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Dreimal die Bestnote bei Reifeprüfung

Stralsund Dreimal die Bestnote bei Reifeprüfung

Elisa Jäkel, Simon Kuwert und Raphael Metz schließen mit einer glatten 1,0 ab

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Dreimal Bestnote beim Abitur

Anja Wojahn (32) ist Lehrerin am Hansa-Gymnasium.

Stralsund. Die Richtung für Sophie Röber nach ihrem Abitur ist klar. „Ich werde Medizin studieren“, sagt die 18-Jährige, die auf ihrem Abschlusszeugnis eine 1,1 zu stehen hat.

OZ-Bild

Elisa Jäkel, Simon Kuwert und Raphael Metz schließen mit einer glatten 1,0 ab

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Gemeinsam mit Sophie erreichten 227 Mädchen und Jungen am Hansa-Gymnasium, am Schulzentrum am Sund, an der Integrierten Gesamtschule Grünthal, an der Jona-Schule und am Fachgymnasium ihre Hochschulreife. Drei Stralsunder haben auf ihrem Abschlusszeugnis eine glatte 1,0 stehen. Neben Elisa Jäkel vom Fachgymnasium sind das Raphael Metz, ebenfalls Fachgymnasium, und Simon Kuwert vom Hansa-Gymnasium.

Dass das kein Spaziergang war, bestätigt Sophie Röber. „Bis auf Mathe lief zwar alles super, aber ich war vor den Prüfungen ziemlich aufgeregt“, sagt die Hansa-Gymnasiastin, die mit ihren Mitschülern in der kommenden Woche ihr Zeugnis erhalten wird. Geprüft wurde sie in den Fächern Deutsch, Mathe, Physik, Geografie und Musik. Ein besonderes Ritual gab es an den Tagen der Tests nicht. „Meine Mutti hat mir Traubenzucker und Schokolade als Nervennahrung eingepackt, aber das war’s auch.“

Die Stralsunderin wird jetzt für ein Jahr nach Greifswald gehen und dort in der Uni-Klinik arbeiten. „Ich wollte vor dem Studium erst ein paar praktische Erfahrungen sammeln.“ An welcher Universität Sophie studieren wird, weiß sie noch nicht genau. Aber die spätere medizinische Spezialisierung ist schon klar. „Ich interessiere mich für Anästhesie und Schmerztherapie.“

Auch Elisa Jäkel hat einen genauen Plan. Die 22-Jährige legte am Fachgymnasium ihre Prüfungen ab und beendet ihre Schullaufbahn mit einer glatten 1,0. Sie wird zunächst nach Greifswald gehen, um dort ein Psychologiestudium aufzunehmen. „Später möchte ich mich auf Neuropsychologie spezialisieren und wenn alles klappt, dann in die Forschung gehen.“ Drei Kreuze habe sie gemacht, als sie ihr Abi in der Tasche hatte, sagt Elisa. „Mein größtes Angstfach war Mathematik und das lief dann in der Prüfung erstaunlich gut.“

Das kann auch Benjamin Braun von sich sagen. Der 18-Jährige schloss sein Abitur an der Jona-Schule mit 1,7 ab. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt der Stralsunder. Angstfächer habe er keine gehabt. „Ich wusste doch, was meine schwächeren Fächer sind und habe mich darauf eingestellt. Ich habe meine wichtigsten Punkte bei den Sprachen geholt.“ Zumal er sich auf die Prüfungen gut vorbereitet fühlte.

„Wir waren nur 18 Schüler. Die Lehrer kennen dich und deine Stärken, das waren ideale Bedingungen.“

Mit der Wahl des Studiums lässt sich Benjamin noch etwas Zeit. „Ich kann das zwar eingrenzen, es wird etwas Sprachbezogenes sein, aber was genau, steht noch nicht fest.“ Klar ist hingegen, dass er Stralsund verlassen wird. „Es ist der richtige Zeitpunkt, um etwas Neues kennenzulernen.“

Die Abiturergebnisse im Überblick

Am Fachgymnasium bestanden 48 Schüler das Abitur mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,4. Den gleichen Durchschnitt erreichten die Abiturienten der Fachrichtung Sozialpädagogik.

