Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Ehepaar ist sich einig: Wir wollen hier nicht mehr weg
Vorpommern Stralsund Ehepaar ist sich einig: Wir wollen hier nicht mehr weg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:12 12.03.2013

Wer die Wohnung von Heinz-Peter und Gitta Pollklesener betritt, muss nicht fragen, was sie nach Stralsund gezogen hat. Der Blick von der Dachterrasse ist atemberaubend. Reicht weit über den Strelasund bis zu den Kirchturmspitzen. „Traumhaft schön“, sagt die 70-Jährige. „Man muss sich nicht erst ins Auto setzen. Ich gehe so gern den Weg am Sundufer entlang bis in die Stadt. Oder wir nehmen das Fahrrad und sind in fünf Minuten im Grünen“, beschreibt die Rentnerin, was für sie der neue Wohnort ausmacht.

„Es ist die Lebensqualität hier, die wir schätzen“, fügt der Ehemann an. „Die Altstadt begeistert uns immer wieder neu. Der Erhalt der alten Gebäudesubstanz. Der Hafen. Und Stralsunds Insellage, wo findet man so etwas sonst noch in Deutschland?“, begründet der Arzt seine Liebe zur Hansestadt.

Das Ehepaar kam 1995 von Bayern in den Norden. Wagin am See — die schlechteste Wohngegend ist das auch nicht gerade. Aber es wurde den beiden einfach „zu eng, zu übervölkert“. Deshalb entschloss sich der Augenarzt, seine Praxis im mit Ärzten überfüllten Bayern zu verkaufen und im Rügener Sana-Krankenhaus neu zu starten. „Natürlich haben sich Freunde und Familie gewundert. Viele wünschen sich vielleicht auch so einen Schritt, um auszubrechen, haben aber nicht den Mut“, ist Dr. Pollklesener (70) überzeugt.

Dabei sei die erste Begegnung mit Stralsund 1994 „ernüchternd“ gewesen, erinnert sich der Mediziner. „Inzwischen hat sich die Stadt aber so toll entwickelt. Da waren wir uns einig. Hier wollen wir leben.“ Auf der Insel wohnte das Ehepaar bei Kubbelkow in einem barocken Park. „Das war schon eine Oase.“ Aber auf der anderen Seite sei man immer auf das Auto angewiesen. „Schon da waren wir stadtorientiert“, gibt Gitta Pollklesener zu. Deshalb stand nach elf Jahren — so lange hatten sie ihre Praxis betrieben — fest, dass sie nach Stralsund ziehen wollten. Hier fanden sie ihre Traumwohnung.

Nach Reisen oder Besuchen bei den Kindern und Enkeln, die in Hamburg, München und Kitzbühel leben, ist Gitta Pollklesener immer wieder froh, zurückzukehren. „Schon allein wegen der Luft. Da muss ich erst einmal tief durchatmen“, beschreibt die Seniorin.

Sie vermisst kaum etwas. Moment, doch: Noch einen Fischladen direkt in der Altstadt würde sie sich wünschen. Und eine bessere Zugverbindung. Wenn man abends in Berlin oder Hamburg aus dem Flieger steigt und dann der letzte Zug schon längst weg ist, das könne doch eigentlich nicht sein. Das sei aber auch das einzige Problem.

„Wir wollen hier nicht mehr weg“, steht für Gitta und Heinz-Peter Pollklesener fest. Daran hat auch der neue Freundeskreis Anteil, in dem sie sich fest verwurzelt fühlen. Oder die Sportgruppe — Gitta Pollklesener ist oft als Walkerin unterwegs. Ihr Mann ist im Ruderclub engagiert, eine langjährige Leidenschaft. Schon in Wagin gründete er einen Ruderclub mit. Und zu dem gibt es bis heute gute Kontakte. Die bayerischen Ruderfreunde werden demnächst an den Sund kommen. Und dass sie dann bei dem Ehepaar Pollklesener auf kundige und begeisterte Stadtführer treffen, steht bereits fest.

mw

OZ

Stralsunder Schüler und Kadetten sichern sich sechs Titel.

12.03.2013

TischtennisEmsiges Treiben herrschte beim Ortsausscheid der 30. Mini-Meisterschaften im Tischtennis in der Turnhalle der Lambert-Steinwich-Schule. 22 Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 12 Jahren waren dem Aufruf des SV Medizin Stralsund gefolgt und tummelten sich an den sieben aufgestellten Tischtennisplatten, um sich für den Verbandsentscheid in Gnoien zu qualifizieren.

12.03.2013

Stürmische und frostige Zeiten an der mit 1450 Metern längsten Außenmole Europas: Der Sassnitzer Leuchtturm muss sich seit Tagen schon der Gischt entgegenstellen — und bleibt standhaft.

12.03.2013
Anzeige