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Stralsund Ein Buch für Informatik-Anfänger
Vorpommern Stralsund Ein Buch für Informatik-Anfänger
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00:01 08.06.2017
„Fit fürs Studium - Informatik“ heißt das Buch, das der Stralsunder Philipp Fischbeck (r.) zusammen mit seinen Studien-Kollegen Arne Boockmeyer (l.) und Stefan Neubert geschrieben hat. Quelle: Foto: Hasso-Plattner-Institut/obs
Stralsund

Wenn man Ordnung in seinem Bücherregal schaffen will, ist alphabetisch schon mal eine gute Möglichkeit. Aber wie sortiert eigentlich ein Computer? Geht es um Informatik, hat der Stralsunder Philipp Fischbeck immer gleich ein Beispiel aus dem Alltag parat. Und genau das kam ihm jetzt auch für sein Buch zu pass, das er gemeinsam mit zwei weiteren Kommilitonen geschrieben hat.

Fit fürs Studium

Erschienen ist das broschierte Buch „Fit fürs Studium – Informatik“ im Rheinwerk Verlag.

Es hat 411 Seiten, kostet 24,90 Euro, ISBN: 978-3-8362-4406-0.

Der Rheinwerk Verlag ist ein deutscher Fachverlag für Bücher, E-Books und Videokurse zu IT-, Kreativ- und Marketingthemen mit Sitz in Bonn.

„Fit fürs Studium – Informatik“ soll Anfängern den Einstieg in die Welt der Algorithmen und digitalen Technologien erleichtern. Erschienen ist es jetzt im Rheinwerk Verlag. Und es richtet sich in erster Linie an Schüler, aber auch an Eltern, Lehrer und Quereinsteiger.

Der 23-Jährige, der 2012 am Hansa-Gymnasium sein Abi gemacht hat, studiert am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und schreibt derzeit gerade seine Masterarbeit – und die hat übrigens mit dem Schienennetz der Deutschen Bahn zu tun „Am Institut haben wir bereits sehr viel mit Schülern gearbeitet und Erfahrungen gesammelt“, erzählt der Hansestädter. Als der Verlag mit der Idee für das Buch gekommen sei, hat das „genau zu unserem Konzept gepasst“, so Fischbeck. „Da der Informatikunterricht an deutschen Schulen weder flächendeckend noch einheitlich ist, sind die ersten Monate für die Studierenden und die Professoren häufig besonders schwierig.“

So seien die Vorkenntnisse der einzelnen Bewerber und ihre Erwartungen sehr unterschiedlich. „Während die einen bereits erste Apps entwickeln, können andere noch gar nicht programmieren“, beschreibt der angehende Informatiker. „Einige Schüler sind von den Vorkenntnissen der fortgeschrittenen Hobby-Programmierer auch abgeschreckt und trauen sich ein Studium im schlimmsten Fall gar nicht zu.“

Diese Hemmschwelle wolle man nehmen.

Viele würden zudem fürchten, dass es sehr viel mit Mathe zu tun hat. „Es handelt sich aber immer um greifbare Mathematik, immer ist ein Anwendungsfall dabei, im Gegensatz zur Schulmathematik“, findet Philipp Fischbeck, der selbst aber zugibt, schon in der Schule begeisterter Mathematiker gewesen zu sein, und an zahlreichen Fachoylmpiaden teilgenommen hat. Auch sein Vater komme aus der Informatik-Branche. Und ihn selbst habe schon frühzeitig der Aspekt des Programmierens interessiert.

Anliegen des befreundeten Autoren–Trios sei es, einen verständlichen Gesamtüberblick darüber zu verschaffen, was die Informatik ist, und was alles dazugehört. 21 Kapitel, die alle mit einer Knobelei beginnen, führen auf 400 Seiten von Datenstrukturen über Netzwerke und Verschlüsselung bis zur Teamarbeit in der Software-Entwicklung. Inhaltlich hätten alle an allem mitgeschrieben, sich aber die einzelnen Kapitel auch aufgeteilt. Und selbst, als Arne Boockmeyer während derzeit ein Praktikum in Kanada absolvierte, sei das im Zeitalter des Internets natürlich kein Hindernis.

Mit dem Ergebnis sind die jungen Männer „sehr zufrieden“, wie Philipp sagt. „Ja, wir sind echt stolz darauf. Es ist auch viel Zeit in das Projekt geflossen. Aber es hat sich gelohnt, denn wir haben unsere Ziele umgesetzt.“ Das Buch selbst wird nun unter die Leute gebracht. Und wenn es aus Stralsund eine Anfrage für eine Vorstellung geben würde? „Klar komme ich,“ sichert Philipp Fischbeck zu.

Marlies Walther

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