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Busverspätung jetzt mit Ansage

Nahverkehr: Neuer Service und vorzeitiger Wechsel auf Winterfahrplan Busverspätung jetzt mit Ansage

Fahrgäste werden besser informiert. An den Haltestellen Bahnhof, Olof-Palme-Platz und Ventspilsplatz erfahren sehbehinderte Menschen auf Knopfdruck die Abfahrtzeit.

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Ortstermin am Bahnhof: Zur Einweihung der sprechenden Informationstafel waren Waltraut Neumann, Horst Schuldt, Heidi und Wilfried Schubert (vorne) vom Sehbindertenverband gekommen, um sich die Neuerung von Karsten Bööck (hinten) erläutern zu lassen.

Quelle: Jörg Mattern

Stralsund. Ein Druck auf den Knopf und es ertönt ein Gong. Dann fängt die Anzeigetafel an zu sprechen: „Ihre Verbindung: Bus Nummer 2, in drei Minuten nach Rügendammbahnhof.“ Ein bisschen geht die Männerstimme im Straßenlärm vor dem Hauptbahnhof unter. Doch Wilfried Schubert und Horst Schuldt sind dennoch begeistert. Beide sind im Blinden- und Sehbehindertenverein MV organisiert. „Das ist für uns Blinde eine große Hilfe“, sagt Horst Schuldt, der Vorsitzende der Gebietsgruppe Stralsund.

Karsten Bööck hört das gerne. „Als wir 2009 das rechnergestützte Betriebsleitsystem einführten, wurde diese dynamische Fahrgastinformation bereits mit geplant“, sagt der Betriebsleiter des SWS-Nahverkehrs. Dynamisch steht dafür, dass die Anzeigetafel in Echtzeit anzeigt — und jetzt auch ansagt — wie lange man noch auf den Bus warten muss. Praktisch, falls dieser im Stau stecken sollte.

Drei solcher Anzeigen sind inzwischen im Stadtgebiet aufgestellt worden. Neben der am Hauptbahnhof, am Olof-Palme-Platz und am Ventspilsplatz in Knieper West.

Wer nicht von einer dieser drei Haltestellen abfährt, muss dennoch nicht auf den Service verzichten. Vorausgesetzt, er verfügt über ein Smartphon mit Internetanschluss und einer Applikation (App) zum Scannen von QR-Codes. Damit sind inzwischen die Fahrpläne an allen Haltestellen ausgerüstet. Einmal kurz den Code eingescannt und schon sagt einem das Handy, wie lange der Bus noch bis zur Haltestelle braucht. „Über 200 Fahrgäste nutzen das bereits“, erklärt der Betriebsleiter.

Der Nahverkehr hat sich die Einführung der neuen Technik etwas kosten lassen. Alleine für die neuen Anzeigen wurden 130 000 Euro ausgegeben. „Mit einer 75-prozentigen Förderung durch das Land“, betont Karsten Bööck. Damit ist die Einführung des Betriebssystems abgeschlossen. Insgesamt hat das Unternehmen für die Bordrechner, das Computerleitsystem in der Zentrale und die Fahrscheinautomaten am Bahnhof, im Realmarkt und in der Sparkasse am Neuen Markt 930 000 Euro investiert.

Allerdings ist nichts so gut, dass es nicht noch etwas zu verbessern gibt. „Rund um den Pfosten mit dem Knopf sollte ein Aufmerksamkeitsfeld auf dem Boden angebracht sein“, sagt Wilfried Schubert, der im Landesverband des Blinden- und Sehbehindertenvereins in der Kommission Umwelt und Verkehr mitarbeitet. „So etwas hat viele große Noppen, so dass der Blinde schon beim Betreten merkt: Achtung hier ist etwas“, erläutert seine Frau Heidi Schubert.

