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Biogas-Bus auf Werbetour vor dem Rathaus

Stralsund Biogas-Bus auf Werbetour vor dem Rathaus

Experten diskutieren über Möglichkeiten eines umweltfreundlichen Anbaus von Energiepflanzen.

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Mit dem Info-Bus unterwegs: Die Pressesprecherin des Fachverbandes Biogas, Andrea Horbelt, setzt auf eine Energiewende.

Quelle: Marlies Walther

Stralsund. „Biogas kann‘s“ — unter diesem Motto informierte der Fachverband Biogas auf dem Alten Markt über diese besondere Art der Energiegewinnung. „Unser Anliegen ist es, die Vorteile von Biogas aufzuzeigen und den Leuten zu erklären, wie so eine Anlage funktioniert“, so die Pressesprecherin des Vereins, Andrea Horbelt.

Seit dem 8. Juni ist der Bus, der mit Biogas fährt, in Deutschland unterwegs — bis zur Endstation am 18. September in Berlin. Immer noch seien viele Leute skeptisch. „Aber uns gelingt es meist, die Vorurteile zu entkräften“, ist Andrea Horbelt überzeugt. Aus ihrer Sicht ist die Energiewende ohne Biogas nicht zu schaffen und stelle deshalb eine elementare Säule dar. „Biogas ist speicherbar, abrufbar wenn die Nachfrage besonders groß ist, unabhängig von Wind und Sonne“, macht die 42-Jährige deutlich.

Der Aufwand der Tour sei schon relativ groß, „aber es hat sich gelohnt“, schätzt Andrea Horbelt bereits jetzt ein. Zu den Besuchern in Stralsund zählten am Dienstag viele Schulklassen, die sich von der Biogas-Expertin und zwei weiteren Mitarbeitern informieren ließen. Agustin (11), Justin (11), Maxi (11) und Marlon (12) zum Beispiel nutzten ihre Klassenfahrt, um vor dem Biogas-Bus am Glücksrad zu drehen. Das Thema alternative Energien ist den Jungs nicht fremd. „Wir haben auf unserem Haus eine Solar-Anlage“, erzählt Justin, der aus Nienburg bei Hannover kommt. Und auch die anderen drei wissen: „Aus Biogas kann man Strom gewinnen. Das ist umweltfreundlich“, wie Agustin erklärt.

Dass der Bus auf dem Alten Markt stand, hatte noch einen guten Grund: Im Rathaus lief zur gleichen Zeit die Tagung „Chancen und Möglichkeiten einer landschafts- und naturverträglichen Bioenergieerzeugung“.

Knapp 100 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung der Bioenergieregion Rügen, der Hansestadt und des Jagdverbandes Rügen teil. Landwirte, Jäger, Landschaftsplaner, Politiker und Touristiker diskutierten Möglichkeiten, Energiepflanzenanbau umweltfreundlich zu gestalten. Beispiele sind Jagdschneisen oder Blühstreifen, die die Artenvielfalt fördern und die Bodenqualität verbessern.

Ein wichtiges Ergebnis der Tagung war der Appell, das Verständnis füreinander zu festigen. Die Organisatoren sind sich einig: Durch eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten steht einer naturverträglichen Energiewende nicht mehr viel im Wege.

 

mw

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