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Darßbahn: Gutes Signal aus Berlin

Darßbahn: Gutes Signal aus Berlin

Aussagen zum Baubeginn gab Minister Pegel nicht

Prerow/Velgast. Die lang ersehnte Botschaft konnte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) im Forum am Donnerstagabend nicht verkünden: Die Finanzierung für das knapp 100 Millionen Euro teure Darßbahn-Projekt ist noch nicht geklärt, von einem Baubeginn kann vorerst nicht die Rede sein.

Dennoch äußerte sich der Verkehrsminister durchweg positiv, wenn er über den geplanten Schienenbau auf der Strecke zwischen Barth und Prerow Auskunft gab. Er sei so optimistisch wie nie. „Ich bin guter Dinge und denke nicht, dass die Darßbahn ausgebremst wird. Doch die Reparatur der A20 bei Tribsees ist derzeit nun einmal auch ein großes Thema.“

Mit dem kommissarischen Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CDU) habe er in den vergangenen Monaten sehr positive Gespräche über die Darßbahn geführt. Nun wolle er der Bundesregierung Zeit lassen, um über die Finanzierung nachzudenken, und hofft, bis zum Sommer konkretere Aussagen treffen zu können.

Auf die hartnäckige Frage aus dem Publikum, wann denn mit dem ersten Spatenstich zu rechnen sei, antwortete Pegel: „Wir können nicht zaubern. Allein die Brücke, auf der Autos und Züge fahren sollen, ist ein hochkomplexes Bauwerk. Wenn wir 2024 eine Klappbrücke haben, was ich nicht glaube, wäre das eine Meisterleistung.“ Was denn passiere, wenn nach den Koalitionsverhandlungen ein neuer Minister zuständig sei, und ob die Verhandlungen dann wieder bei Null beginnen, sagte er: „Für einen Menschen, den ich noch nicht kenne, kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen.“

Die knapp einhundert anwesenden Zuhörer und Verfechter der Darßbahn hatten sich mehr erhofft, sind mittlerweile aber Kummer gewohnt, nachdem sie lange um den Erhalt der Bahnstrecke zwischen Velgast und Barth kämpfen und zittern mussten. Und so wagten sie trotzdem mit dem Chef der Usedomer Bäderbahn und Landrat Ralf Drescher einen Blick in die Zukunft.

Ein Verkehrsverbund müsse her, darin waren sich alle Anwesenden einig. Christian Pegel schlug vor, dass so ein Verbund durch eine Erhöhung der Kurabgabe finanziert werden könne, und erntete dafür Applaus. Werde die Kurabgabe erhöht und das Geld in einem Topf gesammelt, könnten Urlauber Bus und Bahn kostenlos nutzen. Pegel betonte, dass er keine Konkurrenz wolle. „Bus und Bahn dürfen sich nicht gegenseitig die Fahrgäste wegnehmen. Wir brauchen eine gemeinsame Linie und aufeinander abgestimmte Fahrpläne.“

Carolin Riemer

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