Eine Idee für mehr Barrierefreiheit, die Karsten Bööck gerne aufgreift und zu deren Umsetzung er sich mit der Stadt in Verbindung setzen will. Auch Horst Schuldt will die guten Kontakte seines Vereins zu Stephan Bogusch, Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün der Stadtverwaltung, nutzen, um dieses Thema dort anzusprechen.

Baustellen sorgen ab Montag für Umleitungen
So früh wie nie läutet der Nahverkehr in Stralsund den Winter ein. Bereits am kommenden Montag wird die Fahrplanumstellung auf die kalte Jahreszeit vollzogen, rund drei Monte früher als sonst üblich. „Die Sanierungsarbeiten am Frankenwall sorgen dafür, dass es ab 2. September Vollsperrungen für unsere Busse in diesem Bereich gibt“, erklärt Mitarbeiterin Jutta Kellermann. Betroffen sind die Linien 2, 3, 5 und 6, die dann über Knieperwall und Hafen fahren. Wegen dieser Änderungen habe sich das Unternehmen entschlossen, den Wechsel auf den Winterfahrplan vorzuziehen.

Die Linien 2, 3 und 5 verkehren ab Montag von der Hafenstraße über Wasserstraße, Ozeaneum, Hafen, Olof-Palme-Platz, Kütertor, Knieperwall und Hauptbahnhof. Am Busbahnhof gibt es keinen Halt. Auf der Linie 6 ist das Ozeaneum Endhaltestelle, Busbahnhof und Wasserstraße werden nicht angefahren. Verlegt wird unter anderem die Haltestelle Wasserstraße, stadteinwärts in Höhe Heilgeistkirche und stadtauswärts hinter dem Kreisverkehr Wasserstraße.

„Wegen der verlängerten Fahrzeiten soll es nur geringe Einschränkungen geben“, so Jutta Kellermann. Das Angebot auf Linie 2 wird angepasst. Einige Touren nach Altefähr werden ab Hauptbahnhof über Bahnhofstraße und Karl-Marx-Straße führen. Der Takt auf der Linie 3 erweitert sich an Wochenenden von 30 auf 33 Minuten. „Leider können nicht alle bewährten Umsteigeverbindungen angeboten werden“, bittet Jutta Kellermann um Verständnis.

Während der Winterfahrplanperiode wird auch die Sanierung der Großen Parower Straße fortgesetzt. Wenn es soweit ist, will das Unternehmen rechtzeitig über die Auswirkungen auf den Busverkehr informieren. Änderungen gibt es am 23., 24., 27., 30. und 31.Dezember, dann läuft der Stadtverkehr wie an Samstagen.

Mit der Umstellung auf den Winterfahrplan werden auf dem 70 Kilometer langen Straßennetz in Stralsund nur behindertengerechte Niederflurbusse unterwegs sein. „Das erleichtert vor allem Fahrgästen, die in der Mobilität eingeschränkt sind, die Nutzung“, sagt Jutta Kellermann. Sie weist darauf hin, dass an einigen Standautomaten noch nicht mit neuen Fünf-Euro-Scheinen bezahlt werden kann.

www.stadtwerke-stralsund.de

Per Handy zu aktuellen Fahrzeiten
An allen Haltestellen im Stadtgebiet wird jetzt die Abfahrtzeit in Echtzeit angeboten.

Ein Smartphone mit Internetverbindung und QR-Code-Scanner ermöglicht an der jeweiligen Haltestelle den Zugriff auf die Abfahrtzeiten.

Ein QR-Code ist ein zweidimensionales schwarz-weiß Muster in einem kleinen Quadrat, das die nötigen Informationen zum Zugriff auf die Fahrplandaten des Nahverkehrs grafisch verschlüsselt enthält.

Wer den Link http://nvs-hst.de/liste zu Hause in seinen Heimcomputer eingibt, bekommt ebenfalls eine Aufschlüsslung aller Haltestellen im Stadtgebiet.

Ins Smartphone eingegeben, wird dem Nutzer eine Applikation (App) für den schnellen Zugriff auf die Fahrplandaten angeboten.

 

 

Jörg Mattern

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