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Stralsund Der Schatz des Axel Graf von Löwen
Vorpommern Stralsund Der Schatz des Axel Graf von Löwen
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00:00 03.11.2016
In der Badenstraße befand sich der Dienst- und Wohnsitz des schwedischen Generalgouverneurs. Quelle: Fotos: Stefan Sauer

Zu den schwedischen Persönlichkeiten in Stralsunds Geschichte, denen die Stadt viel zu verdanken hat, gehört Axel Graf von Löwen. Am 1. November 1686 im heutigen Schweden geboren, starb er im Alter von 85 Jahren in Stralsund. Hier residierte er bis 1766 als Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern und Rügen und war damit der höchste Repräsentant des schwedischen Königs.

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Vor 330 Jahren wurde der Mann geboren, der bis 1766 in Stralsund als schwedischer Generalgouverneur residierte

Sein Dienst- und Wohnsitz befand sich zu seinem Amtsantritt in der Badenstraße 17. In der Hansestadt erhielt dieses Gebäude die Bezeichnungen „Schwedisches Regierungspalais“ oder „Meyerfeldtsches Palais“. Der zweite Name weist darauf hin, dass das Gebäude von 1726 bis 1730 im Auftrag des Grafen Johann August Meyerfeldt errichtet wurde. Er war der Vorgänger von Axel Graf von Löwen.

Kurz nach der Entstehung ließ sich der Stralsunder Bürgermeister David Ike an der Ecke Heilgeiststraße/Ossenreyerstraße ein repräsentatives Haus erbauen, das später Axel Graf von Löwen erwarb und vergrößerte. So wurde das „Meyerfeldtsche Palais“ zum reinen Dienstgebäude mit der Möglichkeit, auch hochrangige Gäste zu beherbergen. Heute befindet sich dort das Stralsunder Bauamt.

Nicht erhalten geblieben ist dagegen das Wohnhaus von Axel Graf von Löwen. Nur noch die Bezeichnung Löwensches Palais erinnert in der Ossenreyerstraße an seinen Wohnort. Das Gebäude wurde am 6.

Oktober 1944 von Bomben zerstört. Am 12. Januar 1996 wurde auf der Fläche ein neu errichtetes Geschäftshaus fertiggestellt. Auf den Spuren aus der Zeit von Axel Graf von Löwen kann man sich im Löwenschen Saal des Rathauses bewegen. Dort befand sich ursprünglich die kulturhistorisch bedeutsame Sammlung, die der Graf der Stadt mit der Maßgabe geschenkt hatte, sie öffentlich zu machen.

Bei der Inventarisierung 1795 umfasste die Sammlung „1399 Buchtitel, Konvolute von Karten und Kupferstichen, 195 Gemälde und Graphiken, 24 Elfenbeinstatuen, Spielbretter, Pokale, Waffen, darunter 22 Gewehre, 6 Paar Pistolen, ein riesiges Festungsmodell, Artillerieinstrumente, und eine Anzahl von Armaturen und mechanische Maschinen – insgesamt einige Tausend Einzelteile.“ Davon ist nur noch ein Bruchteil vorhanden und wird im Stralsund Museum sowie im Stadtarchiv bewahrt. Stefan Sauer

OZ

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