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Stralsund Den Blickwinkel wechseln und voneinander lernen
Vorpommern Stralsund Den Blickwinkel wechseln und voneinander lernen
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00:00 31.08.2018
Stralsund

„Wenn du die Chance hattest, das einmal zu erleben, wirst du süchtig danach“, sagt Jana Piotraschke. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ines Hollatz hat die Lehrerin, beide unterrichten an der IGS Grünthal, in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass an der Schule mehrere EU-geförderte Erasmus + Projekte erfolgreich gelaufen sind. Zwei zweijährige Projekte sind im August diesen Jahres ausgelaufen.

An der IGS Grünthal starten morgen zwei weitere internationale Erasmus+ Projekte. Quelle: Foto: Privat

Gemeinsam mit Partnerschulen aus Europa befassen sich Lehrer und Schüler über zwei Jahre mit einem bestimmten Thema – aus ganz verschiedenen Perspektiven. Dabei geht es nicht nur darum, sich gegenseitig zu besuchen und kennenzulernen, sondern von den Erfahrungen der anderen zu profitieren.

„Der Wissenszuwachs an allen beteiligten Schulen, die Nachhaltigkeit ausgetauschter und neu erprobter innovativer Lehr- und Lernmethoden sowie der Motivationszuwachs waren enorm“, schaut Jana Piotraschke zurück. Doch für sie geht es nun vor allem darum., nach vorn zu blicken. Denn einen Gang zurück zu schalten, ist nicht die Sache der beiden Lehrerinnen. „Am 1. September starten zwei neue Projekte an unserer Schule“, sagt Jana Piotraschke. Sie laufen wieder für zwei Jahre und richten sich an Schüler der 8. und 9. Klassen.

Sechs Schulen arbeiten beim ersten Erasmus+ Projekt gemeinsam unter der Überschrift „21st Century Skills“, was übersetzt „Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts“ heißt. Neben der IGS aus Stralsund gehören Schulen aus Le Lamentin in Frankreich, Athen in Griechenland, Candelaria in Spanien, Lohja in Finnland und Olhão in Portugal dazu. „Die meisten freuen sich auf die Reisen zu den Partnerschulen, doch das macht eigentlich nur einen Bruchteil des gesamten Projektes aus“, sagt Jana Piotraschke.

Es gehe darum, mit den Partnern innovative Lehr- und Lernmethoden auszutauschen und dabei zu schauen, welche Möglichkeiten das 21. Jahrhundert bietet, um die Motivation der Schüler zu erhöhen. Um Motivation dreht sich faktisch auch alles beim zweiten Projekt „Innovation=Motivation: Against early school leaving“. „Wie der Titel verrät, geht es darum, Schüler zu motivieren, die Schule nicht vorzeitig abzubrechen“, erklärt Jana Piotraschke. Zu den Partnern gehören dabei Schulen aus Cádiz in Spanien, Viterbo in Italien, Split in Kroatien, Cesis in Lettland und King's Lynn in England.

An diesen Projekten teilzunehmen, bedeutet einen enormen Aufwand. „Bevor es überhaupt losgehen kann, muss man seitenweise Anträge ausfüllen“, erklärt Jana Piotraschke. Wenn dann grünes Licht für die Teilnahme kommt, geht es erst richtig los. „Es muss koordiniert und organisiert werden.“ Es finden Lehrertreffen, Fortbildungen und Schüleraustausche statt. Es gibt Workshops und verschiedene Aufgaben zu erledigen, denn „am Ende soll ein nachhaltiges Ergebnis zu sehen sein.“ Da werden von Jana Piotraschke und Ines Hollatz viele Stunden pro Woche investiert – neben dem „normalen“

Lehrerdasein.

Doch die Gründe, warum sie unbedingt weitermachen wollen, liegen für Jana Piotraschke auf der Hand: „Für die Schüler und auch uns Lehrer entstehen neue Freundschaften und die Sprachkenntnisse verbessern sich. Wir haben alle einen großen Wissenszuwachs.“ Und davon profitieren nicht nur die unmittelbar Beteiligten, sondern die gesamte IGS Grünthal. Dann, wenn mitgebrachte Ideen und Erfahrungen an der IGS umgesetzt werden. „Wir sind von Erasmus+ begeistert und haben noch viele Ideen“, freut sich Jana Piotraschke auf die neuen Herausforderungen.

Miriam Weber

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