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David Storl siegt nach heißem Kugelstoß-Duell

Sassnitz David Storl siegt nach heißem Kugelstoß-Duell

Beim internationalen Meeting in Sassnitz traf sich die Weltelite des Sports

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Kugelstoßer David Storl konnte sich bei dem Wettkampf erst nach langem Kräftemessen gegen seinen Konkurrenten Andrej Gag aus Rumänien durchsetzen. FOTOS (4): CHRISTIAN RÖDEL

Sassnitz. Von krachenden Beats internationaler Hardrock-Bands wurden die teilnehmenden Frauen wie Männer des Sassnitzer Kugelstoßmeetings am Sonntag in der Dwasiedener Sporthalle begleitet. Nach ganz persönlichen Vorlieben wählte sich die Kugelstoß-Weltelite den musikalischen Kracher für den Wurf aus – das Spektrum reichte von Titeln der Band Rammstein über Status Quo bis zu Roland Kaiser.

OZ-Bild

Beim internationalen Meeting in Sassnitz traf sich die Weltelite des Sports

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Ergebnisse

Männer:

1. David Storl (Leipzig) 20,86 Meter; 2. Andrej Gag (Bukarest) 19,82 Meter;

3. Bodo Göder 19,39 Meter.

Frauen:

1. Anita Marton (Budapest) 18,38 Meter

2. Christina Schwanitz (Erzgebirge) 18,04 Meter

3. Claudine Vita (NB) 17, 78 Meter.

Die sportliche Promi-Dichte in der Dwasiedener Halle war hoch, denn alles was Rang und Namen beim Kugelstoßen hat(te), war vertreten. Eine gut aufgelegte Ex-Weltklassesportlerin Astrid Kumbernuss meinte gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG lachend: „Das ist hier immer wie ein großes Klassentreffen, bei dem ich so viele vertraute Gesichter und liebe Leute von früher treffe, einfach nur schön“.

Den größten Erfolg des Abends feierte Kugelstoßer David Storl aus Leipzig. Er lieferte sich ein packendes Duell mit dem bärenstarken Rumänen Andrej Gag (Jahrgang 1991), das der Deutsche mit einer Stoßweite von 20,86 Metern knapp für sich entscheiden konnte. Andrej Gag stieß die Kugel 19,82 Meter weit, Dritter wurde Bodo Göder 19,39 mit Metern. Bei den ersten Würfen hatte es bei beiden Favoriten einige Fehlwürfe gegeben, die nicht gewertet werden konnten.Dadurch zog sich der Wettkampf in die Länge.

„Das waren packende Kämpfe, die wir hier heute erlebt haben“, kommentierte die ebenfalls anwesende Kreistagspräsidentin Andrea Köster (CDU) das Kugelstoß-Meeting. Die ehemalige Fünfkämpferin hatte im vergangenen Jahr beim Kugelstoß-Meeting sogar selbst ein paar Würfe gewagt, war aber nicht mit ihren Ergebnissen zufrieden.

Am Sonntagvormittag trafen sich bereits die Nachwuchstalente der U18- und U 20-Teams in Dwasieden, um ihre Kräfte zu messen. Mit dabei war auch Nele Aust, die beim LAV Bergen trainiert. Die 16-jährige Schülerin war die einzige Rüganerin, die an dem hochkarätigen Wettkampf teilgenommen hatte. Danach zog es Nele in die Nähe von ihrem großen Kugelstoß-Idol Christina Schwanitz, mit der sie unbedingt ein Foto machen wollte. Schwanitz, die 2014 Europameisterin und 2015 Weltmeisterin wurde, stimmte dem Ansinnen ihres Fans sofort zu. Die Sportsoldatin der Bundeswehr-Sportfördergruppe im sächsischen Frankenberg hatte kurz zuvor den zweiten Platz bei den Damen errungen. Wettkampf-Moderator Dr. Ekkart Arbeit, der zu DDR-Zeiten Cheftrainer des Leichtathletik-Verbandes war, wagte eine Prognose: „Christina Schwanitz und auch die hier anwesende Anita Marton aus Ungarn werden zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio fahren, da bin ich mir sicher“. Die Ungarin Anita Marton machte sich nach dem Sassnitzer Wettkampf gleich abfahrbereit, um schnellstmöglich zum Flughafen zu gelangen, denn Anfang der kommenden Woche steht für sie im englischen Birmingham ein nächster Fight an.

Die beiden Frauen aus Ungarn und Deutschland gehören in der Tat zu den besten ihrer sportlichen Zunft und lieferten sich in Dwasieden einen harten Kampf, bei dem keine der anderen etwas schenkte. Die Ungarin siegte letztendlich mit einer Wurfweite von 18,38 Metern – dicht gefolgt von ihrer deutschen Konkurrentin Christina Schwanitz mit 18,04 Metern.

Christian Rödel

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