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Erinnerungen an Anna Seghers

Stralsund Erinnerungen an Anna Seghers

Der Strandläufer-Verlag erinnert an bedeutende deutsche Autorin / Lesungvon Jona-Schülern im STiC-er-Theater

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Die Schüler der 11. Klasse der Jona-Schule, die sich tiefgründig mit dem Roman „Das siebte Kreuz“ beschäftigt haben.

Quelle: Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Nach fast einem Jahr Vorbereitungszeit starten Peter und Katrin Hoffmann vom Strandläufer-Verlag am kommenden Freitag in ihren Anna-Seghers-Abend. Die Neu-Auflage des berühmten Romans „Das siebte Kreuz“, die im letzten Jahr mit bisher unveröffentlichten Originalillustrationen von 1942 des seinerzeit nach Amerika geflüchtetem Juden William Sharp erschienen ist, gab dazu den Anstoß. „Das hat uns sehr begeistert“, sagt Katrin Hoffmann. „Wir empfinden diese Auflage auch als sehr jugendgerecht, sodass wir uns Partner für ein Jugendprojekt gesucht haben.“

OZ-Bild

Der Strandläufer-Verlag erinnert an bedeutende deutsche Autorin / Lesungvon Jona-Schülern im STiC-er-Theater

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Anna-Seghers-Abend: Freitag, 3. Juni, 19 Uhr, STiC-er-Theater, Frankenstraße 61, Karten gibt es in der Strandläufer-Verlagsbuchhandlung in der Mönchstraße oder an der Abendkasse.

So bekam die 11. Klasse der Jona-Schule von den Strandläufern und vom Aufbau-Verlag großzügig einen Klassensatz spendiert. Die Schüler setzten sich im Projektfachunterricht intensiv mit Seghers’

wohl bekanntestem Werk auseinander. Herausgekommen ist eine Filmanimation, in der die Jugendlichen das Buch – angelehnt an die Illustrationen von Sharp – in eigene Bilder umgesetzt haben. Lehrerin Carina Köhn: „Dabei wollten die Schüler dem Werk die Schwere nehmen, ohne dabei zu verniedlichen.“

Aber auch an den persönlichen Vortrag trauen sich die jungen Leute. So werden sie ausgesuchte prägnante Passagen des Buches vortragen. „Die Thematik war ja für die Schüler kein Neuland. Das dann selbst umsetzen zu müssen aber schon“, betonte die Lehrerin. „Schön zu sehen, was nach dieser Zeit dabei herausgekommen ist.“

Mit an Bord geholt haben sich die Strandläufer für den Freitagabend auch die Literaturwissenschaftlerin Monika Melchert, die in Berlin Adlershof die Anna-Seghers-Gedenkstätte betreut. Dort, in der heutigen Anna-Seghers-Straße 81, hat die Autorin bis zu ihrem Tod gelebt. Monika Melchert wird mit Lesungen aus „Heimkehr in ein kaltes Land – Anna Seghers in Berlin 1947-1952“ Einblicke in die Biographie einer der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen gewähren.

Anschließend werden dann die Hoffmanns selbst aus den Sagen von Anna Seghers lesen. „Anna Seghers ist zwar vielen – meist älteren Menschen – noch ein Begriff, doch sind diese ersten Werke weitestgehend unbekannt“, erklärte Katrin Hoffmann. „Wir hoffen, mit dieser Veranstaltung und diesen Partnern an eine der bedeutendsten Erzählerinnen erinnern zu können, deren Werke bei vielen zu unrecht in Vergessenheit geraten sind.“

„Das siebte Kreuz“ wurde schon 1944 verfilmt

Anna Seghers wurde am 19. November 1900 unter dem Namen Netty Reiling in Mainz geboren.

Nach dem Abitur studierte sie Geschichte, Kunstgeschichte und Sinologie.

1925 heiratete sie den aus einer jüdischen Familie stammenden Ungarn László Radványi und bekam mit ihm zwei Kinder.

Im Jahr zuvor war ihre erste Erzählung, „Die Toten auf der Insel Djal“ erschienen. Das erste Buch von Anna Seghers, „Aufstand der Fischer von St. Barbara“ folgte 1928, für das sie noch im selben Jahr den Kleist-Preis verliehen bekam. Ebenfalls 1928 wurde sie Mitglied der KPD.

Während der Naziherrschaft wurden ihre Bücher in Deutschland verboten. Anna Seghers floh in die Schweiz, ging dann nach Paris und schließlich nach Mexiko, wo sie 1942 ihren Roman „Das siebte Kreuz“ veröffentlichte.

1944wurde der Roman verfilmt. Daraufhin wurde sie weltweit bekannt. 1947 kehrte Seghers nach Berlin zurück, lebte anfangs im Westen der Stadt und von 1950 an in Ost-Berlin. Sie war Mitglied der SED. Gestorben ist sie 1983.

Wenke Büssow-Krämer

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