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Stralsund „Die Erfahrung, gehängt zu werden, macht man nicht so oft“
Vorpommern Stralsund „Die Erfahrung, gehängt zu werden, macht man nicht so oft“
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00:00 07.09.2013
Ralswiek

Es war seine erste Saison auf der Ralswieker Naturbühne auf der Insel Rügen — heute Abend kämpft Störtebeker-Mime Bastian Semm zum letzten Mal in diesem Jahr um Gerechtigkeit — und wird dabei nur knapp dem Galgen entkommen. Mehr als 300 000 Zuschauer haben in dieser Saison bei den Störtebeker-Festspielen den „Beginn einer Legende“ verfolgt.

Festspielleitung und der Hauptdarsteller ziehen eine positive Bilanz.

„Wir sind sehr zufrieden mit dieser Saison“, sagt Anna-Theresa Hick, zuständig für Presse und Kommunikation. Die endgültigen Zahlen würden jedoch erst nach der letzten Vorstellung ermittelt. Der bisherige Zuschauerrekord lag 2009 bei 394 766 Besuchern. „Die 400 000 Marke werden wir in diesem Jahr ganz bestimmt nicht erreichen. Für ein Rekord-Ergebnis müssten die Buchungszahlen auf der Insel besser sein“, ist sich Hick sicher. „Trotzdem waren die Störtebeker-Festspiele sehr gut besucht.“ Auch Sebastian Semm sei fantastisch vom Publikum angenommen worden — er hatte nach elf Jahren Vorgänger Sascha Gluth ersetzt.

„Ich bin überwältigt, so schön hätte ich es mir nicht vorgestellt“, beschreibt Semm seine erste Saison an Bord der Festspiele. Dass er zu Beginn unter Umständen auch kritisch beäugt werden würde, war dem Piraten-Neuling von Anfang an bewusst. „Ich bin in große Fußstapfen getreten, natürlich gibt es da den Druck, sich zu beweisen, aber der hat sich schon bei der Premiere entladen und dann wurde es immer besser“, sagt Semm.

Für die Rolle hat er einiges in Kauf genommen. „Die Proben waren unglaublich anstrengend und es war schon eine Herausforderung, jeden Tag zu spielen“, sagt der 33-Jährige. Trotzdem sei er froh, über die vielen neuen Erfahrungen. „Mit dem Adler zu arbeiten war beeindruckend und die Erfahrung, gehängt zu werden, macht man ja auch nicht so oft“, sagt der Bochumer mit einem Augenzwinkern. „Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass ich so gut aufgenommen worden bin und freue mich schon auf die nächste Saison.“

Auch Andreas Euler, der zum ersten Mal den raubeinigen „Goedeke Michels“ mimt, wird nächsten Jahr wieder auf die Piratenkogge steigen. Die weitere Besetzung sei noch offen.

„Das Drehbuch wird zurzeit geschrieben und ist noch in der Entwicklungsphase, daher ist es schwierig, eine Prognose darüber abzugeben, welche Figuren dabei sein werden. Das kommt natürlich auch drauf an, wie die Kollegen beschäftigt sind“, sagt Hick. Sarah Hannemann, die die Zuschauer in diesem Jahr erstmals als Störtebekers große Liebe verzauberte, wechselt erst einmal für drei Monate an das Set der Serie „Unter uns“. „Ob sie danach noch Interesse hat, wieder auf die Insel Rügen zu kommen, wissen wir nicht“, sagt Hick. Auch ein neuer Regisseur wird das Stück mit dem Titel „Gottes Freund“ im nächsten Jahr in Szene setzen — der Schweriner Schauspielchef Peter Dehler, der Kai Maertens ersetzen wird (die OSTSEE-ZEITUNG berichtete).

„Wir freuen uns alle auf Herrn Dehler und sind gespannt auf seine Ideen und seinen Input für die nächste Saison“, erklärt Hick.

Stefanie Büssing

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