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Stralsund Caritas-Sozialstation betreut 115 Stralsunder
Vorpommern Stralsund Caritas-Sozialstation betreut 115 Stralsunder
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00:00 27.04.2016
Die Leiterin der Caritas-Sozialstation, Anett Hornung, bringt Hilde Naujoks (90), die seit 1995 im Seniorenzentrum „Sankt Josef“ wohnt, das Mittag. Quelle: Jens-Peter Woldt
Stralsund

Hilde Naujoks ist froh über die Hilfe, die sie jeden Tag erhält. Die 90-jährige Stralsunderin hat eine kleine Wohnung im Seniorenzentrum „Sankt Josef“ am Jungfernstieg. Seit 1995 lebt sie dort — allein und immer noch selbstbestimmt. Aber die Unterstützung, die sie für die Bewältigung ihres Alltags benötigt, ist mit der Zeit immer umfangreicher geworden. Regelmäßig erhält sie Besuch von Mitarbeitern der Caritas-Sozialstation, die heute Nachmittag mit einer Feierstunde das 25-jährige Bestehen begeht.

Erwartet werden zu dem Festakt im Seniorenzentrum „St. Josef“ am Jungfernstieg unter anderem Oberbürgermeister Alexander Badrow, der Pfarrer der katholischen Gemeinde „Heilige Dreifaltigkeit“ in Stralsund, Andreas Sommer, der für Vorpommern zuständige Regionalleiter des Caritas-Verbandes im Bistum Berlin, Burghardt Siperko, sowie die Regionalleiterin der Caritas Altenhilfe, Romana Pawlak.

In ihrer Festrede will die Leiterin der Caritas-Sozialstation, Anett Hornung, auch an die Anfänge im Jahr 1991 erinnern, als nach der Wiedervereinigung im Osten Deutschlands neue Strukturen für die Pflege alter Menschen im eigenen Zuhause geschaffen werden mussten. Bei der Caritas in Stralsund begannen damals drei Schwestern und drei Pflegekräfte unter der Leitung von Ursula Kaufholt, sich um die Menschen zu kümmern, die ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen konnten, aber in einem Heimplatz keine Alternative für sich sahen. Anett Hornung: „Wir sehen unsere Aufgabe darin, alten Menschen ein Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen — und zwar so lange, wie es geht.“

Neue Strukturen entwickelten sich auch in Stralsund 1995 mit dem Inkrafttreten des Pflege-Versicherungsgesetzes, das die Finanzierung der Pflege fundamentiert hat. In der Folge wurden zahlreiche private Pflegedienste gegründet.

Bei der Caritas-Sozialstation in Stralsund sind derzeit 24 Frauen und vier Männer angestellt. Sie kümmern sich um insgesamt 115 Patienten in Stralsund, viele von ihnen wohnen im Seniorenzentrum „St.

Josef“ der Caritas. Zu den Aufgaben gehören je nach Bedarf der Patienten die Körperpflege, der Einkauf, Arbeiten im Haushalt, die Versorgung mit Essen oder die medizinische Hilfe. Relativ neu ist, dass die Pflegeversicherung auch für die rein sozialen Kontakte zahlt. Die Möglichkeit werde aber noch recht wenig in Anspruch genommen, sagte Anett Hornung.

Hilde Naujoks zum Beispiel wäre darauf gar nicht angewiesen. „Sie ist so etwas wie die gute Seele im Haus“, sagt die Stations-Chefin. Am Nachmittag stehe ihre Tür immer einen kleinen Spalt offen.

Dann wüssten die Nachbarn, dass sie zu einem kleinen Plausch willkommen sind. Denn erzählen kann die 90-Jährige viel. Immerhin leitete sie einst in der Ossenreyerstraße eine große Gaststätte. Und gewohnt hat sie dort, wo heute die Lokalredaktion der OSTSEE-ZEITUNG ihren Sitz hat.

Von jpw

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