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Stralsund Borgwallsee-Weg: Gemeinden drohen mit Fördermittel-Rückgabe
Vorpommern Stralsund Borgwallsee-Weg: Gemeinden drohen mit Fördermittel-Rückgabe
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07:30 09.12.2017
Rund um den Borgwalsee sollte ein Wanderweg entstehen... Quelle: Ines Engelbrecht
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Steinhagen/Lüssow/Niepars

Aufschrei in den Gemeinden des Amtes Niepars: Für den geplanten Rundwanderweg um den Borgwallsee dürfen vorhandene Trassen nicht genutzt werden. „So steht es in den Förderrichtlinien des Landes“, hat der Nieparser Verwaltungschef Peter Forchhammer recherchiert. Man müsste also alles neu bauen, sollte kein Kompromiss gefunden werden...

Aber neu bauen – das wollen die Kommunen keinesfalls. Sie hatten sich im Sommer für das Projekt entschieden, weil es alte Wege wieder begehbar macht, Lücken schließt und so für Einheimische und Touristen ein attraktives Wandergebiet erschließt. 2,5 Millionen sollte das Ganze kosten. 90 Prozent wurden als Förderung in Aussicht gestellt. Den Bescheid hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sogar im Sommer schon übergeben (die OZ berichtete). Doch das millionenschwere Projekt könnte jetzt noch scheitern. „Wir steigen aus, wenn das Land an den Bedingungen festhält. Wir können doch nicht etwas Neues bauen, wenn daneben der alte Weg liegt. Das ist doch krank. Das kriegen wir doch keinem vermittelt“, sagt Bärbel Schilling. Die parteilose Bürgermeisterin aus Niepars sieht auch die Vorgabe, dass an der L21 nichts oder höchstens nur ein kleines Stück gebaut werden darf, als Riesenproblem.

„So ein Projekt macht nur Sinn, wenn man die zugewachsenen Wege wieder freilegt, höchstens Lückenschlüsse neu baut. Wir als Gemeinde Lüssow mit dem größten Anteil am Weg haben auf unserer letzten Gemeindevertretersitzung gesagt: Wenn das Land an der Neubau-These festhält, sind wir raus“, so Vize-Bürgermeister Hans-Walter Blunck (CDU). Und als Landwirt weiß er, dass man für eine neue Trasse Grundstücke braucht, die zum Beispiel die Bauern nicht einfach so hergeben.

Der Pantelitzer Bürgermeister Fred Schulz-Weingarten (CDU) erklärt, dass sich seine Gemeinde ohnehin schwer getan hatte mit dem Projekt. „Es gibt dringendere Aufgaben, sagten die Abgeordneten. Gut, bei 90 Prozent Förderung haben wir uns schließlich überreden lassen. Aber wenn jetzt solche Forderungen kommen, geht das alles wirklich an der Realität vorbei.“

Ines Sommer

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