Dort erreichte Elisa Jäkel mit 1,0 das beste Ergebnis. Bei der Fachrichtung Elektrotechnik (Gesamtdurchschnitt 2,5) war Raphael Metz mit 1,0 bester Abiturient. Peer-Ole Tebus schloss im Fachbereich Wirtschaft mit einer 1,1 ab.

85 Mädchen und Jungen vom Hansa-Gymnasium erhalten ihr Reifezeugnis bei einem Gesamtdurchschnitt von 2,3. Beste Abiturienten an dieser Schule sind Julia Sophie Herrmann mit 1,0 und Tobias Wallrath mit 1,1.

An der Integrierten Gesamtschule Grünthal erhalten 43 Schüler die Hochschulreife und zwei die Fachhochschulreife. Insgesamt reichte es für einen Gesamtdurchschnitt von 2,4. Clara Klug (1,2) und Matz-Jona Radloff (1,4) sind die besten Absolventen.

Am Schulzentrum am Sund freuen sich 34 Mädchen und Jungen über ihr Reifezeugnis. Fast die Hälfte der Schüler hat als Abschlussnote eine Eins vor dem Komma. Dazu zählen auch die Bestabiturienten Antonia Schreiber und Hannes Krüger, die beide mit 1,4 abschlossen.

An der Jona-Schule stellten sich 18 Mädchen und Jungen den Abiturprüfungen und alle konnten sie bestehen. Der Jahrgang 2016 hat einen Gesamtdurchschnitt von 2,6 erreicht. Die besten Abschlüsse bekamen Benjamin Braun (1,7) und Wiebke Gloede (1,8).

DREI FRAGEN AN...

1. Fiebern Sie bei den Prüfungen mit Ihren Schülern mit?

Auf jeden Fall. Man möchte unbedingt, dass die Schüler am Tag der Prüfung die nötigen Leistungen abrufen können, ohne sich von Prüfungsangst zu sehr unter Druck setzen zu lassen. Darauf haben wir schließlich gemeinsam so lange hingearbeitet. Wenn dann alles klappt, bin ich einfach nur froh und erleichtert. Falls aber doch mal etwas schief läuft, leide ich auch mit den Schülern mit. Es ist in jedem Fall immer eine aufregende Zeit.

2. Fällt es Ihnen schwer, von Ihren Schülern Abschied zu nehmen? Absolut. Denn im Idealfall hat man sehr lange mit den Mädchen und Jungen zusammen gearbeitet und vor allem in den vergangenen Jahren viel gemeinsame Zeit verbracht. Man konnte miterleben, wie sich ihre Persönlichkeit entwickelt und sie zu verantwortungsbewussten jungen Erwachsenen werden. Dass man nun die nächsten Schritte bei dem neuen und sicher sehr spannenden Lebensabschnitt nicht mehr so direkt verfolgen kann, ist schon merkwürdig und ein bisschen traurig. Aber ich bin sicher, dass ich zu vielen Kontakt halten werde. Das ist bei den vorangegangenen Jahrgängen auch so und das ist ein schönes Gefühl. Sie kommen in die Schule zum Erzählen oder schicken mal eine Mail. So weiß man zumindest bei einigen, welchen Weg sie gehen.

3. Gibt es eine optimale Vorbereitung auf das Abitur?

Eigentlich läuft die Vorbereitung auf die Prüfungen die gesamten letzten beiden Schuljahre. Aber ich finde es wichtig, dass man immer wieder mit den Schülern versucht, Prüfungssituationen nachzustellen, damit gar nicht erst Prüfungsangst aufkommt. Im schriftlichen Bereich kann das so aussehen, dass die Klausuren möglichst so angelegt sind, wie sie auch in der Prüfung stattfinden könnten.

Miriam Weber

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