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Stralsund Eine Beziehungsstudie der besonderen Art
Vorpommern Stralsund Eine Beziehungsstudie der besonderen Art
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08:00 05.11.2018
Jasmin Eberl und Semjon Bulinsky als Cathy und Jamie in dem Kammermusical "Die letzten fünf Jahre" auf der Bühne des Gustav-Adolf-Saals in der Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi. Quelle: Vincent Leifer
Stralsund

Es ist eine Geschichte wie sie im Leben immer wieder passiert. Zwei junge Menschen lernen sich kennen, verlieben sich in einander, heiraten und: Dann geht die Beziehung nach fünf Jahren auseinander.

Das Besondere an dieser Geschichte: Der amerikanische Komponist Jason Robert Brown hat die Beziehung seiner Protagonisten – der Schauspielerin Cathy Hiatt und des Schriftstellers Jamie Wellerstein – vertont und als Kammermusical „Die letzten fünf Jahre“ 2001 in Skokie Illinois auf die Bühne gebracht, von wo aus sie sich zu einem Welterfolg entwickelte. Die deutsche Erstaufführung fand 2005 in Wuppertal statt. 2014 wurde das Zwei-Personen-Stück verfilmt und: Am 8. November hat das Musical „Die letzten fünf Jahre“ am Theater Vorpommern in Stralsund auf der Bühne des Gustav-Adolf-Saals Premiere.

Weltweit gespieltes Musical

„Die letzten fünf Jahre“ ist ein Kammermusical für eine Sängerin und einen Sänger, das 2001 im Northlight Theatre in Skokie, Illinois (USA) uraufgeführt wurde, von hier aus den Siegeszug um die Welt antrat und 2014 verfilmt wurde..

Komponist und Autor ist James Robert Braun.

Die deutschsprachige Erstaufführung fand 2005 in Wuppertal statt.

Stralsunder Premiere des Theaters Vorpommern: 8. November, 20 Uhr, im Gustav-Adolf-Saal in St. Jakobi statt. Greifswald: 31. Januar, 20 Uhr, im Rubenow-Saal.

Für die gebürtige Österreicherin und ausgebildete Musical-Sängerin Jasmin Eberl und den deutsch-schweizer Tenor Semjon Bulinsky sind die Rollen der Cathy und des Jamie eine besondere Herausforderung. „Es ist ein sehr anspruchsvolles Stück, fünf Jahre mit den Höhen und Tiefen einer Liebesbeziehung in 90 Minuten zu erzählen“, sagt Semjon Bulinsky. Und Jasmin Eberl ergänzt: „Es gibt nur ganz wenig Sprechtext, die Handlung wird vielmehr in 14 Liedern wiedergegeben.“ Viel Text für die beiden Akteure. Gesungen wird im Gegensatz zum Film auf Deutsch. Dazu kommt: Beide sind permanent präsent, haben keine Pause hinter der Bühne. Wenn einer von beiden nicht singt, spielt er im Hintergrund mit.

Auch für Egbert Funk, musikalischer Leiter und zugleich der Mann am Klavier, ist das Anspruchsvolle an dem Musical, 90 Minuten durchzuspielen. „Dazu kommt, Jason Brown war selbst ein sehr begnadeter Pianist, der die Musik im Stück durch verschiedene stilistische Mittel richtig interessant macht“, sagt Funk, der dem Klavier sowohl Jazz und Latin als auch Funk entlocken wird.

Regisseur Wolfgang Berthold inszenierte „Die letzten fünf Jahre“ für das Theater Vorpommern. Er ist sich sicher: „Das Musical ist zwar sehr textlastig, aber das macht das Stück auch sehr erzählerisch. Der Zuschauer wird gut mitgenommen und kann der Geschichte leicht folgen.“ Dazu passt es gut, dass Egbert Funke die Musik am Klavier so angelegt hat, dass sie die Sänger akustisch stets präsent hält und nicht übertönt.

Spannend für Dramaturgin Katja Pfeifer ist die Erzählweise, die Brown gewählt hat. „Während Jamie die Geschichte vorwärts erzählt, vom Kennenlernen bis zur Trennung, erzählt Cathy ihren Part vom Ende her bis zum ersten Kuss. Beide Erzählstränge treffen sich nur einmal – beim Heiratsantrag“, erläutert die Dramaturgin. Aus ihrer Sicht hat diese Erzählweise Vorteile für das Publikum: „Während die Zuschauer beiden Sichtweisen auf diese Beziehung folgen, sind sie immer mittendrin in dem Geschehen und eilen der Geschichte nicht voraus, was die Spannung hochhält.“

Für das Bühnenbild im Gustav Adolf-Saal sorgte Eva Humburg. Eine steile Treppe, die ins Nichts führt passt ebenso zum Stück, wie die Bar, hinter der Egbert Funk am Klavier agiert. Auf einer Videoleinwand tragen Einspieler dazu bei, die Atmosphäre dieses sehr intim angelegten Kammermusicals zu unterstützen.

Jörg Mattern

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