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Den Alltag meistern – die Zukunft planen

Der OZ-Schulnavigator testet weiter: Die Marie-Curie-Schule in Knieper West Den Alltag meistern – die Zukunft planen

Soziale Kompetenzen zu fördern steht im Vordergrund / Großes Netzwerk an Kooperationspartnern

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Alexia Dau, Maximilian Schröder und Marco Scheel arbeiten im Wahlpflichtunterricht im Schülercafé, das auch in den Pausen geöffnet hat. Jana Borschke und Laura Verwiebe (v.l.) kaufen sich hin und wieder etwas im Café. FOTOS (6): MIRIAM WEBER

Stralsund. Den Schülern ihre Stärken zu zeigen und ihnen Alltagshilfe zu geben, das ist den Lehrern der Regionalen Schule „Marie Curie“ wichtig. „Sie sollen die vielfältigen Möglichkeiten außerhalb der Schule und der Familie kennenlernen“, sagt die kommissarische Schulleiterin Carmen Koch. Dafür wird an der Schule im Stadtteil Knieper West mit vielen Kooperationspartnern zusammengearbeitet. „Schule ist schon lange nicht mehr nur frontale Wissensvermittlung“, sagt Lehrerin Helgard Wagner. „Vielmehr gilt es heute, bei allen Schülern soziale und Methodenkompetenzen zu entwickeln.“ Deshalb zieht sich an der Schule das soziale Lernen auch wie ein roter Faden durch die gesamte Unterrichtsgestaltung.

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Soziale Kompetenzen zu fördern steht im Vordergrund / Großes Netzwerk an Kooperationspartnern

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Berühmte Physikerin

Benannt ist die Schule nach der Physikerin und Chemikerin Marie Curie (1867 bis 1934). Sie untersuchte die Strahlung von Uranverbindungen und nannte diese „radioaktiv“. Sie erhielt 1903 anteilig den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie.

Lehrer: Inklusion im Fokus

Die 273 Schüler werden von 22 Lehrern unterrichtet. Außerdem gibt es an der Schule eine Sozialpädagogin, einen Förderlehrer und eine Stelle Personal mit sonderpädagogischen Aufgaben. Die schulinternen Lehrerfortbildungen haben immer einen anderen Schwerpunkt, unter anderem ging es um ein Pädagogentraining in Vorbereitung auf die Inklusion und kooperative Lernformen.

Freizeitangebote: Viel Sport

Die Mädchen und Jungen der „Curie“-Schule haben eine zusätzliche Sportstunde in der Woche. Es gibt im Rahmen der Ganztagsschule verschiedene Sport- und Yogakurse. Doch die Schüler können auch vielfältig kreativ werden, etwa beim Kreativen Schreiben, Filzen, Darstellenden Spiel, Medientraining, Töpfern, der Holzbearbeitung, Hauswirtschaft oder dem Grünen Daumen.

Förderangebote: Lernzeiten

Es werden für alle Klassenstufen Förderangebote vorgehalten, dazu zählt auch die Unterstützung von Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche oder einer Dyskalkulie (Matheschwäche). Es gibt Lernzeiten mit jeweils mehreren Fachlehrern pro Klassenstufe und Förderstunden parallel zum Fachunterricht. An der Schule gibt es zwei DaZ-Klassen mit insgesamt 36 Schülern.

Vielfältige Projekte sollen den 273 Schülern dabei helfen, selbstbewusst zu werden, ihre Stärken zu erkennen, Talente zu fördern, sie aber auch darin unterstützen, Klippen des Alltags zu erkennen und zu vermeiden. Wichtiger Partner ist dabei die Polizeiinspektion Stralsund. Seit drei Jahren führt die Polizeibeamtin Mandy Wolter an der Marie-Curie-Schule das Projekt „Eh, Alter“ durch. Im Vordergrund stehen bei diesem Projekt das Selbstwertgefühl, Verantwortung und Zivilcourage. Im vergangenen Jahr haben die Schüler gemeinsam mit dem Landespolizeiorchester, einem Theaterpädagogen und der Stralsunder Tanzkompanie das Musical „Lucys Magic Phone“ einstudiert und auch im Großen Haus des Theaters Vorpommern aufgeführt. „Das war ein voller Erfolg“, sagt Helgard Wagner. Und zwar in doppelter Hinsicht. Das Stück an sich war toll und die Schüler haben gesehen, dass sie etwas können. „Das hat ihr Selbstvertrauen aufgebaut“, freut sich Helgard Wagner.

