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Stralsund Der Traum von fernen Ländern und Abenteuern
Vorpommern Stralsund Der Traum von fernen Ländern und Abenteuern
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00:00 22.02.2017
Für Emilia Leuschel ist ihre zweite Heimat Uruguay, weil ein Teil ihrer Familie dort lebt. Quelle: Foto: Caroline Liebeskind
Stralsund

Fernweh ist das Gefühl, wenn man sich an einen anderen Ort wünscht. Ob es sich dabei um das letzte Urlaubsziel, die Familie im anderen Land oder sogar einen völlig unbekannten Ort handelt, ist eigentlich egal. Sicherlich hat sich jeder schon einmal inmitten des ganzen Alltagsstresses gewünscht, einfach nur noch woanders und weit weg von allem zu sein.

Junge Stralsunder erzählen, warum sie das Fernweh nicht loslässt

Doch manchmal ist es eben nicht so leicht, einfach mal so für einen längeren Zeitraum zu verschwinden. Emilia Leuschel kann ein Lied davon singen. Für die nächsten zwei Jahre ist ihre zweite Heimat Uruguay für die 14-Jährige tabu. Denn: „Die Schule geht vor, ich strebe für 2018 die mittlere Reife an, da kann man es sich nicht leisten, für lange zu verschwinden.“

Der Grund, warum für Emilia Uruguay ihre zweite Heimat ist, wird schnell klar, wenn man weiß, dass ein Teil ihrer Familie dort lebt. Jedes Jahr ist die Schülerin der Jona-Schule bislang für ein paar Wochen dorthin geflogen, um ihre Verwandten zu besuchen und das Land zu erkunden.

Ihre eigentliche Heimat Stralsund zu verlassen und einen langen Flug auf sich zu nehmen, um in die Ferne zu reisen, ist für Emilia kein Problem: „Anderthalb Tage bin ich bei der Reise nach Uruguay auf den Beinen, vier Wochen habe ich dann Zeit, die ich in meiner zweiten Heimat verbringe. Am liebsten würde ich jede Sekunde festhalten und nicht mehr wegwollen.“

Dieses Gefühl, die Heimat für einen kurzen Moment zu verlassen, ist für sie nicht schlimm. Emilia weiß, dass sie wieder zurückkehrt. Andersrum ist das schon etwas schwieriger, „weil ich eben nicht genau sagen kann, wann ich das nächste Mal nach Uruguay komme oder so wie jetzt eben weiß, dass es in der nächsten Zeit nichts wird.“ Das Spanisch, das sie sonst in Uruguay spricht, wird sie nun im Unterricht vertiefen. Und auch wenn es ihr das Herz zerreißt, denkt Emilia an die schönen Momente in Uruguay und freut sich darauf, auch wenn es noch lange hin ist, wieder dorthin zu fliegen.

Fernweh, das bedeutet für Marie Witthuhn die Sehnsucht nach etwas Neuem, nach Abenteuern, einfach dem Alltag zu entfliehen. Die 17-Jährige besucht die 11. Klasse des Hansa-Gymnasiums und verbrachte im Rahmen eines Schüleraustausches von August 2015 bis Juli 2016 elf Monate in Mexiko. Derzeit hat sie in Deutschland oft das Gefühl, dass ihr etwas fehlt. „Eigentlich bin ich hier sehr glücklich, allerdings fühle ich mich, nach meinem Aufenthalt in Mexiko immer öfter einfach nicht komplett.“ Ihre Zeit dort war für sie „die beste meines Lebens“.

Auch deshalb hat sie für dieses Jahr bereits ihre gesamten Sommerferien verplant, um nach Mexiko zu fliegen. Die Stadt Palenque im Süden des Landes ist für Marie zu einer zweiten Heimat geworden.

„Genau deswegen vermisse ich alles an Mexiko so sehr, das schöne Wetter, die freundlichen Leute, einfach alles.“ Regelmäßig besucht sie ein mexikanisches Restaurant. Denn dort fühlt sich das Fernweh ein bisschen weniger schlimm an, und schöne Erinnerungen an Mexiko leben wieder auf.

Caroline Liebeskind (15) besucht die Jona-Schule, Vincent Huysmann (17) das Hansa-Gymnasium. Mitarbeit von Emely Potratz und Lina Reiche.

Caroline Liebeskind und Vincent Huysmann

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