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Stralsund Endlich: Baubeginn im Barhöfter Hafen
Vorpommern Stralsund Endlich: Baubeginn im Barhöfter Hafen
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08:00 18.10.2017
Vielleicht kommen wir beim Eigenanteil ohne Kredit aus.Thomas Reichenbach, Klausdorfer Bürgermeister (CDU)

Barhöft. Mit der Beräumung des Baufeldes im Winter hatte sich die große Baumaßnahme bereits angekündigt (die OZ berichtete). Nun geht es endlich los mit der Hafenerweiterung in Barhöft. Am 25. Oktober will Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) den ersten Spatenstich vollziehen und startet damit eine fast Drei-Millionen-Investition.

Die Gemeinde Klausdorf investiert knapp drei Millionen Euro in die Maßnahme. Im April 2018 sollen 80 neue Liegeplätze fertig sein. Der Wasserwanderrastplatz wird in Richtung Nationalpark um 3540 Quadratmeter erweitert.

Der Hafen, oder wie es jetzt nur noch heißt: Wasserwanderrastplatz, soll zum Nationalpark hin vergrößert werden, und zwar um 3540 Quadratmeter. Schon 2013 hatte die Gemeinde das Projekt in Angriff genommen, denn man wusste, dass eine Baumaßnahme in einem Schutzgebiet nicht schnell über die Bühne gehen wird. Doch der Hafen platzt aus allen Nähten, deshalb war das Ganze wichtig. Es blieb der Kommune (und auch dem Bauamt Altenpleen) nichts anderes übrig, als Geduld zu zeigen.

Der kleine Hafen boomt. Da sind die vielen Segler, die heiß sind auf einen Liegeplatz. In der Vergangenheit mussten Boote abgewiesen werden oder lagen auf Reede im Randbereich des Nationalparkes.

Andererseits nutzen immer mehr Fischer den Hafen zur Anlandung des Fanggutes. Bei Sport- und Freizeitanglern ist der Wasserwanderrastplatz ebenso beliebt wie bei Paddlern und Sportbootführern. Und auch das öffentliche Interesse wächst, schließlich haben Seenotrettungskreuzer und Lotsenboote ihren Liegeplatz im Barhöfter Hafen. Ganz wichtig ist, dass die neuen Ufersicherungen naturnah als Schüttsteinbauwerke ausgebildet werden. Die Abgrenzung zum Nationalpark erfolgt durch standorttypische Heckenpflanzungen, hieß es bei einer früheren Bauberatung.

Die Erweiterung sieht nun zusätzlich 80 neue Liegeplätze für verschiedene Bootsklassen an Schwimmstegen vor, und das auch für Kanuten, Paddler und Schlauchbootliebhaber. Außerdem werden 20 bereits vorhandene Liegeplätze am alten Bootssteg neu angelegt. Und auch die vorhandene Mole wird erweitert. Da man sich mit der Hafenerweiterung in einem sensiblen Bereich befindet, erfolgt während der gesamten Maßnahme eine ökologische Baubegleitung.

Die Wasserbauarbeiten und der dazugehörige erste Spatenstich waren für Herbst angekündigt und sollen nun am 25. Oktober starten. „Wir liegen also voll im Zeitplan“, freut sich der Klausdorfer Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU). Bis April 2018 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Natürlich stemmt Klausdorf das 2,8-Millionen-Projekt nicht allein. Im Sommer 2016 hatte Minister Glawe die Fördermittelzusage dabei. Viele, die dabei waren, erinnern sich bestimmt noch an die Glawe-Rede im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Damals sagte er: „Der Hafen in Barhöft hat eine tolle Entwicklung genommen. Der Wassertourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb unterstützen wir als Landesregierung solche Investitionen.“ Und deshalb hatte er eine 90-prozentige Förderung zugesichert. Rund 250000 Euro hat die Gemeinde nun selbst zu schultern. „Nur wenn die Eigenmittel nicht ausreichen, wird ein Kredit beantragt. Aber vielleicht kriegen wir das auch ohne hin“, so der Bürgermeister gestern gegenüber der OZ.

Projekt mit ökologischer Baubegleitung

250 000

Euro muss die Gemeinde Klausdorf als Eigenanteil zu dem Hafenprojekt beisteuern. Die Kommune hofft, dies ohne Kreditaufnahme stemmen zu können.

2,8 Millionen kostet das Vorhaben brutto. Gefördert werden aber nur die Nettokosten von 2,37 Millionen Euro, weil der Hafen ein Betrieb gewerblicher Art ist. So fließen rund 2,1 Millionen Euro an Fördermitteln, wie uns die Amtsverwaltung Altenpleen bestätigt.

20 bereits vorhandene Liegeplätze im Hafen werden neu angelegt. Hinzu kommen 80 zusätzliche Liegeplätze für den Wasserwanderrastplatz in Barhöft. Da es bisher insgesamt 70 Liegeplätze gab, können nach Abschluss der Baumaßnahme dann also rund 150 Boote in Barhöft festmachen.

Das Unternehmen Hafenerweiterung wurde bereits 2013 gestartet. Da die Maßnahme in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hineinragt, musste für den hochsensiblen Bereich ein spezieller Plan samt ökologischer Baubegleitung her. So erfolgt die Hafenabgrenzung zum Nationalpark durch standorttypische Heckenpflanzungen.

2 Lotsenboote und zwei bis drei Fischerkähne sowie das Schiff der Produktionsschule Vorpommern-Rügen machen zurzeit im Hafen Barhöft fest. Während sich die Hafenmeister für die Wintersaison rüsten, sorgen nur ein paar Angler noch für Bewegung auf dem Wasser. Selbst die EnBW-Versorger sind im Winterschlaf.

Ines Sommer

Das Gebiet B-Plan 64 befindet sich in der Nähe des Studentendorfes Holzhausen. Es umfasst 6,8 Hektar. Die Fläche des B-Plans 64 wird derzeit erschlossen.

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