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Dann lieber doch mit einer Gute-Nacht-SMS ins Bett

Ein Tag ohne Smartphone? Zwei Redakteure von OZelot lokal machen den Selbsttest Dann lieber doch mit einer Gute-Nacht-SMS ins Bett

Nach 24 Stunden war Sabrina froh, dass sie ihr Smartphone wieder nutzen konnte

Stralsund. Nein, ich möchte nicht auf meine Allzweckwaffe Handy verzichten! Das war mein erster Gedanke, als ich mir vorstellte, einen Tag lang ohne Handy zu sein.

Ich verschicke täglich hunderte Nachrichten mit dem Telefon, mache Bilder oder recherchiere über Google. Und vor allem bin ich Ansprechpartner für verschiedene Projekte und jeder Zeit erreichbar.

Dementsprechend fand ich die Idee, einen Tag ohne Handy zu verbringen, eher lästig. Ich machte mir zwar keine Sorgen beim Ausschalten, aber nach einiger Zeit gab es schon die ersten Probleme.

Schließlich weckt mich mein Handy jeden Morgen, und nun musste ich meine Mutter fragen, ob sie mich wach machen könnte. Meine Eltern waren gleich begeistert. Tatsächlich habe ich mich am nächsten Tag in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, da ich von der zarten Stimme meiner Mutter, und nicht von dem Ton des Telefon-Weckers geweckt worden bin.

In der Schule habe ich mein Handy nicht vermisst, weil ich es dort ohnehin selten nutze. Mit meinen Klassenkameraden konnte ich mich wie gewohnt unterhalten und die letzten Klausuren auswerten.

Natürlich habe ich meine Situation genutzt, um auch andere zu beobachten, wie sie Videos auf dem Smartphone geschaut haben oder im Unterricht damit rumspielten. Manchmal dürfen wir dort auch Vokabeln nachschlagen, aber das ging an diesem Tag leider nicht und ich durfte mich mit dem dicken Wörterbuch rumplagen.

Auf dem Weg nach Hause musste ich wieder an der Bushaltestelle warten, diesmal ohne Musik. Das war mit das Schlimmste an diesem Tag, weil ich meinen integrierten MP3-Player nicht nutzen konnte.

Naja, so hatte ich dann Zeit, die Bäume am Straßenrand zu zählen.

Schließlich kam der Moment, auf den ich 24 Stunden lang gewartet habe. Was passiert, wenn ich mein Handy wieder anschalte? Es waren 34 Nachrichten in acht Chats. „Ist dein Handy kaputt?“ oder „Du fehlst mir“, waren einige der kleinen Botschaften über WhatsApp. Die Nachrichten zu beantworten, war eher anstrengend.

Das ganze Projekt hat mir allerdings am Ende etwas Ärger eingehandelt, weil ich eine Person versetzt habe, die sich mit mir treffen wollte. Das hätte ich wahrscheinlich nicht vergessen, wenn ich die Benachrichtigung auf meinem Handy bekommen hätte.

Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass ein Tag ohne Handy durchaus möglich ist. Es ist stressfrei und man kann sich auf einzelne Sachen viel besser konzentrieren. Nach spätestens drei Tagen, würde ich mein Smartphone aber wieder vermissen. Ich schlafe dann doch lieber mit einer „Gute Nacht“-Nachricht ein.

Sabrina Scholz (17)

besucht das Hansa-Gymnasium.

Von Sabrina Scholz

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