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Experten helfen Familien in Knieper West

Stralsund Experten helfen Familien in Knieper West

Die Stralsunder Innovation Consult GmbH hat ein neues Projekt ins Leben gerufen und dafür ein Büro eröffnet

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Die beiden Familiencoaches Thomas Kaiser (l.) und Holger Dallmann sowie Psychologin Maria Weiß. FOTOS (2): JENS-PETER WOLDT

Stralsund. Familiencoaching ist ein neues Projekt der Stralsunder Innovation Consult GmbH (SIC), für das gestern im Pflegehotel der Wohlfahrtseinrichtungen am Grünhufer Bogen ein Büro eröffnet wurde. Ziel ist es, Familien zu helfen, die zum Beispiel durch Langzeitarbeitslosigkeit oder andere tiefgreifende soziale Probleme nur noch wenig oder gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. SIC-Geschäftsführerin Ariane Kroß sagte dazu: „Knieper West ist ein Stadtgebiet mit 10000 Menschen und sehr differenzierten sozialen Strukturen. Hier gibt es besonders viele Familien, in denen ein oder mehr Mitglieder schon sehr lange arbeitslos sind.“ Ihnen müsse geholfen werden.

 

OZ-Bild

In Knieper West gibt es besonders viele Familien, in denen ein oder mehr Mitglieder schon sehr lange arbeitslos sind.Ariane Kroß, Geschäftführerin der SIC

Am wichtigsten sei es natürlich, Arbeit zu finden. Viele hätten aber auch kaum noch Kontakt zu Freunden und Nachbarn. Ihnen zu zeigen, dass es lohnende Freizeitbeschäftigungen gibt, sei aber ebenso wichtig. „Hier ist es von Vorteil, dass die SIC mit dem Stadtteiltreff in Knieper West Angebote unterbreiten kann, die das Miteinander fördern“, betonte Ariane Kroß.

Darüber hinaus sei die Zusammenarbeit mit anderen sozialen Trägern, Vereinen und staatlichen Stellen unverzichtbar. Als Beispiele nannte sie das Jobcenter, das Sozialamt, die Schuldnerberatung oder Sportvereine, aber auch Suchtberatungsstellen. Kroß: „Wir wollen den Familien einen Weg ebnen, der ihnen eine Perspektive eröffnet.“ Sie sprach von einem Teufelskreis, in dem nicht wenige Familien steckten. Kinder von arbeitslosen Eltern wüssten oft gar nicht, wie ein Leben sei, in dem Mutter und Vater täglich zur Arbeit gehen, und „erbten“ dann wie selbstverständlich dieses Schicksal. Dagegen müsse etwas getan werden.

Finanziert wird das Coaching- Projekt über zwei Jahre vom Schweriner Sozialministerium mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds. Außerdem unterstützt die Otto-Brenner-Stiftung das Familiencoaching in Stralsund, von dem übrigens nicht nur Familien aus Knieper West, sondern aus der gesamten Hansestadt profitieren können.

Eingestellt wurden die Sozialpädagogen Holger Dallmann und Thomas Kaiser als Coaches sowie Maria Weiß als Psychologin. Kaiser erklärte, dass sie sich vorgenommen hätten, über zwei Jahre 60 Familien zu unterstützen. Derzeit arbeiteten sie mit 13 zusammen.

Im Auftrag von Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) sagte sein Stellvertreter Holger Albrecht gestern während der Büroeröffnung: „Mit diesem Projekt ist eine Möglichkeit geschaffen worden, wenn es brennt, Hilfe zu finden.“

Zu erreichen sind die Coaches der SIC im Pflegehotel der Wohlfahrtseinrichtungen am Grünhufer Bogen 5 unter ☎ 03831/2037334. Geplant ist auch, dass dort künftig das SIC-Projekt „Mütter – Hand in Hand“ – dort treffen sich deutsche und vor allem syrische Mütter mit ihren Kindern – sowie der „KulturBus“ eine Heimat haben.

Eingliederung Langzeitarbeitsloser

Die Stralsunder Innovation Consult GmbHist das kommunale Beschäftigungsunternehmen der Hansestadt.

Gegründet wurde die SIC GmbH 1994 als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft mbH, deren Gesellschafter mit 100 Prozent die Hansestadt Stralsund ist.

Die Eingliederung Langzeitarbeitsloser in das Arbeitsleben durch befristete Beschäftigungsverhältnisse, verbunden mit individueller Beratung, beruflicher Qualifikation und Eröffnung neuer beruflicher Perspektiven ist die Hauptaufgabe der SIC.

An erster Stelle stehen dabei geeignete Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur, der Umwelt und des Wohnumfeldes in Stralsund und der näheren Umgebung.

Die Aktivitäten erfolgen im Rahmen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die durch die Kommune, das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, den Bund sowie den Europäischen Sozialfonds der EU gefördert werden.

Jens-Peter Woldt

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