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Die Sonne kitzelt die Urlauber wach

Stralsund Die Sonne kitzelt die Urlauber wach

Langsam füllen sich Innenstadt und Hafen mit Touristen aus dem In- und Ausland. Viele bleiben nur für einen Tagesausflug.

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Gertraud und Horst Reichenbach aus Frankfurt am Main besichtigten den Hafen an ihrem Ausflugstag in Stralsund. Fotos (4): Nicole Arndt

Stralsund. Es wird wieder eng auf Stralsunds Bürgersteigen. Zwar ist es erst Anfang April, aber das außergewöhnlich schöne Wetter der letzten Wochen lockt die Besucher mit Stadtplänen und Kameras um den Hals mitten in das Welterbe. „Schon seit März bemerken wir einen Anstieg der Gästezahlen“, sagt Marketingleiterin Anne Pilgrim aus der Tourismuszentrale. „Zu Ostern wird es ganz sicher noch mal einen mächtigen Schub geben“, führt sie weiter aus.

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WeitereHighlights neben den Museen und Kirchen in Stralsund sind die Sundpromenade und das Wulflamufer.“Mariane Jagomas aus Altefähr

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Dabei kann nicht klar abgegrenzt werden, von wo die Besucher anreisen. „Eigentlich kommen sie aus ganz Deutschland. Berliner oder Hamburger entscheiden sich durchaus auch kurzfristig für einen Tagesausflug nach Stralsund.“ Die meisten ausländischen Gäste würden sicher aus Schweden anreisen, ergänzt sie. Das hänge ja auch mit der Historie von Stralsund zusammen.

Die Hansestadt ist ein beliebtes Ziel für Reisegruppen oder auch Alleinreisende. So wie Kristin und Timar Schmidt aus Berlin. Beiden fallen vor allem die historischen Bauten und Neuerungen auf.

„Stralsund ist eine schöne Stadt. Es ist toll, Dinge zu entdecken, die seit unserem letzten Besuch neu entstanden sind“, sagt die Frau.

Das berichten auch andere Urlauber, denen die Unterschiede zu früheren Besuchen deutlich werden. „Es ist kaum vergleichbar mit der DDR-Zeit. Die Stadt hat sich richtig gut entwickelt“, sagt Horst Reichenbach aus Frankfurt am Main, der die besondere Atmosphäre am Sund genießt.

Auch Touristen, die zuvor noch nie in der Hansestadt waren, schwärmen von ihrem Aufenthalt. Das Ehepaar Jürgen und Mareike Rode aus Nienburg an der Weser legte nach seinem Rügenurlaub einen kleinen Zwischenstopp in Stralsund ein. „Die Stadt ist wirklich schön, und es hat sich gelohnt, nochmal hier anzuhalten“, fasst der Ehemann zusammen.

Sicher gefallen den meisten Gästen die typischen Ausflugsziele, doch die Stralsunder Einwohner haben auch ein paar Geheimtipps parat, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind. Wie Mariane Jagomas: „Die Sundpromenade mit dem herrlichen Blick auf Altefähr würde ich immer empfehlen. Außerdem sind die großen Kirchen vom Wulflamufer aus gut zu sehen, und man kann damit gleich einen Rundgang um den Frankenteich verbinden.“

Die meisten Einheimischen freuen sich über zahlreiche Besucher. „Der Touristenandrang zeigt ja auch, dass Stralsund einen guten Ruf hat“, meint Hans-Jürgen Isigkeit. Das kommt auch bei vielen Urlaubern an. „Die Stralsunder haben eine freundliche Art und kümmern sich mit vielen Informationen um ihre Gästen“, fügt Horst Reichenbach hinzu.

Vor allem mittelalterliche Gebäude sind Touristenmagnete. „Kirchen und Klöster sind nun mal beliebte Ziele“, sagt Anne Pilgrim. „Natürlich hat sich in den letzten Jahren das Ozeaneum zu einem Zugpferd entwickelt. Es gibt aber auch Geheimtipps wie die Spielkartenfabrik oder das Skurrileum.“

In der Woche vor Ostern beginnen wieder die beliebten Hafenrundfahrten. Viele Touristen nehmen das Angebot einer Stadtführung wahr. „Wir bieten die Führungen erst wieder seit dem 1. April. Es herrscht schon jetzt großer Andrang“, betont die Marketingchefin der Tourismuszentrale. Weitere Führungen unter verschiedenen Mottos, wie einem kulinarischen Rundgang durch die Stadt, werden ab Mai angeboten.

Die Hochsaison wird für August und September erwartet, da in dieser Zeit deutschlandweit besonders viele Schulkinder Ferien haben. Fest steht: Stralsund als Ausflugsziel ist sehr zu empfehlen, auch wenn man den Reiseführer beiseite legt und die Stadt auf eigene Faust erkundet.

Veranstaltungs-Tipps für Stralsund und Umgebung
Traditionelle Stadtführungen durch die Stralsunder Altstadt laufen seit dem 1. April. Weitere Rundgänge wie die kulinarischen Führungen oder die beliebten Rundgänge mit den Nachtwächtern finden von Mai bis Oktober regelmäßig statt.


Der Dänholmtag am 17. Mai lädt mit dem Motto „Offene Türen, offene Arme, offene Worte“ auf die kleine Insel ein. Von 11 bis 18 Uhr stellen sich mehr als 20 Vereine und Firmen, Ämter und Ateliers, Werkstätten und Museen den interessierten Gäste vor. Der Höhepunkt ist eine Rettungsübung des Bundespolizeihubschraubers.


Für Outdoorfans ist das Anradeln am 24. Mai genau das Richtige. Die rund 40 Kilometer lange Radtour führt ins Stralsunder Umland. Im entspannten Tempo kann man das diesjährige Thema „Wälder und Seen“ genießen. Am Zwischenstopp in Krummenhagen hält die Brauscheune „Rumpelstilz“ Verstärkung für die Rückfahrt bereit.

Der Hafen rückt bei den Hafentagen von 5. bis 9. Juni in den Vordergrund. Das Programm verspricht abwechslungsreiche Tage. Seemannsmusik, Piratenfest und Ausflüge mit Schiff und Boot bieten den Besuchern jede Menge maritimes Flair. Als runden Abschluss wird es wieder eine Pyro- und Lasershow geben.


Das Sundschwimmen feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Es ist das älteste und bedeutendste Langstreckenschwimmen Deutschlands. Mit Badekappen gewappnet geht es am 5. Juli auf die rund 2 300 Meter lange Strecke zwischen Altefähr und dem Stralsunder Strandbad.


Vom 20. bis 30. Juli werden in Stralsund wieder die Bleistifte gezückt. Das Skizzenfestival mit internationalem Flair lockt Künstler in die Altstadt, die ihr Können an den Wänden und Dächern der Stadt präsentieren. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 



Nicole Arndt

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