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Stralsund Chinesisches Neujahrsfest in Stralsund
Vorpommern Stralsund Chinesisches Neujahrsfest in Stralsund
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13:19 10.02.2019
Prächtige Kleider und anmutige Tänze machten das Neujahrsfest des Stralsunder Konfuzius-Institutes im Gustav-Adolf-Saal der Kulturkirche zu einem besonderen Augenschmaus. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Damit hatten Professor Falk Höhn und seine Mitstreiterschar vom Stralsunder Konfuzius-Institut nicht gerechnet, als am Samstagabend kaum noch ein freier Platz für spontane Gäste des chinesischen Neujahrsfestes in der Kulturkirche zu finden war. „Wir wurden regelrecht überrannt, aber wir haben noch zusätzliche Stühle in den Gustav-Adolf-Saal bringen können, ohne die Fluchtwege zu blockieren“, meinte der Direktor des Konfuzius-Institutes Falk Höhn erleichtert, so dass keiner der interessierten Besucher nach Hause geschickt werden musste.

„Der Hund ist gegangen, und das Schwein ist gekommen“, begrüßte Höhn wenig später das Publikum und hatte mit diesem Satz schon mal die Lacher im Saal auf seiner Seite. Höhn lud die Gäste im gerade begonnen Jahr des Schweins auf eine Reise mit der Zeitmaschine ein, um in die chinesische Geschichte vor 4000 Jahren einzutauchen.

In prächtigen Gewändern bewegten sich Tänzerinnen des Berliner Ensembles „Künstlervereinigung Europa und Asien in Deutschland“ zu traditioneller Musik auf der Bühne des Gustav-Adolf-Saals. Jun Huang und Shuaiyuan Qu moderierten das bunte Programm, in dem viel Wissenswertes über das riesige Reich der Mitte vermittelt wurde.

Über Tibet, dem sogenannten „Dach der Welt“, ist ja schon einiges in der westlichen Welt bekannt geworden, weil der buddhistische Mönch Dalei Lama als geistiges Oberhaupt der Tibeter internationales Ansehen genießt. Doch die Anzahl unterschiedlicher Ethnien und damit verbundener Kulturen in China ist immens: 56 Minderheiten gibt es in der Volksrepublik China, und diese Vielzahl an Volksstämmen sorgt permanent für politischen Zündstoff, weil jede dieser Bevölkerungsgruppen auf ihre Rechte pocht.

Die chinesischen Volksstämme warten mit vielfältigen Traditionen in Kunst, Musik und Bräuchen auf. Einen kleinen Querschnitt aus dieser reichen Kultur konnten die Gäste des chinesischen Neujahrsfestes im Gustav-Adolf-Saal erleben. Zu den eindrucksvollsten handgemachten musikalischen Darbietungen gehörte das Stück mit dem poetischen Titel „Schneeberg im Frühling“, das von einer jungen Instrumentalistin auf einer Guzheng (einer Zither ähnelndes Saiteninstrument) intoniert wurde.

Im Hintergrund war während dieser musikalischen Darbietung der Himalaya mit dem Mount Everest auf einer Leinwand zu erkennen und vermittelte optisch einen imposanten Eindruck dieser gigantischen Bergwelt. Das Jahresprogramm des Stralsunder Konfuzius-Institutes ist randvoll mit höchst interessanten Veranstaltungen.

So lädt der ehemalige Generalkonsul in Shenyang, Dr. Peter Kreutzberger, am 15. März ab 18 Uhr in das Wulflam-Haus zu einem Vortrag über die drei nordöstlichen chinesischen Provinzen, die von Europäern auch als Mandschurei bezeichnet wird, ein.

Christian Rödel

Velgast lädt im Rahmen der 777-Jahrfeier am Mittwoch zu einem Vortrag mit Frank Weitzer ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Gemeindezentrum.

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