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Stralsund Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister
Vorpommern Stralsund Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister
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00:22 05.05.2018
Wegen des Verdachts von Rechtsverstößen beim Kauf einer Immobilie in Born auf dem Darß hat der Landkreis Vorpommern-Rügen ein Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Gerd Scharmberg (FDP) eingeleitet. Quelle: OZ
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Born/Stralsund

Wegen des Verdachts von Rechtsverstößen beim Kauf einer Immobilie in Born auf dem Darß hat der Landkreis Vorpommern-Rügen ein Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Gerd Scharmberg (FDP) eingeleitet. Wie Kreissprecher Olaf Manzke am Freitag sagte, läuft das Verfahren in enger Abstimmung mit dem Innenministerium. Zunächst hatte NDR 1 Radio MV berichtet. Danach soll Scharmberg im Frühjahr 2015 im Namen der Gemeinde einen Komplex aus Ferienwohnungen, Restaurant und Café für knapp zwei Millionen Euro gekauft haben. Dafür habe er allerdings nicht das erforderliche Mandat der Gemeindevertretung gehabt.

„Ich sehe dem Verfahren gelassen entgegen“, sagte Scharmberg der Deutschen Presse-Agentur. Er habe auf Grundlage eines Beschlusses der Gemeindevertretung das Ensemble gekauft. Allerdings seien die haushalterischen Voraussetzungen noch nicht gegeben gewesen. Mitten in den Verkaufsverhandlungen hätte die Verkäuferin Schulden ablösen müssen. Dies hätte letztlich dazu geführt, dass der Kauf vordringlich wurde und die Formalia später abgeklärt werden mussten. Diese seien von Gemeindevertretung auch nachträglich genehmigt worden.

Hintergrund sei gewesen, dass innerhalb der drei Jahre zuvor von 20 für den Tourismus wichtige Einrichtungen wie Bäckereien, Gaststätten oder Cafés 9 geschlossen wurden. Da hätte die Gemeinde nicht tatenlos zuschauen können, ohne die staatliche Anerkennung als Kurort und rund 750 000 Euro zu verlieren. Bei „Peterssons Hof“ handele es sich um eine den Ortskern prägende Immobilie. „Die Kaufentscheidung war wichtig und richtig für den Ort“, sagte Scharmberg. Es sei der Gemeinde kein Schaden entstanden.

dpa/mv

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