungen nicht anzunehmen, hieß es dazu aus der Runde.

„Wir als kleine Gemeinde Jakobsdorf würden uns gern bei anderen mit reinhängen, zum Beispiel bei Steinhagen und Zarrendorf. Nur wenn das alles nichts wird, steigen wir aus der Jugendarbeit aus“, berichtet Bürgermeisterin und Amtsvorsteherin Iris Basinski (CDU).

Dass sie die Jugendarbeit neu ausschreiben wollen (und dann könne sich das KDW ja wie andere Anbieter auch beteiligen), wissen bereits die Gemeinden Kummerow, Neu Bartelshagen und Pantelitz. Die Abgeordneten von Niepars haben sich dafür entschieden, ein Interessenbekundungsverfahren anzugehen. Das heißt, verschiedene Träger können ihre Vorstellungen äußern.

Nur in Wendorf steht eine Entscheidung noch aus. „Wir beraten in der nächsten Gemeindevertretersitzung darüber. Ich sehe da allerdings einen Widerspruch zwischen der Forderung aus der Haushaltskonsolidierung, keine freiwilligen Aufgaben zu finanzieren, und der Jugendarbeit, die ja genau so eine Leistung wäre“, ist sich Heinz-Werner Jennek (parteilos) unsicher, wie man in so einem Fall rechtskonform handeln soll.

Sommer Ines

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