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Parow Blick hinter die Kulissen der MTS

Hunderte Besucher informieren sich über die Marinetechnikschule / Spannende Show der Polizei-Hundestaffel

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Open-Ship im Militärhafen der Parower Marinetechnikschule: Viele Besucher nutzten zum Tag der offenen Tür die Möglichkeit, sich auch an Bord eines Kriegsschiffes umzuschauen. Fotos (6): Christian Rödel

Parow. Gemeinsame Sache haben die Bundeswehr und die Polizei auf dem Gelände der Parower Marinetechnikschule (MTS) beim Tag der offenen Tür gemacht. Die Soldaten stellten ihre Verteidigungstechnik zum Schutz gegenüber äußeren Feinden vor, und die Polizisten demonstrierten mit ihrer Diensthundestaffel, wie sie für die innere Sicherheit des Landes an der Verbrecherfront sorgen. Das ist 2016 gelebte Wirklichkeit der bewaffneten Organe in Deutschland, zumindest in Vorpommern und stellt vielleicht so etwas wie eine Vorwegnahme der zukünftigen engen Kooperation zwischen Bundeswehr und Polizei dar.

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Die vielen hundert Besucher sahen beim Tag der offenen Tür auf dem MTS-Areal jedenfalls beeindruckende Vorführungen, mit denen gezeigt werden sollte, dass die Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit in den Händen von professionellen Kräften liegt. Jana van Noppen ist eine junge Frau, die dabei an vorderster Front steht und als Polizeimeisterin in den Reihen der Stralsunder Diensthundestaffel eingreifen muss, wenn die Sicherheit der Öffentlichkeit gefährdet wird. „Ich war nach meiner Ausbildung zunächst bei der Bereitschaftspolizei und bin seit zwei Jahren in der Diensthundestaffel des Hauptreviers Stralsund tätig“, sagte die 27-jährige Stralsunderin, die gemeinsam mit ihrem Chef, dem Polizei-Oberkommissar Frank Patricke, und weiteren Kollegen die Polizeihunde-Vorführung organisiert hatte.

Die Übungen mit den Diensthunden heißen unter anderem „Stellen und Verbellen“ und „Waffensuche“. Ein auf der Flucht mit Platzpatronen um sich schießender Krimineller hatte im Rahmen der Übung keine Chance, sich der Staatsmacht zu entziehen. Der schnelle Zugriff, nachdem ein Diensthund ihm in Arme und Beine gebissen hatte, erfolgte ohne Probleme.

In unmittelbarer Nähe der Polizeiübung erläuterte Stabsbootsmann Steffen Kleinke, wie er und seine Kameraden als sogenannte schiffstechnische Taucher im Einsatz sind. Die Warnemünder Tauchergruppe ist auf der Hohen Düne stationiert und ist als schnelle Eingreiftruppe bei Unterwasserreparaturen von Marineschiffen unterwegs. Für Kinder waren die militärischen und polizeilichen Vorführungen naturgemäß besonders spektakulär!

Der siebenjährige Len Rickmann war mit seiner Mutter Manuela aus Parow auf Entdeckungstour, um sich den Arbeitsplatz des Ehemannes und Vaters genauer anzuschauen. Das Helmtauchgerät der Marinesoldaten hatte es dem Steppke dabei besonders angetan, und der kleine Mann staunte, welch großes Gewicht die Unterwasserausrüstung hat.

Bei den Erwachsen stand der für diesen Tag extra eingerichtete Bootsshuttle-Verkehr zwischen Parow und Stralsund hoch im Kurs. Trotz langer Schlange an der Kaimauer nahmen die Gäste Wartezeiten Kauf, um auf den MTS-Booten in See zu stechen. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter Glück, und so konnte auch das traditionelle Rennen mit den Ruderkuttern regenfrei absolviert werden. Die starken Teams des Stralsunder Anwaltvereins und der Deutschen Rentenversicherung hatten die Nase vorn. „Wir freuen uns über den vierten Platz, weil unser Altersdurchschnitt an Bord immerhin 59 Jahre war und wir damit unsere Fitness gegenüber den Jüngeren unter Beweis stellen konnten“, sagte Kriminalhauptkommissar Uwe Werner, der mit dem Polizei-Team, zu dem auch drei Frauen zählten, am Start war.

Mit einem Feuerwerk und einem bunten Bühnenprogramm endete der Tag der offenen Tür.

Militärischer Standort seit 1936

Die Marinetechnikschule (MTS) in Parow ist die technische Schule der Deutschen Marine. Die Schule besteht in ihrer jetzigen Form seit 1996 und ist die größte Ausbildungseinrichtung der Deutschen Marine.

Der Ort Parow ist bereits seit vielen Jahren Standort verschiedener militärischer Stützpunkte. So bestand von 1936 bis Ende des Zweiten Weltkriegs der Seefliegerhorst Parow.

Bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurden in der dortigen Flottenschule „Walter Steffens“ Mannschaften und Unteroffiziere der Volksmarine ausgebildet.

Die Hochschulreifeausbildung von Offiziersschülern der Volksmarine erfolgte ebenfalls an der Flottenschule. Diese studierten im Anschluss in der Regel an der Offiziershochschule der Volksmarine „Karl Liebknecht“ in Stralsund mit dem Berufsziel Offizier.

Im Zuge der Strukturreform der Marine nach 1990 wurde beschlossen, die Anzahl der Marineschulen in der Bundesrepublik zu reduzieren.

Die technische Ausbildung , die vorher an immerhin acht verschiedenen Standorten stattfand, sollte dazu in einer neu aufgestellten Marinetechnikschule konzentriert werden.

Mit der Entscheidung für den Standort Parow und der Grundsteinlegung am 30. November 1992 begann das größte Investitionsprojekt der Bundeswehr in den Neuen Ländern. In insgesamt drei Bauabschnitten zwischen 1992 und 2003 entstand die größte und modernste Schule der Marine. Dabei wurden nur wenige der alten Gebäude erhalten.

Verteidigungsminister Volker Rühe stellte am 28. März 1996 die Marinetechnikschule offiziell in Dienst. Nach der Technischen Marineschule II in Bremerhaven (1956–1982) wurde 2002 auch die MTS Lehrgruppe A in Kiel aufgelöst.

Christian Rödel

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