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Drama auf der „Drama“

Stralsund Drama auf der „Drama“

Stralsunder Seenotretter befreiten entkräftete Segler aus Notlage.

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Das Stralsunder Rettungsboot „Hertha Jeep“ fuhr am Freitag vier Einsätze.

Quelle: Christof Arnold

Stralsund. Vier Einsätze für insgesamt zehn Menschen innerhalb von zwölf Stunden: Für die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Stralsund war der vergangene Freitag ein arbeitsreicher Tag.  Am dramatischsten war die erfolgreiche Rettung von zwei Seglern aus Berlin im Greifswalder Bodden.

"Wir hatten in der Wamper Wiek gerade eine festgekommene Motoryacht freigeschleppt, als wir erneut  alarmiert wurden“, erzählt Vormann Günter Towara. Am südwestlichen Eingang des Strelasunds hatten Spaziergänger gegen 20 Uhr das Abschießen von roten Raketen gesehen – in der Schifffahrt das eindeutige Signal für einen Seenotfall.  Inzwischen hatte der ebenfalls alarmierte Hubschrauber „Christoph 47“ der Luftrettung das Folkeboot im Greifswalder Bodden gesichtet. Es trieb manövrierunfähig etwa eine Seemeile (rund zwei Kilometer) südöstlich von Palmer Ort (Halbinsel Zudar). Als die Seenotretter wenig später eintrafen, gingen sie bei dem Segelboot, das auch noch den Namen „Das Drama“ trug, längsseits. „Ein Segler war seekrank, der andere mit der Situation total überfordert, so Towara. Zu allem Überfluss hatten sie einen Tampen in den Propeller bekommen“, beschreibt  Towara die Situation.

Ein als Rettungsassistent ausgebildeter Seenotretter stieg bei fast einem Meter Seegang auf das etwa sechs Meter lange Folkeboot. Zunächst stabilisierte er den seekranken Segler, der Diabetiker ist. Anschließend kümmerte er sich um das zweite Besatzungsmitglied. Nach der medizinischen Erstversorgung schleppten die Seenotretter das Boot samt Besatzung nach Lauterbach.

Marlies Walther

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