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Fahrplan für Umbau des Neuen Marktes steht

Stralsund Fahrplan für Umbau des Neuen Marktes steht

Keine Autos, Ehrenhain soll bei freiem Zugang zur Marienkirche bleiben

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Bald soll es auf dem Neuen Markt keine Autos mehr geben – dafür Bänke, Brunnen, Grün und den beliebten Wochenmarkt.

Quelle: Foto: Stefan Sauer

Stralsund. Die Hansestadt macht ernst mit der Umgestaltung des Neuen Marktes. Vor 150 interessierten Stralsundern haben am Donnerstagabend Fachleute des Bauamtes und des Leipziger Büros für urbane Projekte auf dem 2. öffentlichen Forum „Stadtraum Neuer Markt“ im Rathaus Rahmenbedingungen vorgestellt, die der Bürgerschaft zur Entscheidung über die Auslobung eines Architektenwettbewerbs zugeleitet werden.

 

OZ-Bild

Wir rechnen mit einer Auslobung des Wettbewerbs zum Neuen Markt noch in diesem Jahr.Ekkehard Wohlgemuth, Leiter des Amtes Planung und Bau

Der Vorschlag der Verwaltung berücksichtigt offene Fragen zum künftigen Umgang mit dem sowjetischen Ehrenfriedhof vor der Marienkirche sowie zu einem autofreien Markt. Danach soll für den Ehrenhain im Rahmen der Umgestaltung des Gesamt-Areals eine Lösung auf dem jetzigen Gelände gefunden werden. Diese soll einen Vorschlag dafür liefern, das Nordportal der Kirche barrierefrei und visuell zu öffnen. Die alten Wege auf dem Marienkirchhof sollen hergestellt und das Ganze zu einer grünen Oase entwickelt werden.

Die Vorzugsvariante der Stadt für einen verkehrsarmen Neuen Markt sieht vor, Stellplätze für Autos auf die Schützenbastion zu verlagern, die derzeit noch vom Busbahnhof belegt ist. Hier soll ein zweigeschossiges Parkdeck entstehen, mit 225 Plätzen. Der Bau wird so in die Erde versenkt, dass die oberirdischen Parkplätze für Sondernutzungen freigehalten werden können. Die Marienchorstraße soll verkehrsberuhigt werden, der Neue Markt in die Fußgängerzone Altstadt einbezogen werden. Um Autos fernzuhalten, werden die Langen- und die Frankenstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Eine Zufahrt zu Kurzeitparkplätzen im Bereich der Post soll über die Tribseer Straße erfolgen, die Abfahrt über den Katharinenberg. Alles zusammen schafft Möglichkeiten, für Sitzbänke, Wasserpiele und Begrünung auf dem Markt.

Wie Ekkehard Wohlgemuth, Leiter des Amtes für Planung und Bau, versicherte, seien in diese Vorstellungen Anregungen und Kritikpunkte eingeflossen, die im Rahmen einer Bürger-Werkstatt und dem 1.

Forum zur Marktumgestaltung erarbeitet worden sind. Er erinnerte an die Aufbruchstimmung die damals geherrscht hatte: „Wir fassen gemeinsam diesen Platz an.“ Damals, das liegt ziemlich genau fünf Jahre zurück. Wohlgemuth: „Dazwischen mussten noch ein paar Brocken aus dem Weg geräumt werden.“ Der Bauamtsleiter bezog sich unter anderem auf die Klärung der Frage: Wie soll die Schützenbastion entwickelt werden? Zudem galt es, Expertisen zum Umgang mit dem Ehrenhain einzuholen und dazu Kontakte zur Botschaft der Russischen Förderation zu knüpfen.

Dennoch sind die Ideen, die damals entwickelt wurden, in der Zwischenzeit nicht verloren gegegangen. Das versicherte Björn Teichmann vom Büro für urbane Projekte. Die Planer erstellten daraus ein Thesenpapier zu Entwicklungszielen für die künftige Gestaltung des Marktes und seines Umfelds.

Das Interesse der Stralsunder daran ist nach fünf Jahren nicht geringer geworden. Das zeigte am Donnerstag nicht nur der Andrang im Löwenschen Saal. Auch die alten Kontroversen, etwa zu Umgestaltung oder Verbleib des Ehrenmals vorm Nordportal der Kirche, haben die Zeit unverändert überstanden.

So forderte etwa Arnold von Bosse (B90/Grüne) den Obelisken an der jetztigen Stelle beizubehalten. Ein Denkmal müsse unbequem sein, wolle es Erinnerung wach halten. Einen anderen Ansatz vertritt Friedrich Weigelt, als Vertreter des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge. In Europa werde heute beim Gedenken nicht mehr der Heldenfriedhof ins Zentrum gerückt, sondern die Würdigung der Opfer. „Der jetzige Zustand des Ehrenhains wird dem nicht gerecht.“ Weigelt regte daher die Umbettung auf eine Kriegsgräberstätte an.

Laut Ekkehard Wohlgemuth verfügt die Stadt nun über gute Grundlagen für eine Planung. „Wir rechnen mit einer Auslobung des Wettberwerbs noch in diesem Jahr und ersten Ergebnissen 2019.“

Jörg Mattern

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