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Stralsund Bürgermeister will Kita-Sanierung
Vorpommern Stralsund Bürgermeister will Kita-Sanierung
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00:00 16.04.2013
Die Ein- und Zweij�hrigen aus der Tribseeser Krippe d�rften noch den gr��ten Nutzen von einer modernen Kita haben. Vorausgesetzt, die Stadtvertreter stimmen ihr zu und die F�rdermittel kommen auch. Gestern freuten sich die Kleinen wie ihre Erzieherin Dagm Quelle: Reinhard Amler
Mädchen und Jungen

Die 2600-Seelen-Stadt will am 24. April ihren Haushalt für 2013 beschließen. Im Wesentlichen geht es an diesem Abend um ein klares Ja oder Nein zur Kindertagesstätte, sagt Thomas Molkentin (CDU). Er möchte gern, dass die Stadt das Vorhaben anpackt. Und das so schnell wie möglich. Denn für Molkentin bildet der Komplex Kita, Grundschule und Regionalschule, der in Tribsees mit den Jahren erfolgreich gewachsen ist, nicht nur eine Einheit, sondern auch den Eckpfeiler für den Fortbestand der ansonsten wirtschaftlich arg gebeutelten Kleinstadt.

„Mit dieser Infrastruktur sichern wir uns ein Stück Zukunft“, sagt er. Recht gibt ihm die Tatsache, dass die Kindertagesstätte mit ihren 174 Plätzen derzeit komplett ausgebucht ist. Prognosen sagen, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Und das hat nach Molkentins Meinung weniger mit dem ab 1. August geltenden Kita-Gesetz zu tun, das allen unter Dreijährigen einen Platzanspruch sichert, sondern mehr mit der allgemeinen Entwicklung in diesem Landstrich, 35 Kilometer südwestlich von Stralsund. Allen Unkenrufen zum Trotz werden in Tribsees und Umgebung nämlich noch ausreichend Kinder geboren. Die Kita ist nicht nur die größte im näheren Umkreis. Sie ist auch fast die einzige und durch die Symbiose mit den Schulen auch sehr beliebt.

1,4 Millionen Euro kostet die Komplettsanierung des 1986 eröffneten, dreistöckigen DDR-Plattenbaus, nachdem bereits in den zurückliegenden Monaten über 90 der 26 Jahre alten Fenster und ein Teil der Waschräume neu eingebaut bzw. umgestaltet worden sind.

Stimmen die Stadtvertreter mit ja, dann bekennen sie sich auch zu einem großen vierstelligen Eigenanteil, den Tribsees dann in seinen Haushalt zur Finanzierung einstellen muss. Wie er gegenfinanziert werden soll, weiß Molkentin noch nicht genau. „Dies hängt auch von der Höhe der Fördermittel ab, die jetzt beantragt werden mussten“, sagt er. Möglich, dass ein Großteil der Eigenmittel über einen Kassenkredit bereitgestellt werden muss.

Auch wenn es so ist und möglicherweise auf lange Sicht damit Geld für andere Vorhaben nicht zur Verfügung steht, sieht Molkentin ein Ja für die Kita als unausweichlich an. Es dürfe auch nicht außer Acht gelassen werden, so das Stadtoberhaupt, dass derzeit das Zinsniveau günstig sei. Einer Streckung der Sanierung auf mehrere Jahre erteilt er eine Absage.

Der Bürgermeister verhehlt nicht, dass mit einem Bekenntnis zur Sanierung auch die Elternbeiträge steigen werden. „Das müssen wir ehrlicherweise auch mitteilen“, sagt er. „Die Stadt ist nun mal kein Wohltätigkeitsverein. Sie muss wenigstens einen gewissen Teil der Kosten refinanzieren.“

Es dürfte daher spannend werden, wie sich die einzelnen Stadtvertreter zum Vorhaben positionieren. Denn alles muss genau abgewogen werden.

Noch gut in Erinnerung ist die letzte Sitzung, auf der verspätet im August 2012 der Haushalt beschlossen wurde. Trauer und Frust beherrschten damals die Szenerie, nachdem festgestellt worden war, dass die Stadt aufgrund gestiegener Umlagen und zu berücksichtigender Abschreibungen kaum noch Spielraum für Ausgaben hat. „Wir müssen uns von Liebgewordenem verabschieden“, hatte es Molkentin seinerzeit auf den Punkt gebracht. Tribsees war nämlich bis 2012 immer in der komfortablen Lage gewesen, viele Dinge durchsetzen zu können. Jetzt ist es schwer geworden, nicht nur große Brocken auf den Weg zu bringen. Geht es nach Molkentin, sollte 2013 unbedingt noch Kita-Baubeginn sein. Wahrscheinlich werden sich die Bauarbeiten dann weit ins kommende Jahr ziehen.

Geplant sind neben einer gedämmten Fassade auch der Einbau aller gesetzlich vorgeschriebenen Standards für den Brandschutz. Kita-Chefin Kornelia Werner würde natürlich lieber heute als morgen die Sanierung in Angriff nehmen, weil auch sie weiß, dass sie dringend notwendig ist. Sie hofft auf ein positives Votum der Abgeordneten.

Die Kita „Vier Jahreszeiten“
können die Kita „Vier Jahreszeiten“ besuchen. Sie gehört damit zu den größten Kita-Einrichtungen der Umgebung. Die Kita „Vier Jahreszeiten“ wurde 1986 übergeben. Es handelt sich um einen dreistöckigen Plattenbau, der im Rahmen des damals laufenden Wohnungsbauprogrammes realisiert wurde.

91Fenster hat die Kita. Sie wurden bereits im letzten Jahr ausgewechselt. Nun muss noch die Generalsanierung mit Wärmedämmung, Innenausbau und notwendigen Sicherheitseinrichtungen folgen, 1,4 Millionen Euro kostet diese Investition einschließlich der Planung.

Reinhard Amler

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(Kniepercenter), ☎ 39 03 22 (18-8 Uhr).☎ 03 83 26/8 02 64 (18-8 Uhr).☎ 03 83 20/61 80 (18.30-21 Uhr).(nach telefonischer Vereinbarung).☎ 0 16 28 52 54 49 (rund u.

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