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Einschulungsfeier ohne Oma und Opa?

Greifswald Einschulungsfeier ohne Oma und Opa?

Weil sie nicht genug Platz haben, wollen Schulen die Zahl der Teilnehmer an den Begrüßungsveranstaltungen eingrenzen – Familienangehörige hätten das Nachsehen

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Ausreichend Platz für alle: Die Kollwitzschule feiert ihre Einschulung grundsätzlich draußen – so wie hier im August 2013.

Quelle: OZ-Archiv

Greifswald. Schatten über der Einschulung: Elf Wochen vor der feierlichen Begrüßung der diesjährigen Abc-Schützen stehen Familien in und um Greifswald vor einem Problem.

Einschulung – nicht überall gleich

Die Einschulung wird deutschlandweit gefeiert. Nicht in allen Bundesländern fällt der erste Schultag für Abc- Schützen auf einen Montag, sodass von Schulen organisierte Feiern wie in M-V an einem Sonnabend veranstaltet werden. In Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen etwa ist feierlicher Schulbeginn für Erstklässler an einem Werktag mitten in der Woche.

Weil sie zu wenig Platz haben, begrenzen Grundschulen die Zahl der Teilnehmer an ihren Veranstaltungen.

In Dersekow wurde jeder Familie eines Erstklässlers fünf Eintrittskarten zugeteilt. Zu wenig, um neben Eltern und Geschwistern auch Großeltern an dem für die Familie mitunter einmaligen Ereignis teilhaben zu lassen, geben Mütter und Väter zu bedenken. Schulleiterin Katja Lippold kann den Einwand verstehen, verweist aber auf die Umstände: Mit 42 Mädchen und Jungen sei die Zahl der in Dersekow zur Schule kommenden Kinder höher als in den vergangenen Jahren. Da man für beide erste Klassen eine gemeinschaftliche Feier in der Turnhalle organisieren wolle, komme man allein der Sicherheitsvorschriften wegen nicht umhin, die Anzahl der Gäste zu beschränken. „Wir haben nach bestem Gewissen gehandelt“, erklärt Katja Lippold. Selbstverständlich dürften die Familien mehr Personen zur Einschulung mitbringen. Nur zur Feier in der Turnhalle werde der Zutritt begrenzt. „Einige Familien benötigen nicht alle fünf Karten. Dann können andere zusätzliche Tickets bekommen“, sagt die Schulleiterin. Geschwisterkinder könnten auf dem Schoß der Eltern sitzen, schlägt sie vor. „Wir haben in der Vergangenheit für fast jeden Fall eine Lösung gefunden.“

Dersekow ist kein Sonderfall: An der Nexö-Grundschule in Greifswald sind womöglich nur Mama und Papa dabei, wenn der Spross feierlich willkommen geheißen wird. Denn sollte es am 3. September regnen, würden nur Eltern zum Begrüßungsakt in der Turnhalle zugelassen, teilt Schulleiterin Katrin Schmidt mit. Bei 90 Erstklässlern funktioniere es nicht anders. Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Für den deutlich wahrscheinlicheren Fall, dass es nicht regnet, soll die Feier auf dem Schulhof stattfinden. Dann können Familien auch im größeren Kreis an ihr teilnehmen.

56 Abc-Schützen erwartet die Karl-Krull-Grundschule in Greifswald. Begrüßt werden sollen sie gemeinschaftlich in der Schulturnhalle. Wie in Dersekow werden an der Krullschule Eintrittskarten für die Einschulungsfeier verteilt. „Pro Familie gibt es sechs. Geschwisterkinder kommen jeweils hinzu“, erklärt Schulleiterin Kerstin Hochheim. Seit zehn Jahre halte man es so. „Und es ist immer gut gegangen“, sagt sie.

Um vielen Familienangehörigen eine Teilnahme an der Willkommensfeier zu ermöglichen, wird es in Gützkow (34 Erstklässler) und in Neuenkirchen (42 Erstklässler) jeweils zwei Veranstaltungen hintereinander geben. Weil die eigene Turnhalle eine schlechte Akustik hat, finden die Feiern in Neuenkirchen im Saal der Feuerwehr statt. Die Gützkower Grundschule nutzt seit Jahren die Aula des Gützkower Gymnasiums. Karten verteilt man in Gützkow nicht. Auch eine Teilnehmerbegrenzung habe man nie vorgegeben, sagt die stellvertretende Schulleiterin Regina Rieck. „Die Familien sollen zunächst einmal anmelden, mit wievielen Personen sie zur Feier kommen möchten.“ In Gützkow sei es üblich, dass die Großeltern der Einschulung ihrer Enkel beiwohnen. Dass dies aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich sein soll, mag man sich hier kaum vorstellen.

Sven Jeske

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