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Stralsund Diese Wahlergebnisse machen der CDU besonders zu schaffen
Vorpommern Stralsund Diese Wahlergebnisse machen der CDU besonders zu schaffen
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00:15 13.06.2018
Stralsund/Bergen

Grimmen bleibt sich treu, Rügen und Stralsund werden rot – so könnte man die Ergebnisse der Landratswahl zugespitzt zusammenfassen.

Er ist der künftige Landrat: Stefan Kerth (SPD). Quelle: Foto: Marlies Walther
Er bleibt Bürgermeister von Zingst: Andreas Kuhn (CDU). Quelle: Foto: Chr. Rödel

Bei einer Betrachtung der einzelnen Gemeindeergebnisse ist es in der Tat die größte Überraschung, dass sich in der bisher eher bürgerlich-konservativ geprägten Hansestadt

Stralsund 60,4 Prozent der Wähler für den SPD-Kandidaten Stefan Kerth entschieden haben. Dies entspricht knapp dem Wert, mit dem CDU-Oberbürgermeister Alexander Badrow im Jahr 2015 in seine zweite Amtszeit gewählt worden ist. Die SPD war bei der Direktwahl damals mit einem einstelligen Ergebnis noch in der absoluten Außenseiterrolle. Angesichts der 2019 anstehenden Kommunalwahl werden nun innerhalb der CDU erste Befürchtungen vor Verlusten laut.

Auf der Insel Rügen ist die CDU ebenfalls abgestraft worden. In kaum einer Gemeinde gelang es ihrem Kandidaten Andreas Kuhn, Kerth hinter sich zu lassen. In Bergen, Altefähr, Sassnitz und auf Ummanz gaben im Vergleich zwischen Kerth und Kuhn dem SPD-Mann doppelt so viele Wähler ihre Stimme. In Binz und Putbus hatte der CDU-Kandidat ebenfalls keine Chance. Lediglich in Schaprode sowie in Wiek gelang es Kuhn, sich von seinem SPD-Herausforderer leicht nach oben abzusetzen. Allerdings waren die Gewinne, die Kuhn Kerth gegenüber auf Rügen machen konnte, so derart gering, dass sie bei der Betrachtung des Wahlergebnisses auf der Insel insgesamt kaum ins Gewicht fallen.

Dazu könnte auch beigetragen haben, dass die frühere Rügener Landrätin und heutige Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner (Linke) vor der Stichwahl in den sozialen Onlinemedien zur Wahl von Kerth aufgerufen hatte. Kassners Stimme hat auf Rügen nach wie vor Gewicht. Darüber echauffierte sich der Rügener CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Lenz dermaßen, dass Kassners Wahlempfehlung zu einem großen Thema auf der Insel wurde, was Kuhn kaum geholfen haben dürfte.

Auf dem Festland, zumindest in Grimmen, Tribsees und Franzburg, war für die CDU die Welt noch halbwegs in Ordnung. Hier lag die CDU knapp vor der SPD. Von Hochburgen der Union kann aber auch hier keine Rede mehr sein. In Grammendorf, wo der Vorsprung ganze sieben Stimmen betrug, wohnt der frühere CDU-Landrat Wolfhard Molkentin. Kuhn dürfte gewonnen haben, weil Molkentin und seine Familie ihn gewählt haben.

Bliebe noch Hiddensee: Von 887 Wahlberechtigten nahmen auf dem Söten Länneken nur 48 an der Wahl teil. Davon stimmten zwei Drittel für den SPD-Mann Kerth.

Benjamin Fischer

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