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Die Neuen vom Greifswalder Museumshafen

Greifswald Die Neuen vom Greifswalder Museumshafen

Sechs kleine Bronzefiguren des Künstlers Jo Jastram sind gestern an der Nordpromenade aufgestellt worden

Greifswald. Jahrzehntelang lagerten sie in Depots: sieben Bronze-Figuren, die der Rostocker Künstler Jo Jastram eigentlich mal für den Greifswalder Marktplatz entworfen hatte. Gestern und vorgestern nun rückten am Museumshafen Bagger und Fachleute an. Am nördlichen Ufer des Hafens stellten sie die bis zu 150 Kilo schweren Plastiken auf – nur am Klabautermann scheiterten sie.

Die Kulisse eines kleinen, altmodischen Fischereihafens deuten die aufgestellten sechs Figuren an. Ein Hund mit Fisch im Maul etwa gehört zum Ensemble, eine Lachmöwe auf einem Poller, drei übereinenadergestapelte Kisten voller Flundern, dazwischen wuselnde Ratten...allesamt lose angeordnet auf einem staubigen Streifen Erde, der noch zur Wiese werden soll. Direkt an der Uferpromenade neben dem Restaurantschiff Pomeria.

Kunst im öffentlichen Raum, sie ist hier Teil einer groß angelegten Umgestaltung. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt angefangen, das viel besuchte nördliche Ufer des Museumshafens für insgesamt rund 1,7 Millionen Euro neu zu gestalten. Inzwischen ist die Salinenstraße saniert, sind die Fußwege neu gepflastert, wurden Bäume gesetzt, Fahrradständer und Laternen aufgestellt.

Eine Berliner Bronzegießerfirma arbeitete parallel Jastrams Plastiken auf, befestigte Halterungen für die Aufstellung. Kosten: rund 3500 Euro. „Die Figuren waren zum Glück in gutem Zustand“, sagt Chef Frank Herweg, „wir mussten gar nicht so viel tun.“

Andreas Sappelt, stellvertretender Leiter des Kulturamts Greifswald, schlendert zufrieden an der Promenade entlang. „Ich freue mich, dass die Figuren nun doch noch einen Platz gefunden haben“, sagt er. „Und hier passen sie doch perfekt hin.“ Weil sie so kleinteilig seien, hätte man sie schlecht in der Sadt verteilen können, hier am Hafen versammelt aber wirkten sie stimmig.

Derweil gehen die Bauarbeiten am Museumshafen noch ein paar Wochen weiter. Bis Mitte Oktober soll auf einem Areal hinter den Räucherfischschiffen und Cocktailbuden ein Spielplatz mit maritim gestalteten Geräten entstehen. Das erste Spielgerät ist schon aufgebaut: ein schlangenartiges Mosaikwesen, das sich durch den Boden zu wühlen scheint. Auch einen Sandkasten, eine Wippe und eine Spielfläche für Boccia oder Wikingerschach soll es geben.

Sybille Marx

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