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Stralsund Eine Investition in die Mitmenschlichkeit
Vorpommern Stralsund Eine Investition in die Mitmenschlichkeit
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00:05 17.06.2017
Bliesen zur Freude der Ausgezeichneten kräftig ins Waldhorn, v. l.: Rieke Meier (17), Leandra Wilhelm (16), Isabelle Schmidt (13) und Volkmar Doß (48), der die Musikschule des Landkreises Vorpommern-Rügen in Grimmen leitet und das Jugendblasorchester dirigiert. FOTOS (5): MARLIES WALTHER

Ob im Sportverein, in der Theatergruppe oder in der Gemeindearbeit. Ob bei den Lebensrettern, in der Dorfbegegnungsstätte oder im Tanzensemble: Wer sich ehrenamtlich engagiert, der gibt „freiwillig und großzügig von einem Gut, das besonders wertvoll ist“, wie es Landrat Ralf Drescher (CDU) gestern formulierte. Er gibt seine Zeit für andere, ohne eine Rechnung aufzumachen. Und das sei längst keine Selbstverständlichkeit.

Landkreis Vorpommern-Rügen zeichnet engagierte Ehrenamtler aus

Aus diesem Grund würdigte der Landkreis Vorpommern-Rügen im Stralsunder Nachbarschaftszentrum in Grünhufe die Arbeit von 84 Frauen und Männern aus Vorpommern-Rügen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen ihre Kraft einsetzen, und die eines eint: „So wie andere in Aktien investieren, investieren Sie in Mitmenschlichkeit“, sagte Drescher. Den Begriff Überstunden würden die Frauen und Männer nicht kennen. Ihnen gelinge es, mit kleinem Budget Großes zu bewirken, weil sie ihre persönlichen Interessen zurückstellen und oft auch der eigenen Familie Belastungen zumuten. Dafür müsse man einfach den Hut ziehen.

Und genau das geschah gestern – mit einer Urkunde, einer Rose und einer Kaffeetafel mit leckerem Streuselkuchen, an der es zu vielfältigen Begegnungen und Gesprächen kam. Und mit Musik aus dem Waldhorn, gespielt von Schülern der Kreismusikschule – natürlich ehrenamtlich.

Zu den Geehrten gehörten zum Beispiel Peter und Gudrun Strunk aus Stralsund, die sich seit Jahrzehnten für den Naturschutz stark machen. Allein 50 Jahre lang haben sie sich um die Kormoranenkolonie in Niederhof gekümmert und bei der Beringung von Vögeln geholfen. Klaus-Peter Tews aus Velgast steht in vorderster Front bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Heidrun Könenkamp aus der Hansestadt organisiert leidenschaftlich eine Seniorenakademie. Gabriele Hauschild aus Marlow, Ortsteil Völkshagen, gründete vor 35 Jahren eine Folkloregruppe und führt dieses Amt auch als 73 -Jährige immer noch mit sehr viel Vergnügen und Feuer. „Weil es mir wichtig ist, dass Brauchtum und Tradition nicht verloren gehen“, wie sie erzählte.

Längst hat sie auch ihre Töchter angesteckt und kam zur Auszeichnung stilgerecht in ihrer Tracht. „Sehen Sie mal, alles ist fein gewebt und handbestickt“, sagte sie, während sie die Schürze noch einmal zurechtrückte. „Wenn man einmal Blut geleckt hat, kann man es wohl nicht mehr lassen“, schilderte Landwirtin Elke Lück aus Brandshagen, warum sie so viele Abende im Ausschuss für Kultur- und Soziales und in der Gemeindevertretung verbringt. Auch Trautchen Haase aus Dreschvitz auf Rügen geht nach 20 Jahren immer noch jeden Morgen „mit Lust und Liebe“ als Chefin in das Haus der Generationen, weil sie das Miteinander nicht missen möchte.

Große Anerkennung gab es auch von Kreistagspräsidentin Andrea Köster (CDU): „Vieles, was das Leben in der Stadt oder im Dorf lebenswert macht, wäre sonst so nicht möglich“, sagte sie.

Marlies Walther

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