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Stralsund 1600 Schüler entdecken ihre Stärken
Vorpommern Stralsund 1600 Schüler entdecken ihre Stärken
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06:00 29.11.2018
Learn about skills, der Berufswahlparcours - Projekt der Arbeitsagentur und des Landes MV und der EU macht derzeit Station in Stralsund. 1600 Schüler haben teilgenommen. Quelle: Miriam Weber
Stralsund

Berufsorientierung mal anders: 1600 Mädchen und Jungen der 7. und 8. Klassen aus Stralsund und der Region haben in den vergangenen Tagen am Berufswahlparcours teilgenommen. Bei dem Projekt der Arbeitsagentur für Arbeit, das vom Bildungsministerium und der EU gefördert ist, geht es vor allem darum, dass die Jugendlichen ihre Stärken entdecken und daraus Schlüsse für die spätere Berufswahl ziehen können.

„Wir erlauben uns den Luxus, uns zwei Stunden ausschließlich auf das Positive zu konzentrieren“, erklärt Projektkoordinatorin Nathalie Poensgen. Bei einem Erlebnisparcours sollen die Schüler an verschiedenen Stationen herausfinden, was sie interessiert und was ihnen Spaß macht. Bei manchen Teilnehmern gibt es da regelrechte Aha-Effekte. „Ich habe viel Neues über mich gelernt“, sagt Matti Roehl, der in der 7. Klasse an der Jona-Schule lernt und mit seinen Mitschülern am Mittwoch den Parcours besuchte. „Bisher war für mich immer klar, dass ich Arzt werden möchte, aber jetzt weiß ich, dass ich mir Gedanken um einen Plan B machen sollte.“ Natürlich sei es wichtig, dass die Schüler Träume haben, „und über die sprechen wir auch“, sagt Nathalie Poensgen. „Aber ihnen soll klar werden, dass es notwendig ist, eine Alternative im Hinterkopf zu haben.“

Während des Parcours absolvieren die Jugendlichen verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichem Anspruch. Mal müssen sie kreativ werden, mal Theater spielen, ihr handwerkliches Geschick zeigen oder sich als Team durch ein Labyrinth quälen. Gerade die Erfahrungen im Labyrinth sollen die Schüler möglichst auf das Leben übertragen. „Mal geht es nicht weiter und man muss einen Schritt zurückgehen, oder manchmal muss man sich Hilfe von außen holen“, erklärt Nathalie Poensgen. „Es ist unbedingt eine Stärke, sich Hilfe zu suchen – auch bei der Berufswahl.“

Und immer wieder gibt es Gespräche. Während sie für die Schüler fast wie nebenbei wirken, sind die Pädagogen, die die Stationen leiten und begleiten, aufmerksam dabei und verteilen Sticker für die Stärken der Kinder. Am Ende haben alle viele bunte Aufkleber in sieben Farben an den Klamotten, die für verschiedene Stärken stehen: Kreativität, Naturverbundenheit, handwerkliches Geschick, Kommunikation, Ordnung, logisches Denken und Hilfsbereitschaft.

„Je nachdem, wohin die Tendenz bei den Stärken geht, kann man für die Jugendlichen ein breites Feld an verschiedenen Berufen aufmachen“, erklärt Nathalie Poensgen. „Vor allem solche Berufe, die sie nicht auf dem Zettel hatten.“ Dafür wird eng mit der Arbeitsagentur für Arbeit zusammen gearbeitet, um die Ausbildungsberufe aufzuführen, die es in Stralsund und Umgebung gibt. „Der Berufswahlparcours hat sich etabliert“, sagt Christian Glaser von der Agentur für Arbeit. „Wir haben viele Anfragen. Anfangs war das Projekt für eine Woche hier, mittlerweile sind es zwei.“ Bei den Schülern jedenfalls kommen die Erlebnisse jedenfalls gut an. „Ich fand es richtig gut“, sagt Elisa Gärtner. „Ich habe einige Stärken erkannt, die ich noch nicht kannte und habe jetzt auch einen Plan B: Lehrerin. Über diesen Beruf hatte ich noch gar nicht nachgedacht.“

Als Abschluss haben am 29. November auch die Mütter und Väter der teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit, den Erlebnisparcours zu besuchen. Von 18.30 bis 20 Uhr findet dann in der Tennishalle des Hansedoms ein Informationsabend für Eltern statt.

Miriam Weber

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