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Stralsund Ein musikalischer Tagtraum
Vorpommern Stralsund Ein musikalischer Tagtraum
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00:05 19.03.2016
Zum Ende der Aufführung kamen alle Abschlussschüler noch einmal gemeinsam auf die Bühne. Quelle: Fotos: Miriam Weber

Alles andere als ein Tagtraum. Eine sehr realistische und tolle Leistung lieferte die Abschlussklasse der Erzieher der Beruflichen Schule mit ihrem Musical „#it‘s a daydream“, das sie am Freitag aufführten. Damit setzten die 26 Mädchen und Jungen die Tradition fort, dass die Schüler, die vor den Prüfungen stehen, ein Musical einstudieren. Unterstützung fanden sie einmal mehr von den Lehrern Berit Goldenbogen und Werner Buxot.

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Die Abschlussklasse der Erzieher der Beruflichen Schule begeisterte ihre Mitschüler mit einem amüsanten Musical.

Wir haben uns zwei Wochen auf die Aufführung vorbereitet. Die Idee zu allem hatten die Schüler selbst.“Werner Buxot, Musiklehrer an der Beruflichen Schule

In einem zweiwöchigen Projekt hatten die Schüler die Handlung des Stücks selbst geschrieben und die eingebrachte Musik zusammengestellt, geprobt, Kulissen gebaut und Kostüme genäht. „Wir haben in diesem Jahr ein bisschen mehr Musik vom Band als sonst“, sagt Werner Buxot. „Das lag einfach daran, dass die Schüler mehr schauspielern wollten.“

Also zauberten die angehenden Erzieher einen bunten Mix aus Schauspiel, Tanz und Gesang auf die Bühne, bei dem sich alles um Tagträume drehte. Und wo kann man besser träumen als im Unterricht? Also bildete ein ganz normaler Schultag den perfekten Rahmen für die Handlung auf der Bühne. Ähnlichkeiten mit Schülern oder Lehrern waren selbstverständlich rein zufällig, wie die kleine Ansage am Anfang der Aufführung weis machen sollte.

Dass das glattweg geschummelt war, bewies das Publikum, das punktgenau zu johlen begann, wenn kleine Marotten einzelner Lehrer aufs Korn genommen wurden. Was das Stück zu einem kurzweiligen Erlebnis machte, waren jedoch nicht nur die liebevollen Parodien, sondern auch amüsante Wortspielereien. Und nicht zuletzt war es der Mut der jungen Leite, sich selbstironisch und vor allem selbstkritisch auf der Bühne vor einem großen Publikum zu präsentieren.

Denn auf die Schippe genommen wurden nicht nur die Lehrer und die Unterrichtsbedingungen, sondern auch einige Schülertypen. Angefangen bei der prolligen Chantal und ihrem Typen Kevin über die Streberin und die Tussi bis hin zu den Mädels, die nichts ohne ihre Freundin machen können, oder dem Jungen, der immer der Verlierer ist. Dass aber auch er durchaus Wünsche hat, wurde in seinem ganz eigenen Tagtraum klar.

Und schließlich kam die Musik doch nicht zu kurz. Denn nicht umsonst hat die Klasse ERZ 41 einen leidenschaftlichen Rapper als Mitschüler, und so zeigte Nico Peuß, der unter dem Künstlernamen Pinz gerade seine erste CD veröffentlichte, sein musikalisches Talent mit eigenen Songs. Eine bunte und zeitlose Mischung, die aus der Konserve kam, hatten die Musical-Darsteller ausgesucht. Das reichte vom „Traumzauberbaum“ bis hin zu den Spice Girls. Die Latte für das nächste Jahr ist hoch gelegt.

Von Miriam Weber

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