Die Marie-Curie-Schule ist eine der ersten Ganztagsschulen in Mecklenburg-Vorpommern gewesen. „Seitdem haben wir unser Konzept immer wieder den aktuellen Situationen angepasst, um bestmögliche Lernbedingungen für die Schüler zu schaffen“, erklärt Carmen Koch. Dazu zählt auch ein Hausaufgabenkonzept, das vorsieht, dass die Mädchen und Jungen möglichst alle Aufgaben in der Schule erledigen können.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Förderangebote für alle Klassenstufen, die auch Förderstunden für Schüler mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche oder einer Dyskalkulie beinhalten. Und es gibt Lernzeiten mit jeweils mehreren Fachlehrern pro Klassenstufe und Förderstunden parallel zum Fachunterricht.

Eine wichtige Rolle spielt an der Regionalschule der Sport. Neben Schulwettbewerben im Fuß- oder Abwurfball, dort organisiert die „Curie“ jährlich das Turnier der Stralsunder Schulen, Tischtennis oder Unihoc gibt es auch ein Sportfest und das Soccerturnier. Außerdem haben die Mädchen und Jungen eine vierte Sportstunde in der Woche. Zudem werden den Schülern im Ganztagsbereich viele Angebote gemacht, wie etwa Medientraining, Kreatives Schreiben, Filzen, Hauswirtschaft, Grüner Daumen, Holzbearbeitung oder Darstellendes Spiel.

Einen anderen Punkt hebt die 16-jährige Jennefer Lubozki hervor: „An unserer Schule wird viel zur Berufsvorbereitung und -orientierung getan“, sagt die Schülerin. Unternehmen werden besucht, Praktika können gemacht werden und „durch unsere Schulregeln werden wir auch auf das Berufsleben vorbereitet“, sagt Jennefer. „Schließlich steht dort unter anderem geschrieben, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen oder pünktlich zu sein.“

Eine feste Größe an der Schule sind die sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache). 50 Schüler mit Migrationshintergrund besuchen die Schule. „Wir bemühen uns trotz aller Widrigkeiten um eine bestmögliche Integration“, erklärt Helgard Wagner. So gab es unter anderem das Projekt „Ich bin anders – ihr auch?“, bei dem sich alle Klassen mit verschiedenen Aspekten des Andersseins, der Flucht und dem Leben unter „Fremden“ und in der Fremde beschäftigt haben.

Ausstattung: Helle freundliche Räume

In der Regionalen Schule „Marie Curie“ stehen den Schülern zwei Computerräume zur Verfügung, außerdem gibt es eine kleine Bibliothek, die sie nutzen können. Es gibt eine Lernküche und der Schulhof kann mit Grünanlagen punkten. Die Schüler können Sport sowohl in der Halle, als auch auf einem Platz treiben. Musik- und Kunsträume gehören ebenfalls zum Angebot.

Essen: Nur wenige Schüler essen warm

Der Anbieter für die Mittagsverpflegung ist der Internationale Bund, doch nur etwa 50 Schüler nutzen die Möglichkeiten der warmen Mahlzeit. Ein Essen kostet 2,85 Euro, die Schüler können zwischen zwei Gerichten und einem Salat wählen. Das Mittag wird im Essenraum, der sich in der Schule befindet, eingenommen. Alternativ bietet das Schülercafé jeden Tag einen Imbiss an.

Miriam Weber

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