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Stralsund Die Geschichte der Volkswerft in Bildern
Vorpommern Stralsund Die Geschichte der Volkswerft in Bildern
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00:05 29.11.2017
Für die „Stubnitz“, ein Schiff, das für die Fischereiflotte der DDR gebaut wurde, war im Juni 1964 der Stapellauf.
Stralsund

Eine Geschichte in Bildern, die möchte Harry Hardenberg mit seinem Bildband „Volkswerft Stralsund“ erzählen. Am Freitag wird das Buch erscheinen, das durch und durch ein Stralsunder Produkt ist. Nicht nur, dass der Autor selbst ein waschechter Hansestädter ist, das Thema, die Werft, ist untrennbar mit der Stadt verbunden – bis heute. Nicht zuletzt ist das Buch im Stralsunder Druck- und Verlagshaus Kruse erschienen.

Mit dem Bildband „Volkswerft Stralsund“ möchte Fotograf Harry Hardenberg den Menschen, die in dem riesigen Betrieb gearbeitet haben, ein Denkmal setzen.

Auf 128 Seiten wird die Geschichte der Werft von 1958 bis 1992 erzählt. Warum dieser Zeitraum? „Weil ich aus dieser Zeit die meisten Aufnahmen habe“, erklärt Harry Hardenberg mit einem Lachen. Mit seinem Buch wolle er vor allem den Menschen, die dort gearbeitet haben, ein kleines Denkmal setzen. „Die Werft war mit 8000 Mitarbeitern einer der größten Betriebe im Norden“, schaut Harry Hardenberg zurück, der selbst 17 Jahre auf der Volkswerft gearbeitet hat.

Den Impuls, dieses Buch zu machen, gab ihm jedoch das Theaterstück „Werft“, das Gerd Franz Triebenecker 2015 geschrieben hatte, und das im gleichen Jahr in der Kulturkirche St. Jakobi aufgeführt wurde. Thema dort ist, wie der Titel verrät, die Werft. „Danach hat die Idee noch ein wenig geschmort, aber im Frühjahr dieses Jahres fand ich bei der Firma Kruse offene Ohren.“

Für das Verlagshaus ist der Bildband auch ein Stück neuer Weg, „weil wir bisher unsere Bücher als Softcover gebunden haben. Der Bildband ist allerdings Hardcover“, sagt Julia Mahler. „Und wir freuen uns, dass wir mit Harry Hardenberg zusammenarbeiten können.“ Die Nachfrage nach dem Buch sei schon jetzt groß. „Es ist eben ein Thema, mit dem viele Stralsunder etwas verbinden.“

Beeindruckend sind vor allem die Bilder der Menschen. Dadurch, dass er zunächst selbst auf der Werft arbeitete und später als Fotograf immer wieder zurückkehrte, kam er den Arbeitern nahe. „Sie sind immer meine Lieblingsmotive gewesen. Denn es war die Vielschichtigkeit und Vielseitigkeit, durch die die Werft erst lebendig wurde“, erklärt der passionierte Fotograf. Dass er sich ausschließlich für Schwarz-Weiß-Bilder entschied, hat einen einfachen Grund: „Im Grunde ist die DDR-Fotografie schwarz-weiß. Außerdem war es genau das Medium, mit dem ich in der Fotografie groß geworden bin.“ Im Nachhinein ein Glücksfall, denn so wirken die Fotos sehr authentisch.

Der Autor

Harry Hardenberg wurde 1935 in Stralsund geboren und ist passionierter Fotograf. Mit der Volkswerft Stralsund ist er eng verbunden, da er selbst 17 Jahre in diesem Betrieb gearbeitet hat.

1953 begann er dort als Anstreicher zu arbeiten. Nach zwölf Jahren legte er den Pinsel aus der Hand und ersetzte ihn stattdessen durch eine Kamera.

Er durfte auf der Werft fotografieren und machte so sein Hobby zum Beruf. Bis er schließlich 1970 die Werft endgültig verließ.

1969 begann Harry Hardenberg, der verheiratet und Vater von drei Kindern ist, ein Fernstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sein Diplom erhielt er 1974.

Ab 1970 war er als Bildreporter unterwegs, seit 1984 als freischaffender Künstler.

Hardenberg fotografiert jedoch nicht nur Stralsund und die Region, sondern ihn führten Studienreisen in die ganze Welt.

Miriam Weber

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