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Erneut Opferstock in Grimmener Marienkirche geplündert

Grimmen Erneut Opferstock in Grimmener Marienkirche geplündert

Pastor Wolfgang Schmidt: „Das macht mich betroffen und erschreckt mich“

Grimmen. Es scheint so, als ob Ganoven die Spenden für die Grimmener Kirchengemeinde als regelmäßige private Einnahmequelle nutzen. Anders ist es kaum zu erklären, dass am Dienstag erneut der Opferstock in St. Marien geplündert wurde.

„Am Mittag war noch alles in Ordnung. Gegen 18 Uhr fand ich den Opferstock, den die Diebe in den Raum der Stille geschleppt und dann in aller Ruhe aufgebrochen hatten“, berichtet Pastor Wolfgang Schmidt.

Wie viele Male die Spendenboxen in der Kirche inzwischen schon aufgebrochen wurden, könne er gar nicht mehr zählen. Alle diesbezüglichen Verfahren, und das sind schon fast ein Dutzend, seien bislang von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. „Auch auf eine ungeheuerliche Eintragung im Gästebuch mit Hakenkreuzschmiererei vom 22. Juni dieses Jahres ist bis heute keine Aufklärung erfolgt“, beklagt Schmidt. Die Marienkirche ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Dieben oder Zerstörern gewesen. Der Raum der Stille wurde verwüstet, Pastorenbilder aufgeschlitzt, das Gemeindehaus in der Mühlenstraße angesteckt, einen Tag vor Heiligabend vergangenen Jahres brachen Unbekannte ins Pfarrhaus ein und hebelten den Tresor auf, blickt der Pastor zurück: „Das macht mich betroffen und erschreckt mich.“ Täter seien in keinem der Fälle zur Verantwortung gezogen worden. „Da muss sich etwas ändern. Wo leben wir denn?“, fragt Wolfgang Schmidt, der jetzt im sechsten Jahr in Grimmen als Pastor wirkt. Schmidt wünscht sich mehr Polizeipräsenz in der Stadt und vielleicht auch regelmäßige Streifenfahrten der Beamten rund um die Kirche. Und aufmerksame Bürger, die bei der Aufklärung krimineller Machenschaften helfen könnten.

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