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Die Olympiade der Künstler

Stralsund Die Olympiade der Künstler

Schüler des Hansa-Gymnasiums drückten das Thema „Umweltsch(m)utz“ in Bildern aus. Heraus kamen düstere Ergebnisse.

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Nele Schmidt (13) arbeitet an ihrem Beitrag für die Kunstolympiade. Fotos (3): Swantje Schurig

Stralsund. Der deutsche Schriftsteller Jean Paul hat schon vor mehr als zweihundert Jahren den Reiz und die Tücken der Kunst auf den Punkt gebracht: „Die Kunst ist zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens.“ Die Neigung zu diesem Fach ist über die Jahre nicht verloren gegangen. Ganz im Gegenteil: Im Rahmen der Kunstolympiade am Hansa-Gymnasium zeigen sich jedes Jahr die Resultate der Kunstbegeisterung einiger Schülerinnen und Schüler.

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Schüler des Hansa-Gymnasiums drückten das Thema „Umweltsch(m)utz“ in Bildern aus. Heraus kamen düstere Ergebnisse.

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Mir hat es Spaß gemacht, weil man sich künstlerisch austoben kann. Mit meinem Bild wollte ich vor allem zeigen, dass die Welt immer ärmer wird.“Annelie Hanauer, 11. Klasse

Für dieses Schuljahr stand das künstlerische Schaffen ganz im Zeichen des Umweltschutzes. Unter dem Motto „Umweltsch(m)utz“ entstanden ganz persönliche Interpretationen des Themas. In der vergangenen Woche waren die angehenden Künstler am Montag vom Unterricht befreit, um das Motto in einem Bild umzusetzen. Am Donnerstag wurden die Ergebnisse am „Abend für die Kunst“ vorgestellt. Eine Jury aus Künstlern der Region kürte die Gewinner.

Annelie Hanauer, die einzige Teilnehmerin der Klassenstufe 11, entwarf eine düstere Aussicht. Ihr Bild „Schwarz ist die Zukunft“ ist trotz der hohen Klassenstufe ihr erster Beitrag zur Kunstolympiade: „Mir hat es wirklich Spaß gemacht, weil man sich einen ganzen Tag lang künstlerisch austoben kann. Mit meinem Bild wollte ich vor allem zeigen, dass die Welt immer ärmer wird. Und damit meine ich nicht nur das Geld.“

In den unteren Klassenstufen sah die Beteiligung schon vielfältiger aus. Die meisten Teilnehmer kamen aus den 7. Klassen. Unter anderem nahm Adrian Helbig für diese Klassenstufe teil: „Ich habe mein Bild ‘Mensch, Bildzerschneider der Natur‘ genannt, weil ich besonders zeigen wollte, wie der Mensch seine Umwelt zum Schlechten wandelt. Die Natur habe ich farbig gemalt, der Mensch und seine Welt dagegen ist schwarz-weiß. Dadurch, dass man ohne nachzudenken durch die Natur stapft, wird die Welt immer grauer. Wir zerschneiden das bunte Bild der Natur mit unserer grauen Welt.“

Adrians Ergebnisse zeigen, dass es einige Überlegungen braucht, um seine Meinung in einem Bild auszudrücken. Herr Springer und Frau Buchholz stimmten die Teilnehmer im Projektfachunterricht nicht nur mit einer Präsentation ein, sondern sorgten auch für die Organisation der Olympiade und des anschließenden „Abends für die Kunst“. Auch der Kunst-Hauptfachkurs der 12. Klassen brachte einen persönlichen Design-Beitrag mit in den Abend ein. Die Schüler hatten eigene Lampen kunstvoll gestaltet.

Durch den Neuntklässler August Warnkross wurde das berühmte Motiv der „Büchse der Pandora“ aufgegriffen. Die griechische Mythologie spricht von Pandora, der eine Büchse mit allem Leid der Welt anvertraut ist. Die Frau öffnet eben diese aus Neugier — und entlässt so alles Schlechte in die Welt. „Ich habe die Büchse in eine Flasche umgewandelt“, erklärt August, „In dieser Flasche sind zum Beispiel Abgase gefangen. Die Entscheidung liegt oder lag beim Menschen, diese Flasche zu öffnen.“

Sarah Foerster aus Klasse 11 sah die vielen mahnenden und Anklagenden Ergebnisse des künstlerischen Wettbewerbs voraus und hatte eine Idee, sie in die reale Welt zu übertragen. Sie ließ den Gewinnerbeitrag der Kunstolympiade auf Stoffbeutel drucken. Wer einen davon haben will, kann umweltverschmutzende Materialien wie Plastiktüten gegen einen Stoffbeutel eintauschen. Wer also das Gewinnerbild haben und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun will, sollte zuschlagen.

Von Swantje Schurig

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